Der 37.000 Kubikmeter umfassende Lagerkeller, 44 Meter hoch und 53 Meter lang, wurde 1968 gebaut. Er besteht aus einer Fassade mit 20 Tonnen Aluminium sowie Wärmedämmung und wird von oben bis unten zurückgebaut. Die 48 Gärtanks im Inneren wurden bereits verkauft.
Die Aktion „Morgensonne“ – unter diesem Titel wurden die Maßnahmen beim Pressegespräch mit einem Augenzwinkern angekündigt – mit Kosten im Millionenbereich birgt aber noch weitere Arbeiten. So verschwindet bis Jahresende auch das 1991 erbaute Sudhaus vom EKU-Gelände. Und selbst die Brücke, die bislang die zwei Gebäude der früheren Aktienbrauerei verbunden hat, wird von zwei Kränen abgehoben und entsorgt. Von den 35 Alutanks hinter dem Hochlager zeugen schon jetzt nur noch die Betonsockel – sie sind schon in der Lichtenfelser Straße.
Die Arbeiten beginnen nächste Woche und sind Teil der Optimierung des gesamten Brau- und Produktionsprozesses bei Kulmbacher. Wie Betriebsleiter Stefan Simon erläutert, sei die Bier-Produktion mittlerweile komplett in die Lichtenfelser Straße verlagert worden. Von dort werde der Gerstensaft in Richtung EKU-Straße gepumpt: In vier Metern Tiefe ist seit fast zehn Jahren unter dem Güterbahnhof eine Betonröhre von zwei Metern Durchmesser vergraben, in der insgesamt sieben Leitungen verlaufen. Sie verbindet die bisherigen Braustätten I (Lichtenfelser Straße) und II (EKU-Straße) der Kulmbacher Brauerei. Auf diesem Weg wird der Gerstensaft dann in die Gummistraße gepumpt. Dort werde dann gefiltert und abgefüllt, bevor das Bier in die Logistik übergeben wird.
„Die freien Flächen in der EKU-Straße werden zu Parkplätzen“, sagt Simon. Dem Betriebsleiter zufolge sind sie für Logistik und Fuhrpark sowie die Mitarbeiter gedacht.

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