Schlömen
Umweltschutz

2040 muss mit Kohle Schluss sein

Eva Bulling-Schröter, Landessprecherin der bayerischen Linken, besuchte die Umweltschule "SchlöNZ" in Neuenmarkt im Landkreis Kulmbach und diskutierte mit dem Bund Naturschutz über die Notwendigkeit, neue Energien weiter zu fördern.
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Wolfgang Schenker zeigt MdB Eva Bulling-Schröter den Kräutergarten des SchlöNZ. Foto: Dieter Hübner
Wolfgang Schenker zeigt MdB Eva Bulling-Schröter den Kräutergarten des SchlöNZ. Foto: Dieter Hübner
Die bayerische Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter, Sprecherin für Energie- und Klimapolitik der Fraktion "Die Linke", machte auf ihrer Sommertour auch im Landkreis Kulmbach Station. Nach einem Besuch bei der Energieagentur Nordbayern besuchte sie die Umweltschule SchlöNZ des Bundes Naturschutz.

Kreisvorsitzender Wolfgang Schenker erläuterte dem Gast Sinn und Zweck dieser seit 2010 bestehenden Einrichtung, die von zwanzig aktiven Mitgliedern der Kreisgruppe in Kooperation mit dem Landkreis Kulmbach geführt und unterhalten wird.


"10 H-Regelung ist blödsinnig"

Im ausführlichen Gespräch bezog Eva Bulling-Schröter, Landessprecherin der bayerischen Linken und in der fünften Legislaturperiode Bundestagsabageordnete, Stellung zum EEG 2.0, zum Kohleausstieg, zur Abstandsreglung für Windkraftanlagen und zur geplanten Monster-Stromtrasse von
Sachsen-Anhalt nach Bayern.

Besonders zu den beiden letztgenannten Punkten ging sie mit ihrem Wahlkreis-Konkurrenten Horst Seehofer - sie vertritt für ihre Partei Ingolstadt - hart ins Gericht. "Die 10 H-Regelung ist vollkommen blödsinnig." Besonders enttäuscht ist sie darüber, dass die SPD im Bundestag dem zugestimmt hat, während Linke und Grüne dagegen waren.

Mindestens eine halbe Million Arbeitsplätze wurden inzwischen durch die neuen Energien geschaffen, ist Bulling-Schröter überzeugt. "Wie viele davon aufgrund der neuen EEG-Richtlinie wieder gefährdet sind, ist noch nicht abzusehen.

Das Gesetz gefährdet ihrer Meinung nach auch den technologischen Fortschritt. "Wir sind bereits jetzt bei 26 Prozent Anteil der erneuerbaren Energien im Strom. Das wird den Konzernen langsam zu viel. Aber schon allein im Sinne des Klimaschutzes ist die Windkraft nötig."

Wolfgang Schenker signalisierte Zustimmung. Größter Klima-Killer ist nach Ansicht beider die Kohle. "2040 muss Schluss damit sein. Es dürfen keine neuen Kohlekraftwerke gebaut werden."


Bessere statt mehr Netze

Die Abgeordnete zeigte deutlich auf, dass die Linken den Widerstand gegen die geplante Stromtrasse unterstützen. "Wir brauchen nicht so viele Netze, sondern Netzertüchtigung. Und wir brauchen Gaskraftwerke, die nur die Hälfte des CO 2 -Ausstoßes von Kohlekraftwerken haben." Netze in kommunaler Hand sind für Bulling-Schröter eine Alternative.
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