Stadtsteinach

200 Aktive proben den Ernstfall im Steinachtal

Bei einer großangelegten Übung im Steinachtal musste ein Waldbrand bekämpft werden. Über 200 Aktive aus 29 Wehren wurden in fünf Wellen alarmiert. Am Ende waren die Führungskräfte zufrieden.
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Die Pressecker beginnen mit den Löscharbeiten. Foto: Klaus-Peter Wulf
Die Pressecker beginnen mit den Löscharbeiten. Foto: Klaus-Peter Wulf
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Mehr als 200 Aktive aus 29 Feuerwehren waren am Samstag bei einer großangelegte Übung im Steinachtal gefordert. Mit 35 Fahrzeugen rückten die Einsatzkräfte an, um einen Waldbrand in unwegsamem Gelände zu bekämpfen.


Steiles Gelände


Die Einsatzleitung lag in den Händen von Kreisbrandinspektor Horst Tempel aus Presseck. Angenommen wurde ein Waldbrand in einem steilen, bergigen Gebiet des oberen Steinachtales. Die Schadenslage erforderte nach dem Erstalarm immer mehr Löschkräfte, so dass in vier weiteren Wellen immer mehr Fahrzeuge und Aktive in den Bereitstellungsräumen am Sportplatz Stadtsteinach und in Römersreuth eintrafen.


Aufgrund der topografischen Situation war es nötig, das Löschwasser mit drei Schlauchstrecken von der Steinach zum Brandort zu leiten.


Erstangriff vom Ringweg her


Um 11.45 Uhr wurden neben Schwand die Wehren aus Presseck, Stadtsteinach und Grafengehaig alarmiert. Mit ihren wasserführenden Fahrzeugen übernahmen sie gemeinsam vom Ringweg her den Erstangriff. Sie trafen ab 11.58 Uhr bei der Einsatzleitung unterhalb der Ortschaft Wildenstein ein und gingen in Stellung.

Die Triebenreuther Wehr übernahm das Ansaugen für die erste Förderstrecke von der Steinach aus und stellte mit den Wehren aus Maierhof, Wartenfels und Wildenstein die weitere Löschwasserversorgung sicher.
Die Wehr Gösmes ging ebenfalls an der Steinach in Stellung und baute mit den Wehren aus Enchenreuth, Elbersreuth, Reichenbach, Marienweiher und Guttenberg die zweite Förderstrecke auf.


Immer mehr Förderstrecken


Die Kupferberger übernahmen den Erstangriff vom oberen Rand des Brandbereiches, während die Kasendorfer Wehr zusammen mit den Wehren aus Zaubach, Zettlitz, Rugendorf, Baumgarten, Kauerndorf und Grafendobrach damit begann, eine weitere Förderstrecke von der Unteren Steinach aus zu legen. Da die Löschwasserversorgung aus den drei Förderstrecken immer noch nicht ausreichte, organisierte man noch einen Pendelverkehr mit den wasserführenden Tank- und Löschfahrzeugen der Wehren Untersteinach, Marktleugast, Kulmbach und Wallenfels nach Schwand und Braunersreuth. Im Einsatz waren zudem die Wehren aus Helmbrechts und Ludwigschorgast.

Kurz von 15 Uhr gab Kreisbrandinspektor Horst Tempel den Befehl "Wasser halt!". Damit war die Übung beendet. In einem ersten Resümee zeigte sich der Einsatzleiter mit dem Ablauf der Großübung zufrieden.


Genug Wasser in der Steinach


Der Wasserstand der Steinach bereitete keine Probleme und reichte trotz der vorausgegangenen langen Trockenheit aus. Für die Löschwasserversorgung wurden insgesamt rund fünf Kilometer B-Leitungen verlegt, hinzu kommt rund ein Kilometer an Strahlrohrstrecken. Es dauerte dann bis weit nach 16 Uhr, bis alle eingesetzten Wehren wieder an ihre Standorte zurückgekehrt waren.

Horst Tempel kündigte an, dass sich alle Wehren zur Nachbesprechung der Übung am Dienstag, 29. September, um 19.30 Uhr im Stadtsteinacher Feuerwehrgerätehaus treffen.

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