Kulmbach

19 Mal die Eins vor dem Komma

Der diesjährige Abiturjahrgang am Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium war klein - aber das Ergebnis war fein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein echtes Kunststück schafften Thomas Hennings und Lena Helgerth: Beide erzielten einen sensationellen Notendurchschnitt von 1,0.
Ein echtes Kunststück schafften Thomas Hennings und Lena Helgerth: Beide erzielten einen sensationellen Notendurchschnitt von 1,0.
+1 Bild

Der Abiturjahrgang 2019 wird in die Geschichte des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums eingehen.

Obwohl das Abitur, vor allem im Fach Mathematik, schon im Vorfeld für Schlagzeilen gesorgt hat, konnten zwanzig von sechzig Schülern eine Eins vorm Komma erreichen. Insgesamt bestand der Abijahrgang 2019 "nur" aus sechzig Schülerinnen und Schülern. 57 haben die Abiprüfung bereits bestanden, ein Schüler muss noch wegen einer Handverletzung nachschreiben.

Insgesamt erreichten die MGFler einen Notendurchschnitt von 2,28. "Das ist eine Top-Leistung", freute sich stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann.

Die Besten der Besten waren Thomas Henning und Lena Helgerth. Beide erzielten die Traumnnote 1,0.

Die Schüler hatten auf einen Abischerz verzichtet, luden stattdessen die Lehrer zu einem gemeinsamen Grillfest ein.

Für manchen Abiturienten war der Weg zum Ziel kein Selbstläufer. Doch jetzt sei ein Etappenziel erreicht, betonte Ulrike Berner vom Elternbeirat. Berner gab den Schülern mit auf dem Weg, kritisch zu sein. "Das Hotel Mama ist jetzt nur noch vorübergehend geöffnet", sagte sie.

Eine überaus charmante Rede hielten die Abiturienten selbst: Klara Frankenberger, Fabian Hahn und Paula Isert ließen die acht Jahre gemeinsame Schulzeit Revue passieren und kamen zu dem Ergebnis: Es war eine gute Zeit!

Schulleiter Horst Pfadenhauer zitierte in seiner Abiturrede Aristoteles: "Bildung ist die süße Frucht aus einer bitteren Wurzel." Diese "süße Frucht" sei nach wie vor sehr viel wert, schließlich haben die Abiturienten den höchstmöglichen Abschluss in der schulischen Bildungslandschaft erreicht.

Doch auch die Charakterbildung sei wichtig. Schon jetzt prophezeien Forscher, dass mittel- und langfristig alle Berufe, die durch Technik ersetzt werden können, auch durch Technik ersetzt werden werden. Übrig bleiben nur Berufe mit Empathie - Berufe, bei denen man sich um etwas kümmert, jemanden umsorgt, ihn pflegt, ihm zuspricht, ihn coacht, ihn bildet oder Berufe, bei denen man jemanden hilft, Probleme zu lösen. "Bildung ist die Befähigung zu einem gedankenreichen und hoffentlich erfüllten Leben, nicht genau die Anpassung an den Arbeitsmarkt", so der Schulleiter.

Die Abiturfeier, die in der Zweifachturnhalle der Schule stattfand, wurde vom Blechbläsersenemble des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums unter der Leitung von Hubertus Baumann musikalisch umrahmt.

Die Besten: Thomas Henning, Lena Helgerth (beide 1,0); Fabian Hahn, Markus Deichsel (beide 1,1); Ludwig Bordfeldt, Leonie Feick (beide 1,3); Benedikt Rief (1,4), Felicitas Feick (1,5).

Außerdem hatten eine Eins vorm Komma: Fabian Pomper, Nicklas Kolb, Fabien Leichenring, Christian Ködel, Klara Frankenberger (1,6), Darius Rathmann, Rebecca Turbanisch, Konrad Friedrichs (alle 1,7), Christoph Sesselmann, Katrin Schwarz und Dominik Müller (alle 1,9).

Besondere Ehrungen: Abiturientenpreis der Gesellschaft deutscher Chemiker und der Deutschen Mathematikervereinigung für Lena Helgerth. Abiturientenpreis der Gesellschaft deutscher Chemiker für Thomas Henning. Den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft bekam Dominik Müller.

Fabian Hahn wurde mit dem Biologie-Zukunftspreis geehrt.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren