Beikheim
Verkehr

Zwischen Theisenort und Beikheim: "Fliegender" Kleintransporter nicht der erste Unfall auf gesperrter Straße

Es ist schon der dritte Unfall, den die Kronacher Polizei zwischen Theisenort und Beikheim registriert. Auf einer Straße, auf der niemand fahren darf.
Artikel drucken Artikel einbetten
Am Samstagmorgen verunglückte zwischen Beikheim und Theisenort ein Kleintransporter. Am Auto entstand Totalschaden, der Fahrer kam ins Klinikum Kronach. Foto: Polizei Kronach
Am Samstagmorgen verunglückte zwischen Beikheim und Theisenort ein Kleintransporter. Am Auto entstand Totalschaden, der Fahrer kam ins Klinikum Kronach. Foto: Polizei Kronach

"Wir könnten uns dort 24 Stunden rund um die Uhr hinstellen und würden Hunderte erwischen", sagt Matthias Rebhan, Dienstgruppenleiter der Kronacher Polizei, über die Begleitumstände der Baustelle auf der Staatsstraße 2200 zwischen Theisenort und Beikheim. "Die Umleitung ist doch einige Kilometer länger und da ignorieren einige einfach die Absperrung."

Der spektakuläre Unfall vom Samstagmorgen ist nicht der erste, den die Polizei auf der eigentlich seit 2. August gesperrten Strecke feststellen musste.

Gleich in den ersten Tagen der Baustelle krachte es, als bei der Abbiegung bei Beikheim ein Fahrer nicht damit rechnete, dass aus der Baustelle ein Auto kommen könnte.

Und vor Kurzem erst machte ein Autofahrer Schlagzeilen, der in ein Fräsloch fuhr, sich dabei verletzte und sein Auto stark beschädigte.

Unfall mit "fliegendem" Kleintransporter: Hier geht es zum Text und weiteren Bildern

"Mir wäre die Sorge um mein Auto zu groß", sagt Matthias Rebhan. Doch immer wieder kommt es vor, dass Lücken in den Absperrungen zum Durchfahren genutzt werden. "Die Bauarbeiter verrutschen die Schilder, um selbst mit ihren Fahrzeugen durchzukommen. Das nutzen die Fahrer aus. Die Baustelle ist gut frequentiert."

Über die Feld- und Radwege

Doch nicht nur die gesperrte Strecke selbst hält die Polizei auf Trab. Viele Ortskundige umgehen die ausgeschilderte Umleitung, indem sie verbotenerweise über Flurbereinigungs- und Radwege rund um Schmölz abkürzen.

"Dann beschweren sich die Pkw, die dort eigentlich gar nicht fahren dürften, dass die Radfahrer zu langsam sind", erzählt Polizist Rebhan.

Die Kronacher Polizei hat dort verstärkte Kontrollen eingeführt. Am 21. und 22. August etwa wurden auf den Ausweichstrecken in nur einer Stunde jeweils rund 20 Fahrzeuge angehalten. "Sie werden verwarnt und müssen 20 Euro zahlen", erläutert Rebhan. "Wir sind vor Ort präsent."

Die Bauarbeiten auf der Strecke dauern noch bis Anfang September.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren