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Kronach
Projekttag

Zwischen Kloßteig und Bühnenstrahler

Rund 50 Schüler der Maximilian-von-Welsch-Realschule haben sich in der Gastronomie und der Veranstaltungstechnik ausprobiert. Daniel Fiedler, technischer Leiter der Kronacher Faust-Festspiele, verriet ihnen ein Geheimnis.
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Die Schüler ließen sich die Technik der Faust-Festspiele genau erklären. Fotos: Jan Koch
Die Schüler ließen sich die Technik der Faust-Festspiele genau erklären. Fotos: Jan Koch
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Die Achtklässlerinnen Elena Götz und Elisa Neubauer stehen hinter der Theke des Antla in der Oberen Stadt und polieren Besteck. "Vorhin haben wir die Tische dekoriert und gedeckt", sagt Elena.

Gemeinsam mit rund 50 Schülern der Maximilian-von Welsch-Realschule (RS I) war für die beiden am vergangenen Donnerstag Projekttag angesagt. Schauen, wie es sich anfühlt als Zimmermädchen, Koch, Bedienung - oder Techniker bei den Kronacher Faust-Festspielen. Der Praxisschock ist ihnen nicht fremd, denn alle sind Mitglied der schuleigenen "Schülerfirma", in der die rund 50 Schüler neben dem Unterricht arbeiten. Es gibt zwei technische und eine gastronomische Gruppe namens "Hobbyküche". Deren rund 30 Mitglieder bereiten beispielsweise Häppchen vor, fast wie ein richtiges Catering-Unternehmen, die Techniker produzieren unter anderem kleinere Videos.
Dennoch: In einem echten Unternehmen hinter die Kulissen schauen zu können, das lassen sie sich nicht entgehen.

Während Elena und Elisa die Tische eindecken sind die anderen Mitglieder der Hobbyküche im ganzen Haus im Einsatz: Zimmer sauber machen, Geschirr abspülen und das Essen zu den Gästen bringen, derweil andere Schüler in der Küche dafür sorgen, dass der Kloß-Nachschub nicht abreißt.

Die Gastronomen bereiten das Mittagessen vor, die 17 Techniker lassen sich in der Zwischenzeit von Daniel Fiedler, technischer Leiter der Faust-Festspiele, die Bühnentechnik erklären. Fiedler verrät ihnen sogar, dass dieses Jahr zehn Minuten vor der zweiten Galapremiere der Strom ausfiel. Den Schuldigen, ein Kühlgerät, habe er aber rechtzeitig entdeckt.

Die Schüler sollen Erfahrungen sammeln, erklären die Lehrer Matthias Klinke und Jutta Dietzel. Mitunter können die nützlich sein, wie für Elisa Neubauer. Sie ist sich nach einem Vormittag voller Arbeit im Service immerhin sicher, dass der Beruf nichts für sie ist.

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