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Zwei neue Läden und ein Umzug in Kronachs Innenstadt

In der Kronacher Innenstadt tut sich wieder etwas. Ein neues Geschäft eröffnet, ein anderes wechselt in einen leer stehenden Laden. Zudem wurde eine Nachfolgelösung für eine Bäckerei-Filiale in der Kreisstadt gefunden.
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Der frühere Juwelierladen (links, vorne) und die ehemalige Marien-Apotheke (rechts, bei den Bögen) bekommen bald neue Nutzungen. Foto: Marco Meißner
Der frühere Juwelierladen (links, vorne) und die ehemalige Marien-Apotheke (rechts, bei den Bögen) bekommen bald neue Nutzungen. Foto: Marco Meißner

Das Thema "Leerstände" beschäftigt die Gemeinden im Frankenwald seit Jahren intensiv. Die Kreisstadt ist da keine Ausnahme. Aber es geht nicht nur um Geschäftsaufgaben. Immer wieder tun sich auch Lichtblicke auf. In Kronach schließen sich gerade zwei Lücken. Außerdem gibt es einen Umzug im Stadtkern.

Dass er ein Händchen für das künstlerische Gestalten hat, ist Salem Alnabulsi anzusehen, auch wenn er momentan nur mit einem Cuttermesser durch Styropor schneidet. Was dabei herauskommt, ist beeindruckend. In der Mitte zeichnet sich das Kolosseum ab. Rechts daneben stechen der Eifelturm und eine holländische Windmühle heraus. Und ganz links hat er seine jetzige Heimat in dem Relief verewigt: Kronach.

Seit drei Jahren lebt der gebürtige Syrer Alnabulsi in Deutschland, seit zwei Jahren in Kronach. Das erzählt er in beinahe fließendem Deutsch. "Ich kann fünf Sprachen", berichtet der frühere Kunstlehrer, während er die europäischen Sehenswürdigkeiten in seinem künftigen Geschäft zeigt und immer wieder daran "schnitzt". Dort, gegenüber der Weka im früheren Juweliergeschäft Hoderlein, will er seinen Beruf wieder in die Tat umsetzen und gleichzeitig einen Treffpunkt schaffen. Nach Ausstellungen in der Sparkasse und im Landratsamt will er seine Kunstwerke nun in einem eigenen Café präsentieren und verkaufen. Anfang Oktober soll es bereits losgehen. Seine Palette an Kunstwerken umfasse eine große Bandbreite an Techniken, versichert er.

"Mein Gedanke ist eine Kunstgalerie, in der es Kaffee und orientalische Süßigkeiten gibt. Dazu soll es auch andere orientalische, aber ebenso deutsche Getränke geben", erklärt er. Immer wieder will er seine künstlerischen Werke austauschen. "Ich hoffe, das ist eine gute Idee", sagt er und schmunzelt. Doch jetzt muss er erst einmal der Innenausstattung den letzten Schliff geben.

Gleich um die Ecke geht eine weitere Veränderung in Kronachs Geschäftswelt vonstatten. Der Friseurladen "Hairkiller" wechselt die Straßenseite - und dazu gleich noch seinen Namen und sein Erscheinungsbild. "Wir haben genug Haare gekillt, wir sind jetzt ,Haarverliebt‘", sagt Mitinhaberin Carola Beez.

Neuer Ort, neuer Name

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Der Laden wird seine angestammten Räume bald verlassen und unter dem neuen Titel in der ehemaligen Marien-Apotheke eröffnen. Der Neustart ist für den 2. November vorgesehen. "Wir haben in Kronach gute Erfahrungen gemacht", blickt Beez zurück. Deshalb wollte man auch in der Innenstadt bleiben. "Und da lassen wir jetzt die Marien-Apotheke wieder aufleben." Wie es mit den bisherigen Hairkiller-Räumen weitergehen wird, dazu konnte Beez keine Auskunft geben.

Auch am Kreuzberg lebt ein Geschäft wieder auf. Die Filiale der Bäckerei Lenker wurde dort nicht mehr weitergeführt. Eine Nachfolge wurde allerdings schnell gefunden. Die Backstube Willi Müller aus Neufang hat bereits vor Kurzem den Betrieb aufgenommen.

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