Kronach
Kronach leuchtet

Kronach leuchtet: Zwei Kilometer im Lichtschein durch Kronach

In acht Wochen wird sich das Gesicht Kronachs verwandeln. Dann findet zum 14. Mal "Kronach leuchtet" statt. Die Eckpunkte stellten die Planer nun vor.
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Im vergangenen Jahr lockte "Kronach leuchtet" weit über 100 000 Interessierte zum flanieren in die Obere Stadt. Foto: Archiv/Marian Hamacher
Im vergangenen Jahr lockte "Kronach leuchtet" weit über 100 000 Interessierte zum flanieren in die Obere Stadt. Foto: Archiv/Marian Hamacher

Auch 2019 erfindet sich das stetig wachsende Event "Kronach leuchtet" neu. Nicht nur die Zahl der Lichtpunkte auf dem rund zwei Kilometer langen, diesmal recht ebenen Lichtweg steigt erneut. Auch das Angebot, die Lichtmeile in der Innenstadt zu erreichen wird ausgeweitet. Erstmals werden Shuttlebusse die Besucher bequem ins Herz der Crana chauffieren.

Die Runde beginnt an der Kronach-Allee

An der Spitalbrücke und der Kronach-Allee beginnt heuer für die Besucher die Runde durch das Lichtermeer. Weiter führt der Weg über den Herrenmühlsteg und die Christuskirche zur Strauer Straße. Anschließend führt die Route weiter auf den Marktplatz in der Oberen Stadt.

"Zum ersten Mal setzen wir Shuttlebusse ein", erklärt Projektleiter Markus Stirn eine Weiterentwicklung des Festivals auch abseits der Lichtkunst. Weil inzwischen viele Besucher bereits weit außerhalb der Innenstadt parken und dann zum Beispiel durch das dunkle Landesgartenschau-Gelände laufen müssen, wurde für die Veranstaltung im Jahr 2019 reagiert. Etwa im 30-Minuten-Takt soll der Weg für einen Euro pro Fahrt erleichtert werden (siehe Infokasten).

Wer die Innenstadt erreicht, soll dann an den beinahe 90 Lichtpunkten für sein Kommen belohnt werden. "Wir bieten Licht in allen Formen - als Eventbeleuchtung, als Kunstwerke und natürlich als Architekturbeleuchtung", garantiert Pressesprecherin Oda Gräbner. Für sie ist es fast unglaublich, wie es gelingt, "in Kronach so ein Ding auf die Beine zu stellen und über all die Jahre das Niveau zu halten". Der Vorsitzende des initiierenden Vereins Kronach Creativ, Rainer Kober, ergänzt: "Wir haben ,Kronach leuchtet‘ inszeniert, weil wir etwas voranbringen, eine Aufbruchstimmung erzeugen wollten. Dieser Stimmungsumschwung bei den Menschen ist erreicht - und ,Kronach leuchtet hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet."

Umso mehr hoffen die Verantwortlichen im Gegenzug wieder auf die Unterstützung der Besucher - 140 000 waren es im Jahr 2018 - durch Spenden. Denn auch wenn etwa 5000 ehrenamtliche Stunden von circa 140 Helfern geleistet werden, ließe sich ein solches Großprojekt ohne eine finanzielle Anerkennung nicht stemmen.

Kleiner Vorgeschmack

Ein künstlerischer Höhepunkt im Programm von "Kronach leuchtet" soll Hugo Vrijdags Projekt werden, das Schwingen über die Köpfe ziehen lassen wird. Sabine de Schutter wird in einem Lichtspiel die Dreidimensionalität aufgreifen. Politisch wird es beim Thema "30 Jahre Mauerfall". Schließlich verspricht Markus Stirn, "werden uns auch wieder Flößer begegnen". Ein Flößermotiv war 2016 der Renner beim Publikum. "Die neue Installation wird noch beeindruckender", versprechen die Organisatoren schon jetzt. Aber auch interaktive Stationen dürfen nicht fehlen.

Im vergangenen Jahr vermisst, wird heuer die Lichtshow in die katholische Stadtpfarrkirche zurückkehren. Am zweiten Wochenende gibt es zudem wieder die "Lange Nacht der Kirchen" und die lange Einkaufsnacht. Außerdem wird die Stadtpfarrkirche, ebenso wie die beiden Bühnen auf dem Lichtweg, ein breites Programm "handgemachter" Musik bieten.

Marktplatz ist Herzstück des Festivals

Herausgehoben wird auch das Herzstück des Festivals, der Marktplatz am Rathaus. Alle fünf Minuten soll er sich in einem anderen Licht präsentieren. "So etwas hatten wir in dieser Größenordnung noch nicht", stellt Stirn fest und freut sich schon auf überraschte und hoffentlich begeisterte Blicke.

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