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Kronach
Faust-Festspiele

Zum ersten Mal wurde am Nachmittag gespielt

Am Sonntag gab es bei den Faust-Festspielen erneut eine Premiere. Zum ersten Mal gab es nämlich eine Vorstellung an einem Nachmittag.
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Zum ersten Mal wurde am Nachmittag gespielt. Foto: Archiv/Rinklef
Zum ersten Mal wurde am Nachmittag gespielt. Foto: Archiv/Rinklef
Obwohl am Sonntag nicht zum ersten Mal "Der eingebildete Kranke" bei den Faust-Festspielen aufgeführt wurde, so gab es dennoch erneut eine Premiere. Diese betraf weniger den Inhalt als vielmehr die Uhrzeit, zu der ein Stück aufgeführt wurde. Zum ersten Mal gab es nämlich ab 16 Uhr eine Nachmittagsvorstellung zu erleben - eine weitere Maßnahme, um die Faust-Festspiele attraktiver zu gestalten.


Als eigene Marke profilieren

Rund 360 Zuschauer wollten das Stück am Sonntag sehen. "Die Auslastung lag bei gut 50 Prozent. Für den Anfang ist das ganz gut", betonte Tourismusleiterin Kerstin Löw, die sich für die Zukunft eine weitere Verbesserung erhofft.
"Im Zuge unseres Gesamtmarketingkonzepts müssen wir sehen, dass wir diese Familienaufführungen als eigene Marke noch besser profilieren." Insgesamt ist die Tourismusleiterin mit der bisherigen Saison zufrieden. "Wir sind im Moment guter Dinge. Man kann sagen, dass der Abwärtstrend gestoppt ist." Dennoch müsse man natürlich erst die restlichen Spieltage abwarten.

Zufrieden ist auch Festspielleiter Daniel Leistner: "Im Moment läuft alles wirklich spitze. Die Ränge sind besser gefüllt als letztes Jahr", betont Leistner, dem natürlich auch das herrliche Sommerwetter in die Karten spielt. "Wir hatten noch nie ein so gutes, stabiles Sommerwetter." Zusätzlichen Schwung erhofft sich Leistner von den Nachmittagsaufführungen. "Das muss sich noch etwas rumsprechen." Ganz ohne Bedenken gingen die Planungen im Vorfeld wohl nicht über die Bühne, musste doch das Leben auf der Festung an einem Sonntagnachmittag, an dem im Normalfall reger Publikumsverkehr herrscht, zur Ruhe kommen. "Das hat aber super geklappt", gilt der Dank Leistners nicht zuletzt dem Festungspersonal: "Die Zusammenarbeit war perfekt", betont der Festspielleiter, für den gemeinsam mit seinem Team ein reibungsloser Spielbetrieb möglich war.

Dass an einem Nachmittag ein Sonnenuntergangsambiente ebenso wenig möglich ist wie das Spiel mit künstlicher Beleuchtung, liegt in der Natur der Sache. "Bei der Komödie kommt das eh nicht so zum Tragen. Das ist dann auch kein Problem", verdeutlicht Leistner. Anders sähe es allerdings bei anderen Stücken aus: "Faust würde ich beispielsweise nie am Nachmittag spielen" - muss er ja auch nicht.


Attraktiver für Busunternehmen

Gefreut hat er sich über die Tatsache, dass am Sonntag ein Bus mit Gästen vor Ort war - ein Aspekt, der in der Zukunft ebenfalls stärker zum Tragen kommen soll. Es werden Nachmittagsveranstaltungen auch deshalb angeboten, um die Festspiele für Reiseveranstalter attraktiver zu machen. "Ich bin dankbar, wenn das ein Unternehmen anbietet", betont Leistner und erhofft sich auf diesem Gebiet weitere Steigerungen.


Heiratsantrag

Einen seltenen Höhepunkt erlebten indes die Zuschauer am vergangenen Freitag, als die Zuschauer Zeugen eines Heiratsantrages wurden - immerhin schon der dritte seit Bestehen der Festspiele. "Am Ende einer Komödie wird ja immer geheiratet", amüsiert sich Leistner auch noch einige Tage danach. Bereits im Vorfeld sei der vermeintliche Bräutigam auf ihn zugekommen und habe gefragt, ob die Faust-Festspiele als Bühne für seinen Heiratsantrag dienen könnten. Leistner hatte nichts dagegen, als der Bräutigam am Ende des Stückes vortrat und seine zukünftige Frau den Antrag annahm: "Da war natürlich eine Bombenstimmung", berichtet der Festspielleiter und zeichnet damit aus heutiger Sicht ein Spiegelbild der aktuellen Situation der Faust-Festspiele.


Verlosung

Der FT verlost in Zusammenarbeit mit den Faust-Festspielen 10x2-Eintrittskarten für die Komödie "Der eingebildete Kranke". Die Aufführung findet am Donnerstag, 15. August, statt. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, sendet seinen kompletten Namen plus Telefonnummer per E-Mail an redaktion.kronach@infranken.de. Einsendeschluss ist Freitag, 9. August. Die Gewinner werden telefonisch benachrichtigt.

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