Kronach
Kommunalwahl

"Zukunft Kronach": Neue Liste sucht Weg ins Rathaus

Wenn die Kronacher Wähler im März 2020 zur Urne gehen, werden sie mit "Zukunft Kronach" möglicherweise eine neue Gruppierung auf dem Stimmzettel vorfinden.
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Auch online frisch am Start: Die Wählergemeinschaft "Zukunft Kronach" wirbt seit ein paar Tagen auf Facebook für sich.  Screenshot: Marco Meißner
Auch online frisch am Start: Die Wählergemeinschaft "Zukunft Kronach" wirbt seit ein paar Tagen auf Facebook für sich. Screenshot: Marco Meißner
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Wohin führt die Reise der Stadt Kronach nach der Kommunalwahl 2020? Martin Panzer befürchtet, in eine Sackgasse, bei einer Fortsetzung der bisherigen Stadtpolitik. Sein Credo: Probleme müssen nicht nur erkannt, sondern auch Lösungen dafür umgesetzt werden. Das geschieht seiner Einschätzung nach zurzeit zu selten. Deshalb will er die neue Wählergemeinschaft "Zukunft Kronach" zur Stadtratswahl im kommenden März an den Start bringen.

Panzer geht bei der Gründung der Wählergemeinschaft zusammen mit Daniel Götz voran. Allerdings betont er, dass es noch viele Gleichgesinnte um sie herum gibt. Am Ziel ist die neue Wählergemeinschaft noch nicht, doch schon ein gutes Stück weit auf dem Weg. Derzeit seien noch die bürokratischen Hürden zu überwinden, um eine Liste für die Kommunalwahl aufzustellen, sagt Panzer, ist dafür aber zuversichtlich. Doch warum hält er ein neues Angebot für die Kronacher Wähler überhaupt für notwendig? "Irgendwie kann's so nicht weitergehen!", meint er. Panzer vermisst in vielen Bereichen der Stadtpolitik die Aktivität; die Probleme müssten "angegriffen" werden.

Mehr Transparenz

Es fehle auch an Transparenz. "Was bedeuten die Beschlüsse? Was läuft hinter den Kulissen?" Er verlangt von einem Stadtratsgremium eine bessere Kommunikation mit den Bürgern. "Wir müssen die Menschen mehr ins Boot holen."

Wie sieht sich "Zukunft Kronach" thematisch aufgestellt? Panzer sagt: "Es geht um alles!" Lösungen für die Leerstände müssten gefunden werden. Vor allem dürften in der Stadt keine weiteren Geschäftsaufgaben dazukommen. Dies würde eine Kettenreaktion auslösen: weniger Geschäfte, weniger Besucher, weniger Kunden für die Gastronomie ... Kronach müsse wieder stärker belebt werden. Und bei diesem Thema müsse sich die Stadt auch an die eigene Nase fassen und ihre leerstehenden Gebäude in Schuss bringen.

Konkrete Beispiele

Events wie "Kronach leuchtet" müsse eine Nachhaltigkeit verliehen werden, ehe sie von anderen Städten abgekupfert werden. Die Wohnungsnot müsse bekämpft werden. Verbesserungen brauche es im Hinblick auf das ehemalige Landesgartenschau-Gelände und das Schwimmbad. "Das sind keine neuen Sachen", räumt Panzer ein. "Aber wir müssen endlich Lösungen finden." Seit Jahren werde nur darüber geredet.

Und wie sieht sich "Zukunft Kronach" politisch aufgestellt? Die Wählergemeinschaft will laut Panzer durch Unabhängigkeit überzeugen. So könne man viele Dinge hinterfragen und auch den Blickwinkel der Bürger sowie anderer politischer Gruppierungen im Gremium einnehmen. Denn eines ist für Panzer klar: "Wir wollen mit den anderen zusammenarbeiten."

Alternative zur Alternative

Neben "Zukunft Kronach" plant mit der AfD eine weitere Partei, erstmals für den Kronacher Stadtrat zu kandidieren. Panzer erhofft sich jedoch, dass politikverdrossene Kronacher in seiner Wählergemeinschaft nun eine bessere Alternative für ein erfolgreiches Kronach sehen. Dafür soll eine Liste zusammengestellt werden, die dem Wähler ein gutes Angebot bietet. Interesse an einer Kandidatur sei jedenfalls schon von mehreren Personen signalisiert worden. Nun soll eine Aufstellungsversammlung vorbereitet werden.

Und was ist mit dem Bürgermeistersessel? Panzer stellt fest: "Erstmal werden wir uns auf die Kandidatenliste konzentrieren. Aber es gibt sicher viele interessante Personen, die dieses Amt ausfüllen könnten."

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