Kronach
Wohngipfel

Zügig 200 neue Wohnungen für Kreis Kronach

Es gibt Engpässe beim Wohnungsangebot im Landkreis. Deshalb holen Landrat Klaus Löffler und MdL Jürgen Baumgärtner die Akteure an einen Tisch.
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Bei der Schaffung von Wohnraum gibt es im Landkreis Kronach Nachholbedarf. Foto: Marco Meißner/Archiv
Bei der Schaffung von Wohnraum gibt es im Landkreis Kronach Nachholbedarf. Foto: Marco Meißner/Archiv

Landrat Klaus Löffler und der CSU-Landtagsabgeordnete Jürgen Baumgärtner starten eine Initiative für den Wohnungsbau im Landkreis Kronach. Hintergrund ist die vom Landkreis Kronach in Auftrag gegebene "Wohnraumbedarfsanalyse für den Landkreis Kronach" der Empirica AG, die Engpässe beim Wohnungsangebot, vor allem bei Mietwohnungen und Wohnangeboten im Alter feststellt.

Hinzu kommt laut Analyse eine qualitative Zusatznachfrage von Haushalten, die ihre Bedürfnisse nicht im Bestand realisieren können oder wollen: Sie fragen Neubauobjekte nach sowohl im Mehrfamilienhausbau als auch als Eigenheime. Diese Herausforderung werden Landrat Klaus Löffler und Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner in den Mittelpunkt des geplanten Kronacher Wohnbaugipfels stellen, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Abgeordnetenbüro.

Beitrag zu attraktiver Region

"Ziel ist es, dass wir zügig 200 Wohnungen schaffen. Deswegen wollen wir die gestaltenden Akteure der Region an einen Tisch bringen, um den Bau und den Ausbau von Wohnraum im Landkreis voranzubringen", erklärt der Stimmkreisabgeordnete. "Eine Region ist nur dann attraktiv für Einheimische und Zuziehende, wenn dort ausreichend qualitativer sowie bezieh- und bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Damit Kronach sich zu einer lebendigen Hochschulstadt entwickelt, müssen wir mehr Wohnraum schaffen", verdeutlicht der Landrat.

Die Analyse der Empirica AG schätzt das zukünftige Neubaupotenzial aus Nachfragesicht auf 80 bis 100 Wohneinheiten pro Jahr, empfiehlt aber auch die Bestandsaktivierung. Deshalb werden der Landrat und der Landtagsabgeordnete eine umfangreiche Wohnbauinitiative ins Leben rufen, die mit dem ersten Kronacher Wohnbaugipfel startet.

"Um zügig 200 Wohnungen in den nächsten zwei Jahren zu realisieren, brauchen wir das Engagement aller gestaltenden Akteure in der Region - von den Bürgermeistern über die Bauwirtschaft und private Investoren bis hin zu Genossenschaften und Verbänden. Daher wollen wir sie alle beim Wohnbaugipfel zusammenbringen, denn nur gemeinsam können wir diese Aufgabe schultern", erklären Löffler und Baumgärtner.

Die Analyse der Empirica AG identifiziert neun zentrale strategische Handlungsfelder für den Wohnungsmarkt: Leerstandsmanagement, Wiederverkauf von Eigenheimen im Bestand, Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern, Neubau von Eigentumswohnungen, Neubau- und Bestandsaktivierung von Mietwohnungen, (altersgerechte) Modernisierung von Wohnraum, Versorgung mit zeitgemäßem preiswerten Wohnraum, Wohnformen im Alter, Koordinierung, Begleitung und Vernetzung.

Außerdem betont der Landtagsabgeordnete: "Der Freistaat Bayern hat in diesem Jahr Mittel für die Wohnraumförderung auf Rekordniveau verabschiedet und investiert bis 2020 rund 800 Millionen Euro. Damit der Landkreis Kronach bestmöglich davon profitieren wird, brauchen wir ein solides Konzept für weiteren Wohnraum."

Förderinstrumente

Der Freistaat unterstützt die Schaffung von Wohnraum mit Hilfe von verschiedenen Instrumenten, darunter die Städtebauförderung, das bayerische Wohnungsbauprogramm, das Kommunale Wohnraumförderungsprogramm, das bayerische Modernisierungsprogramm, das Zinsverbilligungsprogramm und die Förderung von Wohnraum für Studierende.

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