Kronach
Ausflugsziel

Zu Ostern den Kreis Kronach auf dem Rad erleben

Die Osterferien haben gerade begonnen, die Zeit für Fahrradtouren kommt in ihrem Schlepptau. Wir geben Tipps für den Start in die Radsaison.
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Wenn das Rad fit gemacht ist, steht einer Oster-Tour nichts mehr im Wege. Foto: Alexandra Stolze
Wenn das Rad fit gemacht ist, steht einer Oster-Tour nichts mehr im Wege. Foto: Alexandra Stolze
Es muss nicht immer ans Meer oder in die Berge gehen, wenn man in den Ferien vom Alltag abschalten will. Manchmal liegt das Familienglück nur wenige Pedaltritte von der eigenen Haustür entfernt. Für jeden, der in den kommenden Tagen einen Fahrradausflug für Groß und Klein unternehmen möchte, hat Michael Kestel, Kreisvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), auf unsere Anfrage hin eine reizvolle Ostertour zusammengestellt.

"Es ist kein großer Berg dabei", weist Kestel darauf hin, dass die Strecke für Radler ab zehn Jahren geeignet ist. Wenn die Kinder auf dem Rad schon gut geübt seien, funktioniere die Tour durchaus auch schon für Achtjährige. Nur einen nennenswerten Anstieg bei Stockheim gelte es zu bewältigen.

"Man trifft sich zum Start beim Bauhof in Kronach. Dort sind auch Parkplätze vorhanden", erklärt Kestel. Auf dem Radweg geht es zunächst nach Knellendorf.
Dort führt die Route durch die Unterführung zum Gedenkstein für die Häftlinge des KZ-Außenlagers. Die Weiterfahrt durch Gundelsdorf kann für eine erste Einkehr genutzt werden. Am Bahndamm entlang wird um den Weiher herum nach Haßlach bei Kronach gefahren. Dann geht es das Haßlachtal hinauf nach Stockheim bis hin zum ehemaligen Bergwerk. Auch dort besteht eine Einkehrmöglichkeit.


Zeche und Kirche
Nachdem Neukenroth erreicht ist, geht es wieder in Richtung Süden durch Wolfersdorf nach Reitsch. "Interessierte können zur alten Büttnerszeche abbiegen", gibt Kestel einen Tipp für einen Zwischenstopp. In Glosberg wartet anschließend die Wallfahrtskirche auf Besucher. Und auch dort besteht eine Einkehrmöglichkeit.

Die Tour wird in Richtung Gundelsdorf fortgesetzt. "Dieser Teil der Straße ist vom Verkehr nicht stark belastet", versichert der ADFC-Kreisvorsitzende. Dann geht es zurück in die Kreisstadt, wo die 24,6 Kilometer lange Fahrt am Ausgangspunkt endet. 95 Prozent der Strecke sind asphaltiert.


Hinweise der Polizei
Tipps Polizeihauptkommissar Georg Pabstmann von der Polizeiinspektion Kronach sagt, was Radfahrer im Straßenverkehr beachten sollten.

Radweg Ein Radfahrer sollte, die Radwege benutzen, sofern auf seiner Strecke welche vorhanden sind. So müssen nicht die Straßen oder gar Fußgängerwege befahren werden. Bis Achtjährige müssen Gehwege nutzen, wenn kein Radweg da ist, bis Zehnjährige dürfen es, für Ältere sind Radwege tabu.

Einbahnstraße Man sollte nie mit seinem Fahrrad entgegen der Einbahnstraße fahren, um eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug zu vermeiden. Nur in eigens dafür gekennzeichneten Einbahnstraßen ist das zulässig. Im Landkreis gibt es nur eine solche Straße in Kronach (im Pfählanger) und eine in Neukenroth.

Alkohol Vor dem Fahren sollte man keinen Alkohol trinken. Ab 1,6 Promille gilt ein Radler als nicht mehr fahrtüchtig. Aber auch mit weniger Alkohol im Blut kann es brenzlig werden, wenn es zum Beispiel einen Unfall gibt. Sogar eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) kann alkoholisierten Radlern drohen.

Kleidung Beim Fahren wird von dunkler Kleidung abgeraten. Außerdem muss in der Dunkelheit die Beleuchtung eingeschaltet werden.

Zebrastreifen Radfahrer dürfen keinesfalls über den Zebrastreifen fahren. Es ist besser, abzusteigen, zu schauen ob ein Auto kommt und das Rad hin überzuschieben.

Telefonieren Während man fährt darf nicht telefoniert werden. Wenn man von der Polizei erwischt wird, droht dem Fahrer eine Geldbuße von 25 Euro.

Helm Der beste Tipp für eine sichere Fahrradtour ist, bei jeder Fahrt den Helm aufzusetzen. Denn die Unfälle, bei denen die Radler keinen Helm tragen, enden meistens schlimm.



Worauf muss man am Rad achten?
Das kalte und ungemütliche Wetter hat der Frühlingssonne Platz gemacht, und die Osterferien stehen vor der Tür. Das freut viele Fahrradfahrer, die endlich ihr Rad wieder aus dem Keller holen können. Doch bevor sie auf Drahtesel steigen, müssen sie ein paar Tipps beachten, um sich und ihre Mitmenschen nicht in Gefahr zu bringen.

Hans-Stefan Dennewill, Geschäftführer Technik bei der Firma Radsport Dressel in Kronach, hat uns erklärt, wie man sein Fahrrad wieder frühjahrstauglich machen kann.

1. Anfangs sollten auf jeden Fall der Luftdruck und das Reifenprofil überprüft werden. Dabei sollten die Radler darauf achten, dass jedes Fahrrad einen anderen Luftdruck benötigt. Der Druck beim Mountainbike liegt bei 2 bis 2,5 Bar und beim Rennrad sogar bei 8 bis 10 Bar. Beim Profil ist es jedoch nicht so kompliziert. Hier muss man lediglich darauf aufpassen, dass es nicht abgefahren ist.

2. Ein weiterer Punkt ist das Ölen der Ketten, um den Verschleiß zu verringern. Die Kette sollte beim regelmäßigen Fahren zudem alle 14 Tage überprüft werden. Denn schon bei einer einzigen Fahrt im Regen kann das Öl abgewaschen werden. Außerdem sollte man ein spezielles Fahrradkettenöl verwenden. Andere Öle sind für diesen Gebrauch höchstens als Notlösung geeignet.

3. Danach ist es wichtig, die Bremsen zu überprüfen. Auch die Bremsbeläge können vom vergangenen Jahr noch verschlissen sein oder beim Fahren sogar in die Speichen des Rades geraten, wenn ihre Ausrichtung nicht mehr passt. Außerdem dürfen sie auf keinen Fall abgefahren sein. Nicht mehr funktionierende Bremsen, können im schlimmsten Fall zu schweren Unfällen führen.

4. Abschließend muss man die Schrauben nachziehen. Das ist sehr wichtig. Zu kontrollieren sind hierbei besonders die Schrauben der Pedale, des Lenkers und des Sattels. Wenn jemandem das nötige Werkzeug fehlt, sollte er die Kundendienste des Fahrradfachhandels in Anspruch nehmen. Wenn alle diese Tipps eingehalten werden, steht der ersten Radtour nichts mehr im Weg.






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