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Kronach
Fussweg

Wurde bei der Erneuerung der Unterführung zum Kronacher Schützenplatz gepfuscht?

Auf dem unterirdischen Fußweg zwischen der Alten Ludwigstädter Straße und dem Schützenplatz fließt das Wasser nicht ab. Vertreter der Stadt und der Bahn können beruhigen - die Bauarbeiten sind schlichtweg noch nicht abgeschlossen.
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In der neuen Bahnunterführung zwischen dem Schützenplatz und der Alten Ludwigstädter Straße steht das Wasser. Die Pfütze ist zwar nicht tief, sie nimmt aber trotzdem einen Großteil des Bodens ein. Wer nicht hineintreten will, muss balancieren.

Im vergangenen Jahr war die Unterführung, die nicht nur als Fußweg, sondern auch als Kontrollschacht für den Seelabach dient, für mehrere Wochen gesperrt. "Der Grund für die aktuelle Baumaßnahme ist das Alter der über die Unterführung führenden Eisenbahnbrücke. Sie wird komplett erneuert", teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn dem Fränkischen Tag vor knapp einem Jahr mit. Gerade weil die Bauarbeiten in diesem Winter eingestellt wurden, wundert sich der eine oder andere Fußgänger derzeit sicher über das nicht abfließende Wasser.

Dieter Krapp, Mitarbeiter des Ordnungsamts der Stadt Kronach, kann beruhigen: "Die Unterführung ist noch nicht fertiggestellt, die letzten Baumaßnahmen starten Ende März und werden etwa vier Wochen dauern." Für die Ruhephase der Arbeiten, die Mitte September losging, wurde der unterirdische Fußweg ausschließlich begehbar gemacht. Dass das Wasser steht, ist völlig normal.

Bauarbeiten werden fortgesetzt

"Der Fußbodenbelag und Pumpensümpfe, also Schächte, in denen dauerhaft Pumpen installiert werden, werden noch eingebaut", berichtet Krapp. Außerdem wird der Abschluss zur Bundesstraße noch gepflastert und die Ampel entsprechend dem Ausgang aus der Unterführung versetzt.

Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage mitteilte, werden die Bauarbeiten bereits in der kommenden Woche fortgesetzt. Die Unterführung wird für den Personenverkehr gesperrt. "Derzeit steht noch Wasser, weil die Fugen noch einmal abgedichtet werden müssen und die Pumpen für die Entwässerung noch nicht installiert beziehungsweise in Betrieb sind. Das Bauwerk Personenunterführung an sich ist fertiggestellt", schildert der Sprecher die momentane Situation.

Ausstehende Arbeiten sind noch die Fertigstellung des Fußbodenaufbaus und der Entwässerung.

Auch um den unterirdischen Fußweg herum sind weitere Baumaßnahmen notwendig. "Die Straßen müssen neu asphaltiert sowie die zusätzlichen Leistungen an der Westseite ausgeführt werden. In die gesamte Maßnahme werden rund 2,7 Millionen Euro investiert", berichtet der Bahnsprecher. An der Westseite, in Richtung Schützenplatz, sei noch einiges zu tun. Die Fußgängerampel müsse versetzt, die Fußgängerfurt mit einer entsprechenden Markierung versehen und der Übergang auf den Asphalt gepflastert werden.

Auch auf der gegenüberliegenden Seite ist noch nicht alles fertiggestellt: "In der Alten Ludwigstädter Straße stehen noch Asphaltarbeiten an. Vor Weihnachten wurde alles nur provisorisch verschlossen", berichtet Jochen Löffler, Leiter der Stadtwerke. Jetzt soll alles wieder aufgefräßt und neuer Asphalt mit einer Trag- und einer Deckschicht aufgebracht werden. Wie viel Zeit die Baumaßnahmen in Anspruch nehmen, kann Löffler nicht genau sagen. "Wir haben einen Bauablaufplan von der Firma, die von der Deutschen Bahn beauftragt wurde, erhalten - demnach wären die Maßnahmen um den 8. April herum beendet", sagt Löffler unter Vorbehalt.

Weitere Maßnahmen in Kronach

Für 2020 sind in Kronach weitere Baumaßnahmens seitens der Stadt geplant. "In Neuses werden die Frankenstraße und der Mittelweg komplett saniert", berichtet Löffler. Wenn die Vergabe wie geplant im März stattfindet, soll bereits nach Ostern begonnen werden. "Die Kosten für die reinen Bauarbeiten werden sich auf 800 000 Euro belaufen." Bei der Sanierung der beiden Straßen im Kronacher Ortsteil Neuses handelt es sich um die erste größere Baumaßnahme des laufenden Jahres. Derzeit sind neun weitere Projekte ausgeschrieben.