Kronach
Büttenabend

Wortakrobaten beim Büttenabend in Kronach

Einen gelungenen Mix aus Büttenreden und Showtänzen boten die Kronacher Fousanaochter beim ersten Büttenabend im Schützenhaus. Die Wortakrobaten sorgten für Lacher, die Turnvorführungen für Staunen und Anerkennung beim Publikum. Wir zeigen eine Bilderstrecke.
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Die Elferräte entführten in den Kronacher Dschungel.  Foto: Friedwald Schedel
Die Elferräte entführten in den Kronacher Dschungel. Foto: Friedwald Schedel
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"Bei uns sitzen Sie sicherer als im Kreiskulturraum", war Sitzungspräsident Martin Panzer überzeugt. Das Desaster mit der lockeren Sitzreihe und die unendliche Geschichte mit dem Kreisel an der Südbrücke nahm der Panzer ins Visier. Schließlich meinte er, den Kronachern sei es egal gewesen, wenn man an der Südbrücke nicht mehr in Richtung Ludwigsstadt habe abbiegen können, "denn wer will denn schon nach Ludwigsstadt".

Die ewige Baustelle an der Südbrücke zog sich wie ein roter Faden durch den Abend und Elferrat "Jerry" Woll erhielt manche Watschn, die er mit einem Lächeln wegsteckte. Christoph Müller und Stefan Lach meinten gar angesichts der Brückenprobleme in der Kreisstadt, man solle die Flüsse weiträumig um Kronach herumleiten.


Der Neuseser Frust über die Kronacher

Eine grandiose Premiere hatte die 1.
Neusiche Feuerwehrkapell'n, die nach Art der Altneuhauser Feuerwehrkapell'n agierte und ihren Frust über die Kronacher abließ. "Wer Kronach kennt, der fährt vorbei", waren sie sich einig - und nahmen erst einmal einen Schluck des Löschmittels aus der Bügelverschlussflasche. Sie seien der Rotz in der Kronacher Fousanaochtssuppe, lästerten sie. Und weiter: "Wir wissen es genau: Kronach interessiert keine Sau!"

Wie gewohnt für einen Glanzpunkt sorgte Wolfgang Baumann als "Robelmann" mit seiner Schubkarre. Er fahre weder VW noch Opel, er fahre Robel, reimte er, denn die sei mautfrei. "Bist Du nobel, fährst Du Robel", hatte er weitere Nonsens-Verse auf Lager und montierte an seine Schubkarre einen Propeller, damit er abheben und die Damen zu einer Spritztour mit dem Cabrio einladen könne.


Die Regierungserklärung des Kanzlers

Kanzler Georg Löffler zog in seiner Regierungserklärung über die Rosenfestspiele her. Die Stücke seien von Frauen für Frauen ausgesucht worden. Das Casting für die Festspiele finde am 30. Februar statt, kündigte er an. Für die Schüler aus dem Landkreisnorden werde das rollende Klassenzimmer eingerichtet. Der Unterricht finde in den Zügen statt. Die Olympischen Spiele sowie der G7-Gipfel mit Putin seien in Kronach möglich, wobei der russische Präsident in "Klein Moskau" untergebracht werde. Als Lichtgestalt der Kroniche Fousanaocht trat Georg Löffler als "A Kroniche Leucht'n" in Aktion. Früher habe die Festung Rosenberg weit Richtung Süden geleuchtet. Bei dem jetzigen Schummerlicht denke man, wenn man sich von Neuses her nähere, es gingen bald die Lichter aus.

Jens und Nicole Wrede kamen als Jim Knopf und Lissy auf die Bühne. Die rief die Feuerwehr, weil es beim Zwiebelschälen in ihren Augen brannte. Der Jim berichtete, er habe sich beworben, weil die Polizei einen Mann suche, der Frauen im LGS-Gelände belästige.


Wie in der Muppet-Show

Eine Brücke zwischen Wort- und Tanz- sowie Sportakrobatik schlug die Tanzsportgruppe Edelweiß mit ihrer Nummer Piggy & Friends. Deren Tanz gefiel Waldorf und Statler alias Stefan Wicklein und Stefan Ender ganz und gar nicht. Auf der Treppe des Bühnenaufgangs sitzend trösteten sie sich mit einem Schluck Bier.

Immer wieder in den Redeschwall der Wortakrobaten eingestreut waren die Tanzdarbietungen. Garden, Turngruppe, Showtanzgruppe und Rock'n'Roller des ATSV Kronach wirbelten über die Bühne. Solo-Tanzmariechen Maria Kaiser zeigte erneut ihr Können.

Weniger grazil, aber mit tollen Kostümen wirbelten die Elferräte über die Bühne. Sie entführten in den Kronacher Dschungel. Für Musik sorgte Vereinspräsident Uli Böhm mit seiner TomTom-Band.
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