Kronach
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Wohnmobile bleiben an der Hammermühle

In der Sitzung des Tourismusausschusses der Stadt Kronach stand die Ertüchtigung des Wohnmobilstellplatzes auf der Tagesordnung.
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Der Wohnmobilstellplatz an der Hammermühle ist sanierungsbedürftig. Vor allem die Technik muss aufgefrischt werden. Die Ausschussmitglieder stellten eine Erweiterung zurück und forderten eine Kostenermittlung.K.- H. Hofmann
Der Wohnmobilstellplatz an der Hammermühle ist sanierungsbedürftig. Vor allem die Technik muss aufgefrischt werden. Die Ausschussmitglieder stellten eine Erweiterung zurück und forderten eine Kostenermittlung.K.- H. Hofmann
Längere Diskussion gab es im Tourismussauschuss um einen Vorschlag der Verwaltung, den Wohnmobilstellplatz an der Hammermühle zu verbessern und zu erweitern. Bereits 2016 wurde schon einmal über eine Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes gesprochen.

Der Wohnmobilstellplatz stelle eine touristische Infrastruktureinrichtung dar, die gut genutzt werde und damit Gäste in die Stadt führe. Rückmeldungen der Nutzer zum Platz fielen immer wieder positiv aus, mit Ausnahme der immer wieder sehr störungsanfälligen Technik, informierte Hauptamtsleiter Stefan Wicklein. Das bestätigte insbesondere Jens Schick (FW). Auch Jonas Geissler (CSU) fand dem Wohnmobilstellplatz grundsätzlich gut und er passt in ein tourismuspolitisches Gesamtkonzept.

Allerding sollte man sich Gedanken über Verschönerungen machen. Für Marina Zwosta (FL) wäre ein kleiner Spielplatz eine wesentliche Verbesserung des Angebotes im familienfreundlichen Kronach, wie es immer heißt. Marina Schmitt (SPD) fragte, ob sich eine Ertüchtigung und Erweiterung für ein paar wenige Leute, die den Wohnmobilstellplatz nutzen, überhaupt lohne. Sie plädierte für eine Erweiterung mit Zeltplatz und Campingplatzangebot.

Darin gab ihr Winfried Lebok (CSU) Recht. An der Hammermühle sei der Stellplatz nicht attraktiv genug, man sollte eine Alternative in Nähe des Crana Mare Erlebnisbades ins Auge fassen als langfristig bessere Lösung. Demgegenüber räumte aber Bernd Liebhardt (CSU) ein, dass man für fünf Euro Tagesmiete nicht großen Komfort bieten könne.

Jens Schick wies nochmals daraufhin, dass die Leute begeistert vom Platz seien, weil er sich in unmittelbarer Stadtnähe befinde. Eventuell solle man zusätzlich am Crana Mare eine Alternative suchen.

Hauptamtsleiter Stefan Wicklein räumte ein, eine Alternative am Crana Mare schon geprüft zu haben, der Platz gebe aber nicht mehr als fünf Stellplätze her. Jonas Geissler und Marina Schmitt brachten nochmals einen neuen Platz am Crana Mare ins Spiel.

Bernd Liebhardt plädierte für eine Kostenermittlung dann könne man weitersehen, das wäre dann Aufgabe des Werkausschusses. Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein meinte dazu, man solle die Verbesserung des vorhandenen Platzes in kleinen Schritten angehen.

Schließlich einigte sich das Gremium einstimmig darauf, die Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes an der Hammermühle zurückzustellen. Es sollen Kosten für eine funktionsfähige Technik des jetzigen Stellplatzes ermittelt und dann erneut vorgelegt werden.


Auffahrt zur Festung ist zu eng
Die Leiterin des Tourismus und Veranstaltungsbetriebes (TVB), Kerstin Löw, konnte mit positiven Zahlen und Besuchertrends der Rosenberg- Festspiele, der Festung Rosenberg und auch bei den Vermietungen erfreuen. Ein Problem biete eben immer wieder die Zufahrt zur Oberen Stadt und zur Festung. So habe sie erst am Wochenende wieder eine Delegation für eine Führung erwartet: Der Omnibus war zu lang, so dass eine Zufahrt in die Obere Stadt nicht möglich war.
Da es sich überwiegend um Senioren handelte, war ihnen der Weg vom Kaulanger zur Festung zu Fuß einfach nicht möglich und die Veranstaltung konnte nicht stattfinden. Das seien keine Einzelfälle, berichtete Löw. Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein ärgert dies auch seit Jahren.

Die Zeit der Pferdekutschen für die vor Jahrhunderten die Stadt und Straßenverbindungen aufgebaut wurden, ist vorbei. Aber es ist äußerst schwierig, alternative Zufahrten zu schaffen. Vielleicht komme doch noch eine Vision, wie schon vor einiger Zeit von Winfried Lebok mit dem Vorschlag einer Errichtung einer Seilbahn oder einem Schrägaufzug zur Oberen Stadt und Festung Rosenberg zum Tragen. Die Stadt werde alle Möglichkeiten prüfen.
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