Küps
Gemeinderat

Wirbel um zwölf Millionen Euro teure Schule

Der Sanierung und der Ersatzneubau der Küpser Schule haben die Räte auf den Weg gebracht. Die Finanzierung ist wohl offen.
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Dabei sprach sich das Gremium mit vier Gegenstimmen (alle SPD) für die Vorentwurfsplanung der Variante A aus. Zuvor hatte der Architekt Kersten Schöttner vom Architekturbüro Schöttner die Planungsvarianten A und B vorgestellt.

Wie Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) erklärte, habe man in den letzten Monaten zusammen mit der "Lenkungsgruppe Schulhausneubau" versucht, die Vorgaben aus dem abstrakten Raumprogramm der Regierung von Oberfranken umzusetzen. Dabei kamen zwei verschiedene Varianten zustande. Bevor Schöttner detailliert auf die Planungen einging, betonte er - dass es hier nicht um Details gehe. Er sprach von zehn Punkten, die bei der Variante A berücksichtigt, bei der Variante B nur teilberücksichtigt werden können. Dabei geht es unter anderem um eine zentrale Lage zwischen Verwaltung und Lehrerzimmer, um einen zentralen Pausenverkauf und zentralen Eingang für Grund- und Mittelschule.

Die Sporthalle soll funktional genutzt werden können und mit Bühnentechnik ausgestattet werden. Daneben soll ein Mehrzweckraum angegrenzt werden, der bei Bedarf mit der Sporthalle durch die Öffnung einer Trennwand mit der Sporthalle verbunden werden kann. Das Schulgebäude soll barrierearm ausgestattet werden, das heißt, im Außenbereich wird ein Lift angebracht. Es sollen nun im Untergeschoss der Mittelschule Räume für die DLRG und VHS geschaffen werden. Im Erdgeschoss soll die Verwaltung und eine Lehrküche eingerichtet werden, die auch für die VHS zugänglich gemacht wird. Im ersten und zweiten Obergeschoss sollen die Klassenzimmer für die Mittelschule untergebracht werden. Im Westtrakt sollen Räume für die Jugendarbeit geschaffen werden, im ersten Obergeschoss Räume für die offene und gebundene Ganztagsschule. Wie Schoettner weiter erläuterte, sei man bemüht, beim Ersatzneubau nachhaltige Lösungen zu schaffen.

Es gehe um eine räumliche Trennung von Grund- und Mittelschule, um die Schaffung von kurzen Wegen. Zudem sollen die Klassenzimmer in Richtung Pausenhof auch geöffnet werden können. Bei der Variante B müssen zwei Eingänge für Grundschule, Turnhalle und Mittelschulbereich geschaffen werden, die Schulwege seien länger als bei A, eine zentraler Pausenverkauf sei schwieriger lösbar. Die Kosten für das Schulprojekt seien bei beiden Varianten nach aktuellem Stand in etwa gleich, erklärte Schöttner. Bei der Frage, was mit der alten Eiche auf dem Schulplatz passiert, meinte er, dass diese bei Variante A beseitigt werden müsse. Dieter Lau (SPD) fragte nach der Finanzierung es mit rund zwölf Millionen Euro teuren Projektes. "Hier kann man noch gar nichts sagen!", antwortete der Bürgermeister. Er erwähnte das neue Kommunalinvestitionsprogramm Schule (KIPS). Wichtig sei, dass bis April der Förderantrag gestellt werde. 90 Prozent an Förderungen seien möglich. Weiterhin gebe es Geld aus FAG-Mitteln. Matthias Hopf (SPD) hatte aufgrund dessen, dass nach der Vollendung der Maßnahmen, größere Veranstaltungen in der Schule abgehalten werden können, Bedenken wegen Lärmbelästigungen. Rebhan meinte, dass dieser Punkt in weiteren Gesprächen mit aufgenommen wird. Wichtig sei aber, dass bei der Sitzung eine Entscheidung getroffen werde, damit man das Projekt Schule weiter voranbringen kann. Zuvor präsentierten die Marktgemeinderätinnen Kerstin Schmidt-Müller (SPD) und Christina Härtlein (CSU) ein Gemeindeentwicklungskonzept, das in einem Auftaktseminar in Klosterlangheim ausgearbeitet wurde. Beleuchtet wurden dabei die Stärken und Schwächen. Zu Letztgenannten gehören beispielsweise die Leerstände, das Zugezogene in den Neubaugebieten sich kaum integrieren etc. "Die erneuerbaren Energien sind Segen und Fluch zugleich!". Es fehle die Identität. Küps will man nun zu einer Marke entwickeln, zudem will man die Ortsteile intensiver mit einander vernetzen. Hier soll nun das Gemeindeentwicklungskonzept ansetzen. "Wir wollen mit Fairness und Engagement Küps nach vorne bringen". Der Gemeinderat stimmte der Entwicklung des Gemeindeentwicklungskonzeptes zu.
Ein Beratungsbüro soll den Markt Küps unterstützen. Die Verwaltung soll nun die weiteren Schritte einleiten.
Bezüglich der Stromlieferung für den Markt Küps für die Jahre 2020 bis 2022 nimmt die Gemeinde an der Bündelausschreibung durch die Firma Kubus Kommunalberatung GmbH teil. Der Beschluss lautete, dass grundsätzlich die günstige Linie verfolgt werden sollte. Hier kann man wählen zwischen Normalstrom, Ökostrom ohne Neuanlagenquote und Oköstrom mit Neuanlagenquote. Bürgermeister Bernd Rebhan wies unter anderem am Anfang der Sitzung darauf hin, dass das Gremium in der nichtöffentlichen Sitzung der katholischen Kirchenstiftung Johannisthal zur Dacheindeckung und Erneuerung der Heizung im Kindergarten einen Zuschuss in Höhe von 6440 Euro gewährt.


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