Kronach
Antisemitismus

Wenn Rechtsextremismus wieder gesellschaftstauglich wird

Ein Attentäter erschießt zwei Menschen in einer Synagoge in Halle an der Saale und überträgt seine Tat auch noch live im Internet. Solche Ereignisse betrachtet die Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie in Kronach mit Sorge.
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Der ehemalige Gasthof Fels dient wohl als Vertriebsort für rechtsextreme "Fanartikel". Foto: Alexander Löffler
Der ehemalige Gasthof Fels dient wohl als Vertriebsort für rechtsextreme "Fanartikel". Foto: Alexander Löffler

Rechtsrock-Konzerte im Nachbarlandkreis Hildburghausen, ein ehemaliger Gasthof in Presseck an der B173 im Besitz eines bekannten Vertreters der rechten Szene und Immobilien, die von Personen aus genanntem Gesinnungskreis als Versammlungsstätten aufgekauft werden: Rechtsextremismus ist nur einen Steinwurf von Kronach entfernt.

Solche Vorgänge beobachtet die Fach- und Koordinierungsstelle der Partnerschaft für Demokratie im Kreis Kronach mit Sorge - nicht zuletzt wegen des jüngsten Anschlags auf eine Synagoge in Halle an der Saale. "Es ist schwierig, bereits radikalisierte Einzeltäter zu erreichen", erklärt Sabine Nachtrab von der Koordinierungsstelle.

Verhindert werden könnten solche Taten kaum. Dem Bündnis liegt jedoch viel daran, bereits die Jugendlichen im Kreis Kronach aufzuklären. Warum besonders diese Altersgruppe anfällig für die Gewinnungsstrategien Rechtsextremer ist und welche Rolle das Internet spielt, lesen Sie auf infranken.de.

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