Weißenbrunn
Gemeinderat

Weißenbrunn in der Vorreiterrolle

Neun Mitfahrerbänke sind schon im Gemeindegebiet aufgestellt. Claudia Ringhoff gab einen Bericht über das Modellprojekt "Aktive Bürgerschaft".
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In großer Gemeinschaft der Vereine und Gemeinde konnte die erste Mitfahrbank im September 2018 im Bierdorf installiert werden. "Mobil sein auf dem Land, ich fahr mit, weil wir uns kennen und gegenseitig mitnehmen", heißt der Mitfahrslogan in Weißenbrunn. Die Euphorie zur modernen Nachbarschaftshilfe war groß. Nun sollen die inzwischen neun Mitfahrbänke auch angenommen werden. Archiv K.- H. Hofmann
In großer Gemeinschaft der Vereine und Gemeinde konnte die erste Mitfahrbank im September 2018 im Bierdorf installiert werden. "Mobil sein auf dem Land, ich fahr mit, weil wir uns kennen und gegenseitig mitnehmen", heißt der Mitfahrslogan in Weißenbrunn. Die Euphorie zur modernen Nachbarschaftshilfe war groß. Nun sollen die inzwischen neun Mitfahrbänke auch angenommen werden. Archiv K.- H. Hofmann

In der Sitzung des Gemeinderates Weißenbrunn am Dienstag im Rathaus standen ein Bericht über die Ergebnisse des Modellprojektes "Aktive Bürgerschaft" durch Claudia Ringhoff (Caritasverband für den Landkreis Kronach) sowie der Beschluss über die Durchführung einer einfachen Dorferneuerung im Gemeindeteil Hummendorf im Vordergrund.

Bürgermeister Egon Herrmann (SPD) konnte zu dieser Sitzung auch die Geschäftsführerin und geschäftsführenden Vorstand, Cornelia Thron (Caritasverband für den Landkreis Kronach) und Norbert Köhler vom Ingenieurbüro IVS Kronach begrüßen, der anschließend über die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Sondergebiet "Photovoltaik-Anlage Gössersdorf Nord-Ost" informierte.

Projektleiterin Claudia Ringhoff gab einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeiten im Bierdorf mit Gemeinde, Vereinen und Bürgern in der dreijährigen Laufzeit des Modellprojektes "Aktive Bürgerschaft". Am 25. April 2017 gab das Gremium grünes Licht für dieses auf drei Jahre begrenzte Modellprojekt.

In Weißenbrunn und der Stadt Ludwigsstadt konnte das Projekt dieser Tage nach etwa zweieinhalbjähriger Laufzeit abgeschlossen werden. Die Projektleiterin zeigte sich sehr zufrieden und sogar angetan von der großen Beteiligung von Vereinen und der Bevölkerung. Vor allem die Vereine zeigten stets offene Türen und Aufgeschlossenheit für eine Kooperation zur Stärkung der Zusammenarbeit. Sie nannte die Mitfahrbänke als Beispiel konstruktiver Zusammenarbeit und dem Willen, etwas zu bewegen.

Weißenbrunn war Vorreiter in Oberfranken und konnte inzwischen schon neun Mitfahrbänke aufgrund der Förderung durch das Demografie-Kompetenzzentrum Oberfranken unter Trägerschaft der Entwicklungsagentur Oberfranken Offensiv, hauptsächlich aber auch aufgrund Sponsorings (9000 Euro Spenden) aufgestellt werden. Auch 50 Fahrer haben schon ihre Mitnahmebereitschaft angeboten. Nun muss man abwarten, wie diese moderne Nachbarschaftshilfe angenommen wird. Ringhoff empfahl den Vereinen, weiter kooperativ zu sein und die Gespräche miteinander zu suchen und eventuell eine Ehrenamts-Strategie zu entwickeln. Wenn sich Bürger ehrenamtlich für ihre Gemeinde engagieren, sei dies ein gutes Zeichen nach außen und mache die Gemeinde attraktiver, denn "wo Zusammenhalt ist, da wollen auch junge Familien wohnen".

Für den Rechnungsprüfungsausschuss stellte Vorsitzender Dritter Bürgermeister Klaus Hannweber nach eingehender Prüfung der Jahresrechnung 2017 keine maßgeblichen Bemerkungen fest. Der Feststellung der Jahresrechnung 2017 mit einer Summe von 11,844 Millionen Euro in bereinigten Soll-Einnahmen und -ausgaben wurde zugestimmt. Dem Bürgermeister wurde auf Empfehlung des Rechnungsprüfungsausschusses Entlastung erteilt.

Gebäude soll abgerissen werden

Nach Anhörung der Stellungnahmen wurde dem Verfahren zur öffentlichen Auslegung der 14. Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Sondergebiet "Photovoltaik- Anlage Gössersdorf Nord-Ost" zugestimmt. Einig war sich das Gremium auch, jetzt schon für den Winter vorzusorgen. Dazu wurde der Auftrag für 125 Tonnen Streusalz an die Firma KTU Handelsgesellschaft für 12 457 Euro vergeben.

Für die Abbrucharbeiten des Gebäudes Grüner Straße 25 (Rocky-Tocky) sollen die Arbeiten in Kürze an den wirtschaftlich günstigsten Anbieter vergeben werden. Die Abrissfinanzierung wird durch die Förderoffensive Nordostbayern durch das Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken unterstützt. Der Bürgermeister wurde mit der Klärung noch offener Fragen beauftragt und um Auftragsvergabe gebeten.

Mit den Planungsleistungen für die Durchführung einer einfachen Dorferneuerung im Gemeindeteil Hummendorf wird das Ingenieurbüro Baurconsult, Haßfurt, gemäß Honorarangebot vom 4. Juni 2019, beauftragt.

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