Weißenbrunn
Gemeinderat

Weißenbrunn erhöht den Wasserpreis

Für den Kubikmeter Trinkwasser müssen die Bürger ab Januar 3,24 statt 2,79 Euro bezahlen. Die Einleitungsgebühr für Abwasser bleibt bei 3,64 Euro.
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Für Wasser müssen die Bürger von Weißenbrunn deutlich tiefer in die Tasche greifen. Symbolfoto: Oliver Berg, dpa
Für Wasser müssen die Bürger von Weißenbrunn deutlich tiefer in die Tasche greifen. Symbolfoto: Oliver Berg, dpa
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Weißenbrunn In der Gemeinderatssitzung am Dienstag beschlossen die Räte nach eingehender Beratung über die Wasser- und Kanalgebühren eine Erhöhung des Wasserpreises. Das Trinkwasser kostet ab 1. Januar 2020 3,24 Euro pro Kubikmeter (bisher 2,79 Euro), während die Abwassereinleitungsgebühr bei 3,64 Euro für den Kubikmeter gleich bleiben kann wie bisher.

Bürgermeister Egon Herrmann (SPD) schlug eingangs der Debatte einen einjährigen Kalkulationszeitraum für Kanal vor (dies hätte eine Gebühr von 3,11 Euro bedeutet) und eine Vierjahreskalkulation für Wasser (das wäre eine Gebühr von 3,14 Euro gewesen).

Zweiter Bürgermeister Michael Bohl (CSU) wandte sich gegen diese Vorgehensweise. Er monierte, dass man seit einigen Jahren Kanalkamerabefahrungen und Untersuchungen durchführen lasse, aber keinen Sachstandsbericht vorliegen habe. Er wolle wissen, was investiert werden müsse. Denn sowohl Wasserleitungen wie Kanalleitungen bedürften sicher einer größeren Sanierungsinvestition.

Letztlich kam man überein, den Kalkulationszeitraum auf drei Jahre festzulegen, was mit 15:1 Stimmen (Gegenstimme für Wasserpreis Michael Bohl) angenommen wurde. Die Abwassergebühren wurden wie im Vorjahr bei 3,64 Euro belassen, dem stimmte das Gremium einstimmig zu.

Freistaat überweist Geld

Die Mitteilung über weitere 500 000 Euro Stabilisierungshilfe des Freistaates erfreute die Räte. Sie stimmten mit 16:0 der Verwendung mit 300 000 Euro zum Schuldenabbau und 200 000 Euro für weitere Investitionen zu.

Einstimmigkeit zeigte das Gremium auch bei der Beschlussfassung zur Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes "Schiefermühle" sowie bei der Umstufung eines Teiles des öffentlichen Feld- und Waldweges "Spatzengründleinsweg" (Bereich Baugebiet Mühläcker III) zur Ortsstraße und der Widmung der neuen Erschließungsstraße "Lerchenweg" im Baugebiet "Mühläcker III" zur Ortsstraße. Der Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Allgemeine Wohngebiet Zettlitzweg/Melanger im Markt Küps sowie der Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für das Sondergebiet Photovoltaikanlage Rugendorf-Südwest, Gemeinde Rugendorf, Landkreis Kulmbach, wurde einstimmiges Votum erteilt.

Unter Sonstiges wies Zweiter Bürgermeister Michael Bohl auf mangelhafte Zustände am Feuerwehrhaus in Eichenbühl hin. Er brachte eine Auflistung über verschiedene Mängel vor und fasste die bei einer Besichtigung festgestellten Mängel so zusammen: Es ging darum, wie die Gemeinde kurzfristig helfen kann, mit entsprechenden Maßnahmen die Lebensdauer des Gebäudes zu verlängern. Seit Jahren wird bei der Feuerwehrbesichtigung bemängelt, dass der Feuerwehrraum nicht beheizt werden kann und dass keine Abtrennung zum Schlauchturm vorhanden ist. Ebenso ist auch die Eingangstüre nicht isoliert. Die Holzfenster werden vom Holzwurm zersetzt, es muss etwas geschehen, so Bohl.

In der Bürgerfragestunde brachte Thomas Bittruf, Vorsitzender des RSV Solidarität Reuth, einige Mängel am Bürgerhaus Thonberg zur Sprache. Diese habe er bereits vor fünf Jahren im Gremium vorgetragen. Bürgermeister Herrmann sagte zu, diese Thematik in einer Bauausschusssitzung Anfang Februar auf die Tagesordnung zu setzen mit einer entsprechenden Besichtigung vor der Sitzung.

Kürzlich wurde Geschäftsleiter Markus Wagner auch zum Leiter des Standesamtes berufen. Nach Ablegung entsprechender Fortbildung und erfolgreicher Prüfung konnte Bürgermeister Egon Herrmann die Ernennungsurkunde an Markus Wagner aushändigen. Der 43- jährige Diplom-Verwaltungswirt Markus Wagner stammt aus Dettelbach, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Seit Mai 2019 ist er Geschäftsleitender Beamter der Gemeinde Weißenbrunn und seit 11. November der Leiter des Standesamtes der Gemeinde Weißenbrunn.

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