Kronach
Krippenspiel

Weihnachtsgeschichte neu interpretiert

Am Dienstag fand die Weihnachtsfeier der Lebenshilfe Kronach statt. Die Jungen und Mädchen führten ein "sonderbar-wunderbares" Krippenspiel auf.
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In der Stadtpfarrkirche zeigten die Kinder und Jugendlichen der Lebenshilfe ein zauberhaftes Singspiel rund um die Geburt Christi.Heike Schülein
In der Stadtpfarrkirche zeigten die Kinder und Jugendlichen der Lebenshilfe ein zauberhaftes Singspiel rund um die Geburt Christi.Heike Schülein
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"Sonderbar, was damals in dem Stall geschah - und irgendwie auch wunderbar." Die Herbergssuche von Maria und Josef und die Geburt Jesu wird meist in Form der klassischen Weihnachtsgeschichte auf die Bühne gebracht. Bei ihrer traditionellen Weihnachtsfeier zeigten die Kinder und Jugendlichen der Lebenshilfe, dass man diese auch in einer sehr modernen Fassung präsentieren kann. In Erzählungen, kleinen Spielszenen und eingängigen Liedern ließen sie die zahlreichen Besucher in der Stadtpfarrkirche an den Geschehnissen rund um die Geburt Jesu teilhaben. Ausgestaltet wurde das zauberhafte Singspiel von den Berufsschülern.

Die Reise in die Vergangenheit beginnt in Israel - in der Stadt Nazareth, wo vor über 2000 Jahren alles seinen Anfang nahm. Maria bekommt Besuch von einem Engel und erfährt, dass sie schwanger wird. Sie soll den Sohn Gottes gebären. Später taucht plötzlich ein Bote des Kaisers auf. Kaiser Augustus befiehlt allen Menschen in seinem Reich, in die Stadt zu gehen, in der sie geboren wurden. Für Maria und Josef, ihren Verlobten, beginnt eine anstrengende und lange Reise nach Bethlehem, dem Heimatort Josefs.

Auf ihrer Herbergssuche in der völlig überfüllten Stadt finden sie nur noch Platz in einem Stall. Dort kommt Gottes Sohn zur Welt. Jesus der Retter ist geboren und niemand soll Angst vor ihm haben - auch nicht die armen Menschen wie die Hirten, die sich sofort auf den Weg zum Stall machen. Doch sie sind nicht die Einzigen. Auch drei Sternendeuter entdecken am Himmel einen hell leuchtenden Hoffnungsstern und folgen ihm. Schließlich finden auch sie das Kind in einem Stall. Sonderbar und wunderbar zugleich!

Zwischen den in leicht verständlicher Sprache gehaltenen Dialogen fasste ein Sprecher die Handlungsstränge zusammen. An markanten Stellen der heilbringenden Geschichte lockerten die "Kids vom Ring" von Tom Sauer mit eingängigen Liedern das Geschehen auf. Gemeinsam wurde so die Weihnachtsgeschichte in einem originellen Singspiel neu interpretiert.

Staunendes Publikum

Den jungen Akteuren in ihren tollen Verkleidungen gelang es dabei mit viel Hingabe, die Geschehnisse der Heiligen Nacht den Zuschauern auf unterhaltsame Art nahezubringen. Die Begeisterung, mit der die Kinder und Jugendlichen sangen und schauspielerten, übertrug sich auf die staunend zuschauende Gemeinde, die sich mit verdientermaßen lang anhaltendem Applaus bei allen Mitwirkenden bedankte.

Mit dabei war wiederum auch Regionaldekan Thomas Teuchgräber. "Ich freue mich immer wieder aufs Neue auf eure Weihnachtsfeier, weil ihr das so schön macht", lobte der Stadtpfarrer. Besonders gefielen ihm auch die tollen Lieder - lauter Ohrwürmer, die man sofort mitsingen könne und lange im Gedächtnis behalte. Sein Dank galt allen Darstellern und Musikern wie auch den Verantwortlichen, die die Geschichte und die Liedtexte mit ihnen eingeübt hätten.

"Gott liebt jeden Menschen - jung oder alt. Das hat er gezeigt, indem Jesus Mensch geworden ist", bekundete Teuchgräber, dies nie zu vergessen und stets im Herzen zu bewahren.

Das Geheimnis des Lebens

Begrüßt wurden die Besucher eingangs von der Sonderschulrektorin der Petra-Döring-Schule, Marion Schönborn. Diese erzählte von einer Kerze, die nicht brennen wollte: "Wenn ich brenne, werde ich nicht mehr lange leben." Doch das Zündholz entgegnete, dies sei doch das Geheimnis unseres Lebens: Licht zu machen und Licht zu sein. Als Kerze solle sie für andere leuchten und ihnen Wärme schenken. Wenn sie brenne, gehe nichts verloren; würden andere doch ihr Licht, ihre Kraft und ihre Wärme weiter tragen. "Heute möchten wir die Kerzen sein", appellierte sie an die Kinder und Jugendlichen, andere mit ihrem Licht anzuzünden.

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