Tschirn
Gemeinderat

Weicher Boden macht Probleme in Tschirn

Die Kanalarbeiten in der Nordhalbener Straße in Tschirn gestalten sich als schwieriger als gedacht. Der Schmutzwasserkanal muss teilweise erneuert werden.
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Symbolfoto: Ralf Kestel
Symbolfoto: Ralf Kestel
Unliebsame Überraschung bei Baumaßnahme in der Nordhalbener Straße Tschirn - laut Bürgermeister Peter Klinger (CSU) hat sich bei den Kanalarbeiten der Untergrund als sehr schlecht herausgestellt. Bei der Planung sei man lediglich von einem Ausbaggern und Neuaufbau von 85 Zentimetern ausgegangen. Aufgrund des weichen Bodens kommen nunmehr weitere 40 Zentimeter hinzu.

Bei der Kanaluntersuchung stieß man auf einen alten - vom Park zur Bachverrohrung führenden - Kanal, der ohne großen Aufwand wieder funktionsfähig hergestellt werden könnte. Voraussetzung hierfür ist der Bau eines kleinen Schachtes im Park. Ein Vorarbeiter schätzte hierfür an Kosten - im günstigsten Falle - 2500 Euro für den Schachtbau und 500 Euro für das Reinigen. Genau bezifferbar seien die Kosten jedoch nicht. "Eine Reaktivierung des Kanals macht Sinn, da wir damit auch einen Teil unseres Fremdwasserproblems lösen könnten", erklärte der Bürgermeister.

Im Zuge des Ausbaus der Staatsstraße sei auch eine Erneuerung des Hauptkanals auf einer Länge von 30 Meter zu überlegen. Hierfür liegt ein Angebot der SAR Straßenbau aus Zella-Mehlis über 12 213 Euro vor, die auch den Zuschlag erhielt. "Warum sollen wir das alleine bezahlen und nicht die Hälfte der Staat?", schlug Günter Böhnlein (CSU) vor. Der Bürgermeister wird dies ansprechen.

Beschlossen wurden auch die Reaktivierung des Kanals im Park und die damit verbundene Setzung eines Schachts. Eventuell kann das Ausbaggern in Eigenregie erfolgen.


Sanierung in der Wiesenstraße

Der Gemeinderat beschloss die Sanierung der Bachverrohrung in der Wiesenstraße. Der Wiesenstraßenkanal ist - bei einer Gesamtlänge von 240 Metern - auf 160 Meter erneuerungsbedürftig. Bei offener Bauweise würden sich die Baukosten auf circa 160  000 Euro belaufen. Für die Durchführung einer Inliner-Sanierung nahm das Ingenieurbüro HTS Plan aus Kronach eine Angebotsabfrage vor. Der Zuschlag ging an die Firma Swietelsky-Faber GmbH Kanalsanierung aus Nürnberg, die mit 69 501,25 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgab.

Auf Antrag der AfT-Fraktion wurde das Beleuchtungskonzept für die Straßenbeleuchtungsanlage behandelt. Vom Bayernwerk Bayreuth lag ein Beleuchtungskonzept für die insgesamt 102 Straßenlampen vor. Die Straßenbeleuchtung brennt 4050 Stunden im Jahr und wurde bereits vor Jahren auf energiesparende Natriumdampf-Hochdrucklampen umgestellt. Auf Beschluss werden die bestehenden Lehner-Castor-Leuchten ebenso durch die neuen energiesparenden Retro-Fit-Leuchtmittel ersetzt wie die Leuchten im "Alten Weg". Alle anderen Leuchten werden im Zuge anstehender Baumaßnahmen umgerüstet.

Das Gremium beschloss die Anschaffung eines Beamers für die Feuerwehr über 500 Euro. Bereits in der letzten Gemeinderat-Sitzung war der Ersatzbeschaffung einer Sirene auf dem Anwesen Lehestener Straße 30 über 4038,34 Euro zuzüglich 1726,63 Euro für die Installation ebenso zugestimmt worden wie der Einrichtung eines Internetanschlusses für das FFW-Haus zugestimmt worden. Für die eventuell 2019 erfolgende Ersatzbeschaffung eines neuen PC übernimmt der Feuerwehrverein die Kosten.


Neue Helme für die Feuerwehr

Laut Kommandant Michael Schnappauf ist die Anschaffung von rund 30 Schutzhelmen mit Gesamtkosten von circa 6100 Euro erforderlich, nachdem die vorhandenen - circa 30 Jahre alten - Stahlhelme nicht mehr zeitgemäß seien. Weiter bestehe der Bedarf von Schutzanzügen ebenfalls für die komplette Mannschaft. Diese Kosten lassen sich nicht genau beziffern. Man rechnet pro Anzug mit circa 800 bis 850 Euro. Wahrscheinlich wird es Zuschüsse von staatlicher Seite geben, was aber derzeit noch in der Schwebe sei. Zur Kostenersparnis soll eine Sammelbestellung mit den Wehren aus Stockheim und Teuschnitz erfolgen. Der Ersatzbeschaffung von 25 Helmen wurde zugestimmt. Für die Anschaffung der Anzüge erfolgte ein Grundsatzbeschluss unter der Voraussetzung eines staatlichen Zuschusses sowie einer Sammelbestellung.

In diesem Zusammenhang, wurde auch beschlossen - soweit technisch möglich -, den Unterflurhydranten im Bereich der Kreuzung in den östlichen Gehweg zu verlegen.

Gegen die Stimmen der AfT-Fraktion wurde ein Dienstleistungsvertrag der Gemeinde mit der FWO ab dem 1. Juli 2017 beschlossen. Dieser sei - so der Bürgermeister - notwendig, um die Anforderung an die Qualifikation und Organisation von Trinkwasserversorgern zu erfüllen. Ein von der FWO zur Verfügung gestellter Wassermeister ermöglicht der Gemeinde die Wasserversorgung weiterhin in Eigenregie, aber mit zusätzlichem Knowhow. Für dessen Einsatz fallen Kosten auf der Basis von 45 Euro/Stunde zuzüglich Fahrkostenpauschale an. Die Aufwands-Berechnung erfolgt nach der tatsächlichen Zeit, wobei man von wöchentlich zwei Stunden und einem Kostenfaktor von jährlich zwischen 4000 Euro und 5000 Euro ausgeht. Die AfT forderte ein gesamtheitliches Mitarbeiter-Konzept der Gemeinde.

Weitere Beschlüsse: Nachdem es bezüglich zweier Punkte der örtlichen Rechnungsprüfung noch Klärungsbedarf gegeben hatte, waren diese zurückgestellt worden. Es handelt sich dabei um die Abrechnung eine sFeuerwehreinsatzes für technische Hilfeleitung mittels eines Bescheids übe r546,70 Euro sowie die Überprüfung der Pachtangelegenheit für eine Fläche am Müllplatz. Nunmehr wurde dem Gesamthaushalt in Höhe von 1 173 301,57 Euro mit einer Zuführung zum Vermögenshaushalt von 32 583,05 Euro einstimmig zugestimmt.

Hinsichtlich der Fremdwasserproblematik beschloss das Gremium die Kanalbefahrung der Lehestener Straße, des Bergwegs, der Gartenstraße und des Reichenbacher Wegs. Hierfür werden drei Angebote von Fachfirmeneingeholt.

In die Schöffenliste für 2019 bis 2023 wird Günter Böhnlein als Vorschlag aufgenommen.


Glühweinhütte ist genehmigt

Zustimmung gab es für den Antrag des Feuerwehrvereins auf Aufstellung einer neuen Glühweinhütte im Park. Die Holzhütte mit Unterstand soll das ganze Jahr über stehen bleiben und ist auch für andere Anlässe nutzbar. Der Gemeinde entstehen keine Kosten.

Grünes Licht gab es für die Bauanträge von Hermann Letsch, Eckstraße 9, zum Neubau einer Lagerhalle, von Monika Schnappauf, Teuschnitzer Straße 1 zur Errichtung eines überdachten Freisitzes an eine bestehende Garage sowie von Martin Pfadenhauer, Wendleite 9, für Nutzungsänderung eines landwirtschaftlichen Gebäudes zu einem Kunststoffverarbeitungsbetrieb und Anbau einer Lagerhalle.

Geschäftsleiter Thomas Weber informierte über die Beschlüsse der letzten nichtöffentlichen Sitzung. Dabei handelte es sich um Grundstücksteilverkäufe der Gemeinde an Sabine Reißig sowie inklusive gemeindlicher Garagen an Günter Böhnlein. Hierzu lag die Anfrage eines Bürgers vor, warum das Grundstück verkauft wurde, während man den Mietvertrag mit dem BRK wegen Eigenbedarf für den Gemeindebus gekündigt habe. Der Mietvertrag mit dem BRK sei - so der Bürgermeister - an eine Fahrzeug-Unterstellung gebunden gewesen.


Keine Anliegerbeiträge mehr

Abschließend teilte er mit, dass aufgrund der geänderten Rechtslage in Sachen Straßenausbaubeitragssatzung für alle vor dem 1. Januar abgerechneten und beschiedenen Maßnahmen keine Anliegerbeiträge mehr anfallen - so für den Berliner Ring.
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