Küps
Verkehr

Teststrecke: Was die Straße zwischen Theisenort und Beikheim mit kugelsicheren Westen zu tun hat

Bei der Sanierung wird unter anderem eine Bauweise angewendet, die bisher noch gar nicht offiziell zugelassen ist.
Artikel drucken Artikel einbetten
Vier Zentimeter der Asphaltdeckschicht haben die Bauarbeiter bereits abgefräst. Foto: Marian Hamacher
Vier Zentimeter der Asphaltdeckschicht haben die Bauarbeiter bereits abgefräst. Foto: Marian Hamacher
+4 Bilder
Zu finden ist er unter anderem in Schutzhelmen oder kugelsicheren Westen: Doch für den Kunststoff-Verbund Aramid gibt es längst auch andere Anwendungsfelder - etwa den Straßenbau. Um die Fahrbahn länger haltbar zu machen, sollen bei den Sanierungsarbeiten der Staatsstraße 2200 zwischen Theisenort und Beikheim dem Asphalt Aramid-Fasern beigemischt werden. Allerdings nur auf der Hälfte der knapp 3,2 Kilometer. Denn offiziell zugelassen ist diese Bauweise noch nicht.
Weil es vom zuständigen Ministerium aber eine Zusage gab, wird die Straße zu einer von bayernweit drei Teststrecken. Nötig wurde die Sanierung, weil aufgrund des starken Verkehrs zahlreiche Schlaglöcher und Risse entstanden sind. Daher drosselten die Behörden sogar das Tempolimit von 100 auf 70 Stundenkilometer. Wegen der Bauarbeiten ist die Straße voraussichtlich noch bis zum 7. September komplett gesperrt. Die Gesamtkosten betragen 1,05 Millionen Euro und werden aus dem bayerischen Staatsstraßenhaushalt finanziert.

Wie die Arbeiten im Detail aussehen, welche Umleitung empfohlen wird und wozu das Staatliche Bauamt Bamberg die Vollsperrung außerdem nutzt, erfahren Sie hier in unserem Premiumbereich inFrankenPLUS (für Abonnenten kostenlos).
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren