Rothenkirchen

Wappenstein für die Burg

Josef Beitzinger hat den Stein entdeckt, restaurieren lassen und zeigt ihn nun neben vielen weiteren Rothenkirchener Schätzen in der dortigen Burg.
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Bei der Übergabe eines restaurierten Wappensteins aus dem Jahre 1615 in der Burg Rothenkirchen. Von links: Initiator und Ortsheimatpfleger Josef Beitzinger, Kreisheimatpfleger Dr. Robert Wachter, Bürgermeister Hans Pietz, Restaurator Wilhelm Keim, Andreas Schorn (Bauamtsleiter Markt Pressig).  Foto: K.- H. Hofmann
Bei der Übergabe eines restaurierten Wappensteins aus dem Jahre 1615 in der Burg Rothenkirchen. Von links: Initiator und Ortsheimatpfleger Josef Beitzinger, Kreisheimatpfleger Dr. Robert Wachter, Bürgermeister Hans Pietz, Restaurator Wilhelm Keim, Andreas Schorn (Bauamtsleiter Markt Pressig). Foto: K.- H. Hofmann

Auf Initiative des Ortsheimatpflegers Josef Beitzinger konnte ein historisch wertvoller Wappenstein aus dem Jahre 1615 von Privatbesitz in das Eigentum der Marktgemeinde Pressig übermittelt werden.

Josef Beitzinger hatte den Wappenstein im Keller des Anwesens von Hermann Josef Zapf in der Badstraße in Rothenkirchen entdeckt. An dem Anwesen befand sich früher ein Stallgebäude zum Anwesen des Lehensherren der Burg des Freiherrn Christoph von Würtzburg. Heutiger Besitzer ist Hermann Josef Zapf.

Auf Initiative von Ortsheimatpfleger Josef Beitzinger wurde dieser Wappenstein der Freiherren von Würtzburg und von Redwitz, mit Zustimmung des Eigentümers Zapf, durch den Restaurator Wilhelm Keim aus Roßlach restauriert.

Der restaurierte Wappenstein wurde nun zum weiteren Verbleib und zum Erhalt für die Öffentlichkeit im Innenbereich der alten Burg Rothenkirchen installiert. In der Burg Rothenkirchen deshalb, weil diese im Besitz der Marktgemeinde Pressig ist und der Wappenstein nun ebenfalls in den Besitz der Marktgemeinde überging.

Für Josef Beitzinger war es ein Herzensanliegen, den Wappenstein zu retten, so wie er sich viele Jahre für den Erhalt der Burg einsetzte, deren Restaurierung und Sanierung schließlich im Jahr 2006 fertiggestellt wurde.

Seither versucht der Rentner und Idealist diese alte Burg, in der 1561 Veit II Fürstbischof von Bamberg geboren wurde, als kleines Heimatmuseum auszubauen. In den vergangenen Jahren wurden Arbeitsgeräte aus früheren Zeiten gesammelt und können im Dachgeschoss der Burg interessierten Besuchern präsentiert werden. So erfahren Touristen und Gäste einstige Arbeitsvorgänge vor allem aus der Landwirtschaft, aus Handwerk und Gewerbe. Zur Übergabe des Wappensteins freute sich Bürgermeister Hans Pietz, neben dem Initiator und Ortsheimatpfleger Josef Beitzinger besonders auch Kreisheimatpfleger Dr. Robert Wachter und den Restaurator und Meister in Steinmetz- und Steinbildhauerwerk, Wilhelm Keim begrüßen zu können. Keim erörterte seine Restaurierungsarbeiten und auch die Installation an der Innenwand des Burggebäudes.

Bürgermeister Pietz dankte dem Idealisten Josef Beitzinger, Restaurator Keim für die gelungene Arbeit und Kreisheimatpfleger Dr. Robert Wachter, der zu den angefallenen Kosten in Höhe von circa 1000 Euro, eine Förderung in Aussicht stellte.

Der Wappenstein zeigt in der rechten Hälfte das Wappenschild der Freiherren von Würtzburg, in der linken Seite das der Freiherren von Redwitz. Darüber jeweils der Turnierhelm mit dazugehöriger Helmzier im unteren Drittel weist eine Inschrift auf die Erbauung eines Viehhauses anno 1615 hin.

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