Wallenfels
Abenteuer

Wallenfelser Floßsaison eröffnet

Die Wallenfelser Flößer haben mit ihren 200 Gästen ihr erstes spritziges Abenteuer in diesem Jahr erlebt. Es liegen bereits weitere 5000 Anmeldungen vor.
Artikel drucken Artikel einbetten
Hinein ins Nass! Anders als auf der Isar können Touristen in Wallenfels die Flößerei noch so erleben, wie sie Jahrhunderte lang im Frankenwald betrieben wurde. Fotos: Gerd Fleischmann
Hinein ins Nass! Anders als auf der Isar können Touristen in Wallenfels die Flößerei noch so erleben, wie sie Jahrhunderte lang im Frankenwald betrieben wurde. Fotos: Gerd Fleischmann
+6 Bilder
Der Dauerregen am Donnerstag bescherte den Wallenfelser Flößern Glücksgefühle. Der Grund: Nach einer langen Trockenperiode kam rechtzeitig das dringend benötigte Nass in ausreichendem Maße von oben. Damit sind die nächsten Floßfahrten gesichert. Und der Start in die Floßsaison war bei 25 Grad in Schnappenhammer ebenfalls traumhaft. Nach wie vor sind die Floßfahrten auf der Wilden Rodach ein absolutes Highlight im Frankenwald. Und die Nachfrage ist ungebrochen. Mittlerweile haben sich über 5000 Interessenten angemeldet. Dazu Vorsitzender Andreas Buckreus: "Drei Termine sind bereits ausgebucht." Aber für die nächsten vier Floßfahrten sind noch Kapazitäten frei.

Aufgrund der aktuellen TÜV-Auflagen erhielten die Kinder unter zwölf Jahren erstmals Schwimmwesten. Und erstmals war es möglich, im "Flößerlädla" Souvenirs zu kaufen. Schon beim Start am Samstag konnten auf zwölf Floßböden 200 erwartungsfrohe Besucher auf die Reise geschickt werden. Sechs spektakuläre Wehrdurchfahrten sorgen dafür, dass niemand trocken vom Floß steigt. Ein besonderer Gag ist der feucht-fröhliche Abschied aus dem Junggesellenleben. Und der FC Wallenfels feierte auf dem Floß den Aufstieg in die Kreisliga. Ein treuer Fan ist Harald Richter aus Nürnberg, der nun bereits zum zehnten Male Präsenz in Wallenfels zeigte. Mit dabei war auch ein Gewinner aus der bayerischen Fernsehsendung "Wir in Bayern", und zwar Fred Mergner aus München.

Zum Auftakt hießen Andreas Buckreus und Zweiter Bürgermeister Erich Mähringer die erwartungsfrohen Teilnehmer herzlich willkommen. Während Buckreus Regieanweisungen gab, dankte Mähringer den Idealisten der Flößergemeinschaft für ihre Einsatzbereitschaft. Für das Gelingen waren dann die Floßmeister Henry Stöcker sowie Tobias Weiß zusammen mit den 40 Aktiven verantwortlich.

Nach dem Öffnen des Schnappenhammer-Wehres wurde das erste Floß mit einem größeren Abstand zu den anderen jeweils 16 Meter langen Holzverbänden auf die turbulente Reise geschickt. Vom Floßteich bei Schnappenhammer bis zum Willi-Schreiber-Flößerhaus an der Wallenfelser Floßlände benötigt man für die 5,6 Kilometer lange Fahrt ungefähr 40 Minuten. An den neuralgischen Punkten standen die Mitglieder der Wallenfelser Wasserwacht mit Einsatzleiter Rob Smith für den Ernstfall bereit.

Dem Saisonstart waren wochenlange Arbeitseinsätze vorausgegangen. Sechs neue Floße mussten zusammengebaut, die Ufer der Wilden Rodach gesäubert und die Wehre sowie die Staustufen auf der Strecke wieder in Schuss gebracht werden. Noch an 14 Samstagen werden, falls das Wetter mitspielt, auf der Wilden Rodach die Wehre geöffnet.

Nach überstandenem Abenteuer freute man sich ganz besonders über das Flößerdiplom, das die Gäste aus den Händen von Jutta und Kerstin Haderdauer sowie der Sachbearbeiterin der Stadt, Barbara Kremer-Kolb, entgegennehmen durften. Letztmals in diesem Jahr wird voraussichtlich am 1. September geflößt. Schließlich ist noch - falls eine Fahrt ausfällt - eine Woche später ein Ersatztermin vorgesehen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren