Ludwigsstadt
Bilanz

Waldbesitzervereinigung: Guter Preis fürs Holz

55 Euro kostet der Festmeter derzeit. Die Waldbesitzervereinigung Rennsteig ist zufrieden mit den Erlösen aus dem Jahr 2012.
Artikel drucken Artikel einbetten
Symbolbild.
Symbolbild.
Die Waldbesitzervereinigung (WBV) Rennsteig hat 2012 19.300 Festmeter Holz von 181 Mitgliedern vermarktet. Diese Zahlen gab der Geschäftsführer Nico Kelz bei der Hauptversammlung bekannt. Die Entwicklung der Holzpreise bezeichnete er als gut, so liege beispielsweise derzeit der Preis für D-Holz bei 55 Euro pro Festmeter, für Papierholz bei 32 Euro pro Festmeter. Kelz forderte die Waldbesitzer auf, in den nächsten Wochen ihren Bestand zwecks Käferbefall zu kontrollieren. Das Problem sei noch nicht gelöst. Auch riet er den Waldbesitzern, ihren Bestand zwecks Nachhaltigkeit regelmäßig zu durchforsten. Er wies auf Förderungen hin, die es bei waldbaulichen Maßnahmen gebe

Auch wenn einer selbst nicht in der Lage sei, diese Arbeiten zu tätigen, so Kelz, könne er bei den derzeitigen Holzpreisen einen Gewinn verzeichnen.
Zwischen 22 und 28 Euro pro Festmeter verlangen in der Regel Unternehmer, die das Holz in den Wäldern, vom Einschlag bis zum Abtransport von der Waldstraße aus, fertig machen. Außerdem berichtete er von der Neugestaltung der Homepage, die in wenigen Wochen freigeschaltet wird. Er erwähnte die Neuanschaffung eines EDV-Programms für Holzvermarktung. 12.000 Euro wurden hierfür investiert, davon erhielt die WBV 5000 Euro an Fördermitteln.

Im Rahmen der Hauptversammlung referierte Forstdirektor Michael Schneider über den Ursprung der Nachhaltigkeit. Der Begriff existiere seit 300 Jahren und bedeute "lange wirkend, ausdauernd". Holz habe schon in der Vergangenheit eine wichtige Rolle für Bergbau, Köhlereien, Glashütten und Privathaushalte gespielt. Er forderte die Waldbesitzer zu einem Waldumbau (Mischbestand) und zur Fort- und Weiterbildung auf. Er ging auch auf geplante Veranstaltungen in 2013 ein: So beteilige man sich bei "Kronach leuchtet", das in diesem Jahr von 3. bis 12. Mai stattfindet mit dem Thema "300 Jahre Nachhaltigkeit". Weiterhin gibt es einen Lehrgang für Waldbesitzerinnen und eine lange Nacht am Jugendwaldheim in Lauenstein sowie einen Stammtisch für Waldbauern.

Sowohl er, als auch Hans-Georg Lindig sprachen sich gegen das Vorhaben der Bayerischen Staatsregierung aus. So sollen künftig die Berater der Waldbesitzervereinigungen den Rotstift zum Opfer fallen. Gerade in der heutigen Zeit gebe es viele Waldbesitzer, die zu wenig Wissen zum Thema Wald haben.


Wahl konnte nicht durchgeführt werden

Bei der Waldbesitzervereinigung Rennsteig müssen nochmals Neuwahlen durchgeführt werden. Das ist notwendig, weil bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend in der Hermann-Söllner-Halle weniger als ein Fünftel der Mitglieder anwesend war. Somit war die Versammlung laut Satzung nicht beschlussfähig.

Der Vorsitzende Hans-Georg Lindig erinnerte an seinen Amtsantritt im Jahre 2008. Die Zahl der Mitglieder sei seit damals von 305 auf 418 gestiegen. "Ich habe mich so gefreut und jetzt bekomme ich eine Schelle", meinte er. 84 Mitglieder hätten zwecks Beschlussfähigkeit anwesend sein müssen. Nur 69 Waldbesitzer schrieben sich auf der Anwesenheitsliste ein. Auch die Entlastung der Vorstandschaft konnte aus diesem Grund nicht erfolgen.
Die Neuwahlen sollen nun am 20. April, 19.30 Uhr erfolgen.

Zuvor ließ Hans-Georg Lindig das vergangene Jahr Revue passieren. Erstmals hatte die WBV einen Seilkrahneinsatz initiiert. Es ging darum, Waldpflegemaßnahmen in schwer zugänglichen Steilhängen durchzuführen. Auf einer rund elf Hektar umfassenden Fläche wurden 2000 Festmeter Holz eingeschlagen. Die Aktion habe gezeigt, so Lindig, dass sich die Waldbesitzer vor Gemeinschaftsarbeiten nicht verschließen sollten. Auch konnten die letzten Schneebruchflächen aus dem Vorjahr beseitigt werden.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren