Nordhalben
Gemeinderat

Vor der Schule Nordhalben gilt künftig Tempo 30

In Nordhalben wurde eine 30er-Zone beschlossen, um mehr Sicherheit für Kinder und Senioren zu gewährleisten.
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Bürgermeister Michael Pöhnlein freute sich, jungen Menschen zu ihrem guten Schul- und Ausbildungsabschluss gratulieren zu können. Von links Manuel Pötzl, Lars Wunder und Pascal Müller. Foto: Susanne Deuerling
Bürgermeister Michael Pöhnlein freute sich, jungen Menschen zu ihrem guten Schul- und Ausbildungsabschluss gratulieren zu können. Von links Manuel Pötzl, Lars Wunder und Pascal Müller. Foto: Susanne Deuerling

Eine Tempo-30-Zone im Bereich Schule und ein neues Urnenfeld waren Themen in der letzten Gemeinderatsitzung in Nordhalben. Zudem wurden Schul- und Ausbildungsabsolventen für hervorragende Leistungen in der Sitzung ausgezeichnet.

Aufgrund eines Antrages der Freien-Wähler-Fraktion auf Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Bereich der Schule wurde eine Verkehrsschau durchgeführt. Bernd Daum (FW) erklärte, dass man im Bereich vor und nach der Schule diese Zone ausweisen möchte. Zwar würde der fließende Verkehr bei parkenden Autos abgebremst, aber es stünden ja nicht immer Autos da. Außerdem sei es gefährlich, wenn Kinder gerade zwischen den abgestellten Wagen auftauchen würden. "Es wäre eine kleine Einschränkung für den fließenden Verkehr, aber eine bessere Sicherheit für unsere Kinder und Senioren", meinte Daum.

Michael Wunder (CSU) sagte, dass seine Fraktion grundsätzlich nichts gegen die Tempobeschränkung habe, aber nur auf einer kurzen Strecke im Bereich der Schule. Denkbar sei auch, die Beschränkung zeitlich auf die Schulzeiten zu begrenzen. Besonders nachts sei sie nicht unbedingt notwendig. Man könne testen, wenn man zeitlich unbegrenzt beschränkt, und Zusatzschilder könnte man ja immer noch anbringen.

Einstimmig wurde vom Gremium beschlossen, Tempo 30 in beide Fahrtrichtungen von der Einfahrt zur Bahnhofstraße bis zum ehemaligen Polizeigebäude Kronacher Str. 7 auszuweisen.

Das vorhandene Urnengrabfeld wurde 2015 mit 16 Plätzen angelegt. Da nun bereits elf Plätze reserviert sind, muss sich der Gemeinderat Gedanken machen, ob und wo ein weiteres Urnengrabfeld angelegt werden könnte.

Geschäftsleiter Joachim Ranzenberger erläuterte, wo dies möglich und sinnvoll wäre. Beim Haupteingang nach links gibt es die Möglichkeiten. Zwei Plätze wären weiter oben Richtung Herrgottshäusla und ein Platz etwas weiter auf das Tor zu. Dieser wäre am besten geeignet in Größe und Lage.

Immer größere Lücken

Der FW-Fraktionsvorsitzende und Leiter des Friedhofsteams, Bernd Daum, freute sich, dass das Urnenfeld so gut angenommen wird. Auch er halte den vorgeschlagenen Platz für am besten geeignet. Manfred Köstner (CSU) bemängelte, dass mit vielen Urnengräbern die "Leerstände" im Friedhof immer größer und das Gedränge besonders an Allerheiligen an den Urnengräbern immer größer werde. Besonders der Unterschied mit älteren Gräbern im unteren Teil des Friedhofs und die Verdichtung im oberen Bereich sei dann gravierend.

Für Michael Wunder (CSU) müsste für den unteren Teil ein neues Konzept gemacht werden, denn der Friedhof wird in Zukunft nicht mehr so groß sein müssen. Man solle einfach mal mit den Leuten reden und dann eine Lösung finden. Bernd Daum (FW) fand die freien Flächen im Friedhof ganz gut, denn die kleinen engen Wege zwischen den Gräbern seien doch sehr unpraktisch.

Das Gremium einigte sich auf folgenden Vorschlag: Man sei grundsätzlich für ein zweites Urnenfeld, es soll sich jedoch der Bauausschuss die Örtlichkeiten noch einmal ansehen und dann den Platz festlegen.

Mit einem Mobilfunk-Förderprogramm der IHK Bayern sollen in den einzelnen Kommunen sogenannte "weiße Flecken" beseitigt werden. Dies bedeutet, dass die Gemeinden die Aufgaben der Mobilfunkbetreiber übernehmen, einen oder mehrere Masten aufstellen (5000 Euro pro Mast) und dafür verantwortlich sind. Das Gremium war sich jedoch einig, dass im Gemeindegebiet kein Bedarf besteht und der einzige weiße Fleck diese teure Geschichte und das Risiko nicht wert ist.

Bürgermeister Michael Pöhnlein konnte schließlich drei Schul- und Ausbildungsabsolventen für ihre hervorragenden schulischen Leistungen mit einem kleinen Geschenk der Gemeinde ehren.

Geehrt wurden: Manuel Pötzl (Abitur mit Notendurchschnitt 1,8), Lars Wunder (Ausbildung zum Industriemechaniker Fa. Weber, Kronach, mit Abschluss 1,5), Pascal Müller (Ausbildung zum Industriekaufmann Fa. Loewe, Kronach, mit Abschluss 1,8).

Weitere Themen im Gemeinderat

Biodiversität Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) informierte darüber, dass man nun als Biodiversitätsgemeinde bayernweit als eine von zehn Gemeinden ausgewählt wurde. Er meinte, dass Nordhalben hier viel zu bieten habe. Man werde das Potenzial abschöpfen, die Chancen und regionalen Wertschöpfungen nutzen. Für die Bevölkerung wird es eine Informationsveranstaltung geben, damit jeder weiß, was auf die Gemeinde zukommt. "Wir wollen, dass sich die Bevölkerung von Nordhalben aktiv mit einbringen kann und die Projekte mit umsetzt", sagte Pöhnlein.

Finanzen Dank an die Staatsregierung sagte Bürgermeister Pöhnlein (FW), aber auch Michael Wunder (CSU) für die Stabilisierungshilfe in Höhe von 750 000 Euro. Das Ziel sei aber, irgendwann auf eigenen Beinen zu stehen, denn die Gelder würden nicht ewig fließen. In diesem Zusammenhang ging Horst Wolf, gen. Schmidt (FW), auf die Verschuldung des Marktes ein, die sich in dieser Amtsperiode in etwa halbiert habe. Für 2019 bedeutet das eine Verschuldung von 2,3 Millionen Euro, dies ist die niedrigste Verschuldung seit einem Vierteljahrhundert.

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