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Ludwigsstadt
Kirche

Von New York nach Ludscht

Am Sonntag wurde Rebekka Pöhlmann in ihr Amt als Pfarrerin der evangelischen Gemeinden Ludwigsstadt und Steinbach/Haide eingeführt.
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Einen tollen Empfang bereitete die evangelische Kirchengemeinde Ludwigsstadt der neuen Pfarrerin Rebekka Pöhlmann.Veronika Schadeck
Einen tollen Empfang bereitete die evangelische Kirchengemeinde Ludwigsstadt der neuen Pfarrerin Rebekka Pöhlmann.Veronika Schadeck
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Die Freude ist groß! Die Ludwigsstädter Pfarrstelle ist wieder besetzt. Mit frenetischem Applaus, Musik, vielen Blumen und Herzenswünschen wurde am Sonntagnachmittag Rebekka Pöhlmann in ihrer neuen Kirchengemeinde willkommen geheißen.

"Ich hoffe, dass Frau Pöhlmann in Ludwigsstadt eine Heimat findet", so Bürgermeister Timo Ehrhardt. Es sei für ihn eine Freude, dass jemand aus New York den Weg in die Mitte Deutschland finde. Er wünscht auch, dass viele Ludwigsstädter es gut mit ihr meinen mögen.

Die Lage, die Mitte Deutschland, die vielen engagierten Bürger trugen zur ihrer Entscheidung bei, sich für die freie Pfarrstelle in Ludwigsstadt zu bewerben, erklärte Rebekka Pöhlmann. In den nächsten Wochen will die 32-Jährige möglichst viele Gemeindemitglieder kennen lernen, sie will wissen wo ihnen der Schuh drückt. "Es wird eine spannende Zeit" ist die junge Pfarrerin überzeugt.

Beeindruckend war die Rede der Dekanin Dorothea Richter. Es gab eine Zeit, da war in Ludwigsstadt ein großes Leuchtfeuer vorhanden, erinnert sie an die Epoche des ehemaligen selbstständigen Dekanats. Die Ludwigsstädter haben damals einen Dekan verloren, das Feuer erlosch zusehends.

Sie ging auf das starke Ehrenamt in der Kirchengemeinde ein. Und sie meinte: "Doch Ehrenamtliche wollen einen Hauptamtlichen als Ansprechpartner!"

Zunächst Pfarrerin auf Probe

Daher sei die Freude umso größer, dass die Ludwigsstädter nun wieder eine eigene Pfarrerin haben.

Die Dekanin war überzeugt, dass die sprachgewandte junge Seelsorgerin in kurzer Zeit die "Ludschter Sprache" lernen wird. Denn Rebekka Pöhlmann hat nicht nur in Erlangen, Leizpig, Budapest und Jerusalem evangelische Theologie studiert, sondern sie spricht neben fließend englisch, auch französisch, ungarisch und teilweise hebräisch. "Bei dieser Sprachgewandtheit wird ihr die Ludschter Sprache leicht fallen."

Die Dekanin bedankte sich bei Pfarrer Göll und dem Vertrauensmann Thomas Rebhan für ihr Wirken während der Vakanz.

Richter wies vor der Überreichung der Urkunde darauf hin, dass Rebekka Pöhlmann die nächsten zwei Jahre als "Pfarrerin auf Probe" ihren Dienst bewältigen wird. Erst danach könne sie sich längerfristig für die Pfarrstelle in Ludwigsstadt bewerben.

Mit Herzblut

In ihrer ersten Predigt in der Michaeliskirche stellte Rebekka Pöhlmann das Herz in den Mittelpunkt. Und sie rief ihrer Kirchengemeinde zu: "Ich will Ihnen mein Herz schenken, und das mit Herzblut!"

Rebekka Pöhlmann erinnerte auch an ihre ersten Tage nach dem Umzug von New York nach Ludscht. Die Menschen seien interessiert, neugierig aber auch sehr herzlich.

Und wie kam nun Rebekka Pöhlmann nach New York? Als Vikarin ging sie zu den Vereinten Nationen nach New York. Sie arbeitete dort im Verbindungsbüro vom Lutherischen Weltbund und den Vereinten Nationen. Zuvor war sie in Nittendorf in der Nähe von Regensburg.

Neben Bürgermeister Timo Ehrhardt, der sie im Namen der Stadt begrüßte, überbrachte auch der stellvertretende Landrat, Bernd Steger, die Glückwünsche des Landkreises. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von "der Band" und dem Gesangverein. Nach dem Gottesdienst sorgte die Stadtkapelle Ludwigsstadt für die musikalische Unterhaltung.

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