Wallenfels
Infrastruktur

Von der B 173 kommt man jetzt flott nach Wolfersgrün

Mit der Verkehrsfreigabe steht eine schnelle Verbindung über die Lamitztalstraße zur Verfügung.
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Pater Jan Poja (links) und sein evangelischer Kollege Andreas Krauter bei der Segnung der Lamitztalstraße.Veronika Schadeck
Pater Jan Poja (links) und sein evangelischer Kollege Andreas Krauter bei der Segnung der Lamitztalstraße.Veronika Schadeck
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Mit der Verkehrsfreigabe der Gemeindeverbindungsstraße von Schnappenhammer nach Wolfersgrün wurde die schnellste Verbindung von der B 173 aus zu dem Wallenfelser Gemeindeteil geschaffen. Und, so brachte es Pater Jan Poja am Freitagmittag auf den Punkt: "Es wurde ein wunderschönes Stück Natur erschlossen!"

Die Straße ist laut Bürgermeister Jens Korn "nicht nur eine Infrastrukturmaßnahme". Sie sei auch ein Zeichen der Stadt dahingehend, wie wichtig ihr die Ortsteile seien. "Die Stadt Wallenfels hat nur dann eine gute Zukunft, wenn sich Gemeindeteile gleichmäßig entwickeln."

Der Bürgermeister sprach von einem "langen Weg". Bereits um die Jahrtausendwende habe man sich Gedanken gemacht. 2003 sei der erste Bauabschnitt angepackt worden. Es handelte sich dabei um den Wolfersgrüner Berg.

In den folgenden Jahren hätten die Wolfersgrüner den Zustand der Straße durch das Lamitztal immer wieder moniert. Und erst 2014 griff der Stadtrat das Thema wieder auf. Einstimmig sei damals beschlossen worden, die Straße als erstes großes Projekt der Amtsperiode in Angriff zu nehmen.

Allerdings haperte es mit der Förderung, denn bei einer ersten Anfrage sahen weder die Regierung von Oberfranken noch das Staatliche Bauamt die Lamitzstraße als verkehrswichtig an.

Danach wurden Argumente und Daten gesammelt. Bei der Regierung habe man damit Gehör gefunden und es gab letztendlich eine 90-prozentige Förderung. Während der sieben Monate Bauzeit wurden 16 000 Kubikmeter Erde bewegt, 3300 Meter Sickerleitungen und 450 Meter Rohrleitungen verlegt. Weiterhin wurden bei der 2620 Meter langen Baufläche 100 Schächte gesetzt und 10 500 Kubikmeter Frostschutz eingebaut. Die Fahrbahnbreite beträgt nach Abschluss der Baumaßnahme 5,50 Meter plus einem Meter Bankett.

Investiert wurden insgesamt 1,9 Millionen Euro. Der Bürgermeister freut sich, dass die Summe unter den ursprünglichen Kostenberechnungen in Höhe von 2,1 Millionen Euro liegt. "Und das bei einer derzeit überhitzten Baukonjunktur."

Sein Dank galt dem Ingenieurbüro HTS und der bauausführenden Firma Rädlinger für die gute Zusammenarbeit. Danke sagte er zudem seiner Verwaltung und dem Bauhof sowie der Regierung von Oberfranken. Letztendlich galt sein Dank auch den Grundstückseigentümern, darunter den Staatlichen Forsten, die Flächen für den Ausbau zur Verfügung gestellt haben.

Der Baudirektor für Straßenbau von der Regierung von Oberfranken, Hans-Peter Jander, sprach von gut angelegten Fördermitteln.

Und das sich die Wolfersgrüner Bürger über den Ausbau der Lamitztalstraße besonders freuen, wird daran deutlich, dass der Verein Altes Schulhaus am Samstag ein Bürgerfest organisiert.

Bürgermeister Jens Korn lud zur Teilnahme ein. Die kirchliche Segnung nahmen Pater Jan Poja und Pfarrer Andreas Krauter vor.



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