Kronach
Schau-Übung

Viele Augen sind auf die Kronacher Wehr gerichtet

Was passiert, wenn es im Kronacher Schulzentrum brennt? Diese Frage beantwortete die Feuerwehr am Sonntag vor zahlreichen interessierten Zuschauern.
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Die Brandschützer übten am Schulzentrum in Kronach den Ernstfall. Fotos: Veronika Schadeck
Die Brandschützer übten am Schulzentrum in Kronach den Ernstfall. Fotos: Veronika Schadeck
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Sie sind da, wenn es darauf ankommt. Wenn es brennt, wenn Menschen aus Notlagen gerettet werden müssen, wenn schreckliche Unfälle passieren - die Aktiven der Kronacher Feuerwehr. Was die Wehr alles kann, zeigten die Brandschützer am Sonntagnachmittag bei der Schauübung am Schulzentrum, die im Nachgang zur Feuerwehr-Aktionswoche stattfand. Es waren viele Zuschauer zum Schauplatz gekommen. Zum ersten Mal war auch die Kinderfeuerwehr mit in die Übung eingebunden. Obwohl diese Nachwuchsgruppe erst im Mai gegründet worden ist, nahmen neben rund 60 Aktiven auch schon knapp 50 Kinder an dieser Aktion teil.

Bei der Schauübung wurde ein Brand des Büchereibusses simuliert, der in der Garage im Schulzentrum untergebracht ist. Nachdem der Notruf abgesetzt worden war, rückten binnen weniger Minuten verschiedene Fahrzeuge an, darunter das Tragkraftspritzenfahrzeug, das Tanklöschfahrzeug sowie das Fahrzeug mit der 30 Meter langen Drehleiter. Binnen kurzer Zeit wurden Schläuche verlegt und die Drehleiter ausgefahren. Aufgrund des Brandes kam es laut Szenario zu einer Explosion im Dachstuhl.

Rettungseinsatz

Neben den von außen löschenden Kameraden waren auch die Atemschutzgeräteträger gefordert, im Inneren eine Ausweitung des Brandes zu verhindern und die Schüler zu retten. Diese wurden anschließend in einem Zelt versorgt. Ein Teil der Jugendlichen wurde aus dem Fachklassentrakt über die Drehleiter gerettet.

Wie Kommandant Christian Büttner erklärte, ist die Kronacher Feuerwehr bei der Übung nicht mit ihren gesamten Fahrzeugen ausgerückt: "Eine Notbesetzung wurde zurückbehalten." Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) freute sich: "Ich bin stolz auf meine Feuerwehr." Er lobte das ehrenamtliche Engagement der Wehrmänner und -frauen und deren Leistungsbereitschaft. Die Stadt könnte diesen Dienst in dieser Art und Weise nie und nimmer leisten, meinte er. Deshalb sei es dem Stadtrat immer ein Anliegen, die Feuerwehr so weit als möglich zu unterstützen, wie beispielsweise bei der Ausstattung mit Gerätschaften und Fahrzeugen.

Der Bürgermeister wies auch auf die große Anzahl der Aktiven und auf die Kinderfeuerwehr hin. Er ist überzeugt, dass das neue Feuerwehrhaus mit der kreiseigenen Atemschutzübungsanlage zur Motivation der Männer, Frauen, Jugendlichen und nicht zuletzt der Kinder beitragen wird.

Menschen zeigen ihr Interesse

"Die Schauübung war beeindruckend", so Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger. Die große Anzahl der Besucher dokumentiere die Wertschätzung, welche die Feuerwehr in der Kreisstadt erfahre. Anerkennende Worte fand zudem der weitere stellvertretende Landrat Bernd Steger (FW).

Der Vorsitzende der Feuerwehr Kronach, Stefan Wicklein, bedankte sich bei allen, die zum Gelingen der Schauübung beigetragen haben. Sein besonderer Dank galt dem Sachaufwandsträger der Bücherei, dem Landkreis Kronach sowie Timo Vogler, der das Schulzentrum zugänglich gemacht hatte.

Solche Übungen seien wichtig, um zum einen für den Ernstfall gerüstet zu sein und zum anderen aber auch, um die Arbeit der Feuerwehr der Öffentlichkeit zu zeigen. Großes Lob bekamen auch die Kleinsten: "Ihr habt Eure Sache toll gemacht!" Die Einsatzleitung bei der Schauübung hatte der stellvertretende Kommandant Christian Grebner.

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