Kronach
Konzept

Verträge für Kronacher Festungsherberge in Auftrag

Die Festungsherberge in Kronach wird künftig wohl von einem österreichischen Betreiber geleitet werden. Der Stadtrat stimmte zu, weitere Schritte einzuleiten.
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Die Festungsherberge in Kronach steht vor einer Weichen stellenden Veränderung. Foto: Marco Meißner
Die Festungsherberge in Kronach steht vor einer Weichen stellenden Veränderung. Foto: Marco Meißner
"Ich bin happy", freute sich Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) gestern in einem Gespräch über die einstimmige Entscheidung des Kronacher Stadtrats, die Zusammenarbeit mit Jufa (Jugend & Familiengästehäuser Holding GmbH) zu suchen. Nach einem mehrjährigen Kontakt mit den Österreichern wurde beschlossen, Verträge über eine Zusammenarbeit ausarbeiten zu lassen.

Beiergrößlein sieht sich dadurch in seiner Meinung bestätigt, dass es richtig war, dass das Ratsgremium von der Haltung des vorherigen Stadtrats abgerückt ist, die Festung an den Freistaat abgeben zu wollen und den Vertrag für die Fränkische Galerie zu kündigen. Inzwischen zahle sich das Umdenken aus, für das Beiergrößlein das gesamte Ratsgremium lobt.
Fördergelder würden in Millionenhöhe und langfristig fließen, so dass das zwischenzeitlich erarbeitete Festungsnutzungskonzept bereits mit Leben erfüllt werden könne - und das trotz der gleichzeitigen Haushaltskonsolidierung.


Kontakt wird enger

Ein Markstein in diesem Konzept scheint nun die Festungsherberge zu werden. Vor Jahren hatte sie ihr Gütesiegel verloren, weil der Zahn der Zeit doch arg an ihr genagt hatte, wie Beiergrößlein feststellt. Durch die Familie Backer, die vom neuen Betreiber (im Falle der Vertragsunterzeichnung) angestellt werden würde, sei es schon deutlich aufwärts gegangen.

In den vergangenen drei, vier Jahren sei der Kontakt zu Jufa dann immer enger geworden, betont Beiergrößlein, zumal der deutsche Herbergsverband den Kronachern eine Absage erteilt habe. Dass die Österreicher so lange am Ball geblieben sind, ist für Beiergrößlein ein gutes Zeichen dafür, dass sie wirklich etwas bewegen wollen. Kempten, Meersburg, Nördlingen und Hamburg - dort sei Jufa bereits in Deutschland vertreten, berichtet das Stadtoberhaupt. "Aber so etwas wie die Festung hat Jufa noch nicht im Portfolio", betont Beiergrößlein.


Regierung ist optimistisch

Auch die Regierung von Oberfranken sehe diese Entwicklung optimistisch. "Eine Abteilungsleiterin hat sogar von der Krönung für die Festung gesprochen", meint der Bürgermeister. Wenn dieses Konzept, dass natürlich auch mit Investitionen durch Jufa und voraussichtlich der Schaffung von fünf bis zehn Arbeitsplätzen verbunden sei, fruchtet, erhofft sich Beiergrößlein dadurch einen weiteren Mosaikstein in der touristischen Vermarktung der Kreisstadt.

"Dank der Events existiert der Tagestourismus in Kronach schon. Aber auf diese Weise lässt sich die Verweildauer steigern", wagt der Bürgermeister eine Prognose. Und durch entsprechende Angebote an die Herbergsgäste könnte er sich auch einen Schub für das Crana Mare vorstellen.

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