Zeyern
Verzögerung

Verkehrsministerium: Ortsumfahrung Zeyern wird ein Jahr später fertig als geplant

Die Ortsumfahrung der B 173 bei Zeyern wird wohl ein Jahr später fertig als geplant. Diese Einschätzung vertritt Bundesverkehrsminister Scheuer.
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Ein Jahr länger als bis zum anvisierten Baustellenende der Ortsumfahrung im Spätsommer 2019 werden Autos und Lastwagen mitten durch Zeyern fahren. Foto: Archiv/Barbara Herbst
Ein Jahr länger als bis zum anvisierten Baustellenende der Ortsumfahrung im Spätsommer 2019 werden Autos und Lastwagen mitten durch Zeyern fahren. Foto: Archiv/Barbara Herbst

Das teilte Minister Andreas Scheuer (CSU) seinem Parteikollegen Hans Michelbach, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Coburg/Kronach, in einem der Redaktion vorliegenden Schreiben mit.

Das geschah bereits: ein Rückblick auf die Baustelle in Zeyern

Damit hat der Minister ausgesprochen, was nach dem mittlerweile bereits elf Monate andauernden Baustopp vielerorts vermutet wurde. Es ist das erste Mal, dass von einer offiziellen Seite eingestanden wird, dass der Spätsommer 2019, der bislang als Termin für das Baustellenende anvisiert war, wohl nicht einzuhalten ist.

Michelbach jedoch kritisiert das Eingeständnis des Ministers, da es den Druck von den Verantwortlichen nehme. "Statt offiziell nach hinten zu gehen, um sich Luft zu verschaffen, müsste es das Ziel sein, den Fertigstellungstermin beizubehalten. Das würde den Verantwortlichen auch Druck machen", sagt der Abgeordnete.

Eine Nachfrage, wie das Ministerium zu dieser Einschätzung kommt, blieb am Donnerstag unbeantwortet. Im Minister-Schreiben heißt es weiter: "Diese Verzögerung ist bedauerlich, nach den mir vorliegenden Informationen konnte aber das Staatliche Bauamt nicht anders handeln."

Der Hintergrund: Der Baufirma Leonhard Weiss, die im Sommer 2017 den Auftrag für die Verbesserung des Untergrunds mit Hilfe von Rüttelstopfsäulen erhalten hatte, wurde im Herbst 2017 vom Staatlichen Bauamt Bamberg gekündigt. Die Firma habe nicht vertragskonform gebaut.

So sieht der Kompromiss zwischen Bauamt und Baufirma Leonhard Weiss aus

Seitdem ruhen die Arbeiten bei Zeyern, weil die Rüttelstopfsäulen Grundlage für weitere Tätigkeiten sind. Nachdem im Mai ein Gutachter einbestellt wurde, der Messungen vornahm, gab es vor einer Woche eine Einigung: Leonhard Weiss soll am strittigen Teil der Baustelle weiterbauen, der Rest noch im vierten Quartal neu ausgeschrieben werden.

Was das Staatliche Bauamt zu der Angelegenheit sagt und welches Bauvorhaben sich im Landkreis Kronach noch verzögert, lesen Sie hier im infrankenPlus-Artikel.

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