Kronach
Ehrenamt

Ursula Gottmann engagiert sich in der Suppenkoche

Ursula Gottmann engagiert sich in der Suppenküche des Diakonischen Werks in Kronach. Dieses sucht weitere Helfer - für das Café Sorgenfrei.
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Ursula Gottmann richtet in der Suppenküche Hackfleischklößchen mit Kartoffeln und Wirsing an. Fotos: C. Igler
Ursula Gottmann richtet in der Suppenküche Hackfleischklößchen mit Kartoffeln und Wirsing an. Fotos: C. Igler
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Ursula Gottmann richtet auf einem Teller Hackfleischklößchen mit Wirsing und Kartoffeln an. Jeden Donnerstag kocht die 62-Jährige in der Suppenküche des Diakonischen Werks Kronach-Ludwigsstadt/Michelau - und zwar ehrenamtlich.

"Sie heißt nicht nur Gottmann, sie kocht auch göttlich", lobt Andrea Harm, Leiterin der Einrichtung. Die Gäste der Suppenküche freuten sich schon jedes Mal auf den Donnerstag, wenn Ursula Gottmann auftischt. Das tut sie mittlerweile seit circa vier Jahren und Andrea Harm bezeichnet Ursula Gottmanns Engagement als bemerkenswert.

Sie würde sich noch mehr solch ehrenamtlich engagierte Frauen oder Männer wünschen. Schließlich gibt es nicht nur die Suppenküche, sondern seit eineinhalb Jahren auch ein Café, das sehr gut angenommen werde und für das sie ehrenamtliche Betreuer sucht.
"Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass sich mehrere Frauen täglich abwechseln. Es geht darum, sich mit den Gästen zu unterhalten, vielleicht auch mal einen Antrag mit auszufüllen oder im Internet etwas herauszusuchen", beschreibt Andrea Harm, dass das Diakonische Werk bei allen Angeboten - also auch im Café - viel Wert auf das Beratungsangebot lege.

Zeitungsannonce weckt Interesse

Ursula Gottmann ist durch eine Zeitungsannonce darauf aufmerksam geworden, dass das Diakonische Werk ehrenamtliche Mitarbeiter sucht und habe sich sofort angesprochen gefühlt: "Ich habe aufgehört, zu arbeiten und habe nach einer Aufgabe gesucht. Das Rentnerdasein war mir zu langweilig. Und da ich sehr gerne koche und backe, hat das wunderbar gepasst."

Sie freue sich, wenn sie anderen etwas Gutes tun kann und zugleich komme sie sich durch ihr Engagement nicht nutzlos vor. "Mich erfüllt es einfach, gebraucht zu werden", sagt Ursula Gottmann. Und das wird sie - das bestätigen ihr die vielen Gäste in der Suppenküche und auch im Café, für das sie oft mal einen Kuchen bäckt, unter anderem mit den Worten "Mensch, war das heute wieder lecker". Aus ihrer eigenen Erfahrung heraus, könne sie ein solches Engagement auch anderen empfehlen, sagt Ursula Gottmann.



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