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Ludwigsstadt
Kirche

Überraschung in Ludwigsstadt ist gelungen

Am Sonntag fand die von nun an regelmäßig abgehaltene "Überraschungskirche" der ev.-luth. Kirchengemeinde Ludwigsstadt ihren Auftakt.
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Der "Farbenrausch" stand unter Dauerbelagerung.Heike Schülein
Der "Farbenrausch" stand unter Dauerbelagerung.Heike Schülein
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Während Pauline und Lorena aus tollen Tier-Stempeln bunte Tierwelten aufs Papier zaubern, freut sich Simeon über sein cooles Farbschleuderbild. Elias baut indes mit seiner Mama ein geheimnisvolles Kaleidoskop, während andere Kinder lieber versonnen durch ein großes Teleskop gen Himmel schauen. Schöne Armbänder entstehen an der Perlenstation. Und dann gibt es noch die kleinen Naschkätzchen, die beim Plätzchen-Ausstechen "natürlich" den Teig vorher erst einmal kosten müssen.

"Dass so viel kommen, hätte ich nicht gedacht", freute sich die Leiterin der "Überraschungskirche", Kristina Fritsche, über den großen Zuspruch nicht nur von Ludwigsstädter Familien, sondern auch aus Nachbargemeinden. Das rund zehnköpfige Team hatte sich viel Mühe gegeben, um seinen großen und kleinen Gästen im evangelischen Gemeindezentrum St. Michael Schafstall einen abwechslungsreichen Sonntagvormittag zu bereiten. 2019 hatte man schon einmal eine "Überraschungskirche" abgehalten; ab sofort wird dieses Konzept eines spielerischen, aktiven und zwanglosen Zugangs zum christlichen Glauben regelmäßig stattfinden.

"Wir wollen damit junge Familien erreichen - Kinder und ihr Eltern, Großeltern, Paten, wen auch immer", betonte sie, dass alle willkommen sind, auch Familien, die vielleicht eher weniger Kontakt zur Kirche haben. Dem schließt sich ihr Ehemann, der Jugendreferent der Rennsteigregion, Sascha Fritsche, an. Im Gegensatz zu anderen Konzepten gehe es hier vor allem darum, die Eltern oder andere Bezugspersonen einzubeziehen.

Kreatives Mitmachen

Die Kinder und ihre Eltern hatten gut zu tun, um alle Stationen "abzuarbeiten". Im Mittelpunkt stand das kreative Mitmachen - beispielsweise beim Bauen von Kaleidoskopen. Liebevoll wurde ein buntes Fernrohr nach dem anderen gebastelt, verziert und mit bunten Steinchen gefüllt. Schöne Bilder gab es auch an der Teleskop-und Fernglas-Station "Schau in Gottes schöne Welt" - zu entdecken.

Unter Dauerbelagerung stand der "Farbenrausch". Mit einem Farbenrad - einer runden drehbaren Platte - entstanden bunte Farbschleuderbilder. Die Kinder suchen sich hierfür Farben aus, die auf ein rundes Blatt gespritzt wurden. Das Blatt wurde auf der Platte festgesteckt. Dann dreht einer die Kurbel - entweder das Kind oder oftmals der Papa. Kleine Kunstwerke entstanden auch an der Tierstempel-Station mit beispielsweise Fische-, Schildkröten-, Insekten- oder Schmetterlings-Motiven sowie an der Perlenarmbänder-Station. Tüchtige Kinder bereiteten indes den Nachtisch vor, indem sie Plätzchen-Teig ausrollten und ausstachen.

Anschließend ging es einen Stock tiefer ins Jugendcafé zu einem kurzen Werkstatt-Gottesdienst. Kristina Fritsche erzählte den Kindern von der farbenfrohen Schöpfung Gottes mit der herrlichen Natur, den Blumen und Tieren. Auch ein Video über das Planetarium Nürnberg wurde vorgeführt, das aufzeigte, wie "klein" unsere Erde im Vergleich zum Rest des Universums ist. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der KiGo-Band der EJ Ludwigsstadt mit fröhlichen Liedern wie "Einfach Spitze", "Alles neu", "Er hält die ganze Welt in seiner Hand" und einem Segenslied. Als Erinnerungsgeschenk gab es kleine Kärtchen mit Gedanken, Gottes Schöpfung und unsere Natur einmal anders wahrzunehmen.

Am Ende war es ein rundum gelungener Auftakt, der allen Anwesenden viel Spaß machte. Unter ihnen war auch die Gemeindepädagogin Jeannette Rockstroh des evangelischen Kirchenkreises Sonneberg. Diese war übers Internet auf die Veranstaltung aufmerksam geworden und wollte sich das Ganze vor Ort anschauen, da man selbst auch ein solches Konzept anbieten möchte. "Ich bin begeistert, was hier auf die Beine gestellt wurde und wie viele Ehrenamtliche dabei sind", lobte sie. Die gewonnenen Eindrücke bestärkten sie noch in ihrer Absicht, das generationenübergreifende Format zu übernehmen. "Wir werden das auf alle Fälle auch machen", kündigte sie an; zeige doch der große Zuspruch den vorhandenen Bedarf.

So sahen es auch die anwesenden Eltern. Wie diese bekundeten, würden sie schon gerne mit ihren Kindern in die Kirche gehen. Diese könnten aber nicht so lange stillsitzen und würden dann ungeduldig und laut. Hinzu kämen kleinere Geschwisterkinder. Überhaupt sei es schön, dass sich dieses Angebot an die ganze Familie richte.

Auch der Vormittag sei gut gewählt; könne man doch am Nachmittag noch etwas unternehmen - und gegessen habe man dann ja auch schon. Da ein solcher prall gefüllter Vormittag natürlich hungrig macht, findet nämlich die "Überraschungskirche" immer mit einem gemeinsamen Essen - dieses Mal Wienerla, Sternchensuppe sowie klein geschnittenes Obst und Gemüse - seinen Abschluss.

Bei den Jüngsten kamen die Spielstraße und die Musik besonders an; aber auch, dass Mama, Papa und Geschwister dabei waren. "Das war schön heute. Wir kommen das nächste Mal wieder", so der einhellige Tenor.

Die nächsten Termine sind: 1. März, 12. April, 3. Mai, 5. Juli, 13. September, 4. Oktober, 1. November, 6. Dezember

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