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Über fünf Millionen Euro fließen 2018 in die Kronacher Kreisstraßen

Fünf Kreisstraßen werden im Sommer 2018 neu gebaut oder saniert. Insgesamt haben die Baustellen ein Volumen von über fünf Millionen Euro.
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n der Reichenbacher Straße in Teuschnitz klafft ein großes Loch. Die Straße wird komplett erneuert, außerdem verlegt die Stadt neue Strom- und Wasserleitungen.  Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten beendet sein.  Foto: Andreas Schmitt
n der Reichenbacher Straße in Teuschnitz klafft ein großes Loch. Die Straße wird komplett erneuert, außerdem verlegt die Stadt neue Strom- und Wasserleitungen. Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten beendet sein. Foto: Andreas Schmitt
2018 liegt auf den Kreisstraßen baustellentechnisch voll im Schnitt. "Meistens gibt es pro Jahr zwei förderfähige Neubauten und zwei Straßenabschnitte, die saniert werden", berichtet Gunther Dressel, Sachgebietsleiter Kreisstraßen am Kronacher Landratsamt. Eine "Regel", die auch im bevorstehenden Sommer angewendet wird. Das Volumen der Baumaßnahmen liege dabei für gewöhnlich zwischen zwei und sechs Millionen Euro.

"Wir gehen nach einer Prioritätenliste vor", sagt Dressel. Die schlechtesten Straßen werden zuerst erneuert, intaktere sind zweitrangig. Hinzu kommt ein weiteres Kriterium: "Wir stimmen uns mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg, das für Bundes- und Staatsstraßen zuständig ist, ab. Wir wollen damit verhindern, dass es eine Umleitung von der Umleitung gibt."


Zuletzt viele Neubauten in zehn Jahren

Zum Grundzustand der Kreisstraßen im Kreis Kronach sagt der Sachgebietsleiter. "Wir haben im Landkreis Kronach schon noch ein paar schlechte Straßen. Das sind aber meistens die Straßen, auf denen nicht so viel Verkehr fließt.

In den vergangenen zehn Jahren sei gut aufgeholt worden. "Nach dem Neubau der KC3 (zwischen der Einmündung der Staatsstraße bei Wilhelmstahl und Gifting), KC4 (Posseck-Marienroth), KC17 (Marienroth-Wickendorf) und KC26 (Ludwigsstadt - Steinbach an der Haide) sind wir auf einem guten Weg." Im Sommer 2018 sollen in die Kreisstraßen insgesamt über fünf Millionen Euro investiert werden.


KC18 zwischen Windheim und Hirschfeld


Circa 2,5 Millionen Euro kostet das teuerste Kreisstraßen-Bauvorhaben des Jahres 2018. Insgesamt wird eine Strecke von 820 Metern Länge neu gestaltet. Die Erdbauarbeiten begannen bereits 2017; seit Ostern 2018 rollen die Bagger erneut. Die Fertigstellung ist im Oktober angedacht.
Was wird gemacht? Die Straße wird komplett erneuert inklusive der Entwässerungsleitungen. Dies war wegen des schlechten Unterbaus und der fehlenden Entwässerung notwendig. Zusätzlich entstehen ein Geh- und Radweg und eine barrierefreie Querungshilfe auf Höhe des Hirschfelder Friedhofs. "Wir schließen die letzte Radweglücke zwischen Rennsteig und Hirschfeld", sagt Gunter Dressel, Leiter des Sachgebiets Kreisstraßen am Landratsamt. Außerdem erhält die Kurve im Wald einen größeren Radius. 35 000 Kubikmeter Erde und Felsen werden dafür abgetragen.
Wer zahlt was? Einschließlich Grunderwerb und landschaftspflegerischer Begleitplanung kostet der Bau 2,5 Millionen Euro. Eine Förderzusage der Regierung von Oberfranken ist, so Dressel, bereits im Kronacher Landratsamt eingegangen. Wie hoch diese sein wird, steht noch nicht fest. "Normalerweise sind es aber 80 bis 90 Prozent", erläutert Dressel.
Den Restbetrag übernimmt der Landkreis - mit Ausnahme von 30 000 Euro, die die Gemeinde Steinbach am Wald zahlen muss. Denn im Zuge der Arbeiten wird auch der Abschnitt zwischen dem Hirschfelder Friedhof und dem Beginn der Bebauung saniert. Dort und auch in Windheim werden die Gehwege verlängert, um sie an den neuen Radweg anzuschließen.
Wann wird gesperrt? Die Straße wird während der gesamten Bauzeit bis Ende Oktober voll gesperrt. Eine Umleitung ist über Steinbach am Wald und die B 85 ausgeschildert.


KC8 Ortsdurchfahrt Teuschnitz


Der Spatenstich zu der aufwendigen Baustelle war am 9. April: Auf 680 Metern Länge wird an der Ortsdurchfahrt gearbeitet. Die Reichenbacher Straße ist von der Stadtmitte bis zum Edeka-Markt Baustelle.
Was wird gemacht? Der Landkreis ist Bauträger der Gemeinschaftsmaßnahme von Kreis und Kommune. Auf Kosten des Landkreises wird die Straße inklusive der Straßenentwässerung erneuert. Gleichzeitig werden auch einige im Zuständigkeitsbereich der Stadt Teuschnitz liegende Arbeiten mit erledigt - etwa der Bau von Gehsteigen und die Neuverlegung von Wasser- und Stromleitungen.
"Vor einigen Jahren haben wir die Straße schon einmal geflickt", erinnert sich Gunther Dressel. Jetzt aber habe sie vom Aufbau nicht mehr aktuellen Vorschriften entsprochen. "Und die Gemeinde wollte sowieso etwas an den Leitungen machen."
Wer zahlt was? Die Baukosten betragen insgesamt 1,7 Millionen Euro. Der Landkreisanteil der Baustelle schlägt mit 980 000 Euro zu Buche. Eine Förderzusage liegt bereits vor, die Höhe ist noch unbekannt. Der städtische Anteil von rund 600 000 Euro wird von der Kommune über die Gebühren an die Bürger umgelegt.
Wann wird gesperrt? Die Arbeiten werden bis Ende Oktober dauern. Die Straße ist voll gesperrt. Es gibt eine weiträumige Umleitung.



KC35 zwischen Windheim und Buchbach

Auf einer Länge von 2,75 Kilometern wird die Straße, die zu viele Risse hatte, erneuert.
Was wird gemacht? Die alte Decke wird abgefräßt und durch eine neue ersetzt. "Der Verschleiß ist ganz normal. Alle 30 Jahre muss so eine Deckschicht erneuert werden", erläutert Dressel die Maßnahme, die rein dem Unterhalt der Straße dient.
Wer zahlt was? Die Baukosten schätzt das Landratsamt auf 480 000 Euro, die komplett aus Kreismitteln aufgebracht werden.
Wann wird gesperrt? Die Sanierung soll in den Pfingstferien stattfinden. "Diese Zeit nehmen wir bewusst, um möglichst wenig Verkehr zu haben - insbesondere im Bereich der Schulbusse", sagt Dressel. Es soll während der Baumaßnahme eine Umleitung über Kehlbach geben.



KC13 Ortsdurchfahrt Au

Die ursprünglich geplante Baumaßnahme findet 2018 doch nicht statt. "Die Gemeinde Küps hat bei Prüfungen festgestellt, dass auch die Wasserleitungen erneuert werden müssen." Dies soll im Zuge der Erneuerung der Asphaltschicht mit erledigt werden, übersteigt jedoch den kommunalen Haushalt 2018. Deshalb soll nun im nächsten Jahr gebaut werden.


KC1 Ortsdurchfahrt Ebersdorf


Der erste Bauabschnitt fand bereits 2017 statt, nun folgen der zweite und dritte Teil.
Was wird gemacht? Auf einer Länge von 1,3 Kilometern wird die Asphaltschicht erneuert.
Wer zahlt was? Insgesamt kostet die Sanierung 470 000 Euro, auf den Landkreis entfallen 380 000 Euro.
Wann wird gesperrt? Der Bau hat gestern begonnen. Es gibt eine weiträumige Umleitung.


Bachmauer Wötzelsdorf


Die Maßnahme wird weniger umfangreich als ursprünglich gedacht.
Was wird gemacht? "Bei Tests haben wir festgestellt, dass die Mauer in den nächsten Jahren komplett erneuert werden muss", sagt Dressel. Deshalb gibt es nun lediglich kleine Instandhaltungsarbeiten.
Wer zahlt was? Der Kreis übernimmt die 8000 bis 10 000 Euro.
Wann wird gesperrt? Das ist noch nicht ganz klar. "Bei schönem Wetter", sagt Dressel über den Zeitpunkt der halbseitigen Sperrung mit Ampel. Es muss nicht umgeleitet werden.


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