Kronach
Breitensport

Über 600 Kilometer kamen zusammen

Ein sportliches Highlight war das von der Turnerschaft Kronach ausgetragene 12-Stunden-Schwimmen. 221 Wasserratten zogen ihre Bahnen.
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Die Bahnen des Crana Mare waren beim 12-Stunden-Schwimmen stets gut belagert.Heike Schülein
Die Bahnen des Crana Mare waren beim 12-Stunden-Schwimmen stets gut belagert.Heike Schülein
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Bereits zum neunten Male veranstaltete die Schwimm-Abteilung der Turnerschaft Kronach ihr bekanntes 12-Stunden-Schwimmen. Das beliebte Top-Event für Freizeit- und Hobbyschwimmer war im Jahr 2000 anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Schwimm-Abteilung aus der Taufe gehoben worden. Heuer waren es stolze 221 - 95 weibliche und 126 männliche - "Wasserratten", die sage und schreibe 606 950 Meter zurücklegten. Dies waren 26 250 Meter mehr als beim letzten 12-Stunden-Schwimmen im Jahr 2016 und sogar 77 250 Meter mehr als im Jahr 2014 - und das, obwohl vor zwei Jahren 53 Teilnehmer und vor vier Jahren 39 Teilnehmer mehr am Start waren. Eine starke Leistung!

Die Sieger in den Wertungen Frauen, Männer und Familien wurden jeweils mit einem Pokal geehrt. Zudem gab es wiederum Medaillen für bestimmte Schwimmleistungen (ab 2500 Meter Bronze, ab 5000 Meter Silber, ab 10 000 Meter Gold) sowie Sonderpreise für Kinder (Jahrgang 2010 und jünger) und Senioren (Jahrgang 1953 und älter). Alle Schwimmer, die mindestens 100 Meter zurücklegten, erhielten eine Urkunde. Die Teilnehmer im Alter von sechs bis 71 Jahren konnten von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr am Abend nach Herzenslust beziehungsweise ihrer Kondition entsprechend ihre Runden ziehen. Schwimmpausen waren jederzeit möglich. Auch der Schwimmstil konnte frei gewählt werden. In der Familien-Wertung durften unbegrenzt viele Familienmitglieder teilnehmen, jedoch mindestens drei. Ebenso musste zumindest ein Groß- beziehungsweise Elternteil dabei sein.

Bestleistung: 26 Kilometer

Die Bestleistung betrug in diesem Jahr stolze 26 Kilometer. Erreicht wurde sie sowohl von Xenia Makeev bei den Frauen wie auch von Sandro Herbst bei den Männern. Auf den Plätzen folgten bei den Schwimmerinnen Fabienne Haupt mit 20 km vor Hanna Kotschenreuther mit 18,95 km, Silvia Fischer mit 13 km und Justyna Swol mit 11,1 km. Bei den Schwimmern sicherte sich Dirk Coppens Rang zwei mit 18,6 km vor Daniel Hering mit 17 km sowie Fabian Hugel und Yannick Stumpf, die sich mit jeweils 15,15 km Rang vier teilten.

Familie Fischer weit vorne

Die Familienwertung entschied die Familie Fischer mit großem Abstand für sich. Mit insgesamt 38 km schafften die vier fast die doppelte Schwimmstrecke wie die Familie Jacobi mit 19,55 km. Auf den Rängen drei bis fünf folgten die Familien Kenner, Hoffmann und Kieslich, die mit 11,2 km, 10,55 km und 7,75 km ebenfalls sehr gute Ergebnisse für sich verbuchen konnten. Insgesamt gingen sieben Familien an den Start.

Die ältesten Teilnehmer waren Hannelore Kratofil mit 71 Jahren (700 m) und Wolfram Naser mit 69 Jahren (2,8 km). Als jüngste Nachwuchstalente glänzten die beiden Sechsjährigen Lara Deuerling (250 m) und Ben Fiedler (1 km).

Schirmherr des sportlichen Highlights war erneut Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, der auch am Abend die Siegerehrung vornahm. Das Stadtoberhaupt bedankte sich - auch in seiner Funktion als stellvertretender Landrat - in herzlichen Worten bei der Schwimm-Abteilung und Wettkampfleiter Detlef Haffelt für die Ausrichtung des wieder einmal rundum gelungenen und bestens organisierten Top-Events wie auch das große Engagement das ganze Jahr über. "Was wäre Kronach ohne das Crana Mare?", warf er in den Raum. Dabei räumte er ein, dass es in seiner nunmehr zehnjährigen Amtszeit zuweilen ein schwerer Weg gewesen sei, das Schwimmbad - als freiwillige Leistung der Stadt - trotz leerer Kassen zu erhalten. Nun aber gehe es in Kronach aufwärts. Man sei nicht mehr nur am Sparen, sondern investiere wieder. In die Planungen werde auch das Crana Mare einbezogen, wobei man hier noch in verschiedene Richtungen denke - eventuell in Form eines Zweckverbandes und den Bau eines neuen, für die Nichtschwimmer-Ausbildung so wichtigen Lehrschwimmbeckens.

Auch Detlef Haffelt zollte allen Teilnehmern, die das 12-Stunden-Schwimmen wiederum zu einem vollen Erfolg werden ließen, größte Anerkennung. Er bedankte sich bei der Stadt Kronach für die kostenlose Überlassung des Schwimmbads und dem Bürgermeister für die Übernahme der Schirmherrschaft. Dank zollte er ebenso allen Helfern seitens der Turnerschaft beziehungsweise der Schwimm-Abteilung der Turnerschaft, der DLRG Kronach und des ASC Marktrodach sowie dem gesamten Crana Mare-Team rund um Bademeister Ralf Deuerling, welches das Schwimmbad wettkampfbereit gemacht habe. Ein dickes Dankeschön gebühre ebenso allen Kuchenbäckerinnen, großzügigen Sponsoren sowie Christian Esser und seinem Vater Peter Esser für die perfektionierte Auswertung der Schwimmleistung, nahezu auf Knopfdruck. "Ohne alle diese Beteiligten hätte der sportliche Wettkampf nicht realisiert werden können", würdigte der Wettkampfleiter.

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