Burggrub
IHK-Prüfung

Thomas Müller ist der beste IHK-Betriebswirt des Jahres

Thomas Müller aus Burggrub hat das beste Prüfungsergebnis bei den IHK-Prüfungen erzielt. Jetzt will er sich erst einmal auf seinem Erfolg ausruhen, aber Schluss mit Lernen ist nicht. Denn Thomas Müller hat weitere Pläne.
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Thomas Müller aus Burggrub freut sich mit seiner Freundin Jenny Rebhan. Sie hat ihn während der Büffelei oft entbehren müssen, aber jetzt möchte Thomas Müller erst einmal seinen neuen Status als geprüfter Betriebswirt der IHK genießen. Beruflich hat sich die Qualifikation auch schon ausgewirkt.  Fotos: Sonja Adam
Thomas Müller aus Burggrub freut sich mit seiner Freundin Jenny Rebhan. Sie hat ihn während der Büffelei oft entbehren müssen, aber jetzt möchte Thomas Müller erst einmal seinen neuen Status als geprüfter Betriebswirt der IHK genießen. Beruflich hat sich die Qualifikation auch schon ausgewirkt. Fotos: Sonja Adam
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Thomas Müller (27) aus Burggrub war bei den IHK-Prüfungen der Beste. In einer Feierstunde in der Dr. Stammberger-Halle in Kulmbach wurde der Burggruber von IHK-Vizepräsident Michael Möschel geehrt. Auch der stellvertretende Landrat Gerhard Wunder (CSU) gratulierte. Der Erfolg, den der 27-Jährige erzielt hat, kann sich sehen lassen. Denn er hat auch zugleich einen Meisterpreis eingeheimst. Und dieser Meisterpreis setzt voraus, dass man mindestens 81 Prozent bei der Prüfung richtig hatte, also schlechtestenfalls mit der Note zwei abgeschlossen hat. Vergeben wird der Meisterpreis von der Bayerischen Staatsregierung.

Von seiner Freundin Jenny Rebhan (26) bekam Thomas Müller einen dicken Drücker zur Feier des Tages. "Es war keine einfache Zeit. Man musste schon zurückstecken, aber das macht man ja gerne, wir haben das auch überstanden!", sagt Jenny Rebhan offen und ehrlich.
Und jetzt freut sie sich und will sich auch noch eine kleine Überraschung für ihren Freund ausdenken. "Mir fällt bestimmt noch was ein", sagt sie und schmunzelt.

Die nächste Idee

Thomas Müller ist bei der Firma ASS in Stockheim. Dort hat er seine Lehre zum Industriekaufmann absolviert und wurde übernommen. "Durch die Ausbildung, die ich jetzt gemacht habe, bin ich jetzt in den Expert gewechselt", sagt Thomas Müller und ist begeistert. "Jetzt werde ich erst einmal ein bisschen meinen Erfolg genießen", sagt der 27-Jährige. Allerdings hat er schon die nächste Idee im Hinterkopf: Denn eigentlich würde er sich gerne noch ein bisschen sprachlich weiterbilden. "Bei der IHK gibt es ja keinen weiteren Abschluss, dann könnte ich höchstens noch studieren. Aber ich will lieber erst einmal Sprachen vertiefen", hat sich Müller vorgenommen.

Der Vizepräsident der IHK, Michael Möschel, freute sich bei der Abschlussfeier über die lebenslange Lernbereitschaft der IHK-Absolventen. Insgesamt haben in diesem Jahr 451 Männer und Frauen an den IHK-Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. Davon haben 330 ihr Ziel erreicht, das entspricht 73,2 Prozent. "Dass Weiterbildung keine Frage des Alters mehr ist, zeigt die Altersspanne unserer Teilnehmer. Der älteste Prüfling ist im Jahr 1957 geboren, der jüngste im Jahr 1993", freut sich Möschel. Insgesamt hatten die Teilnehmer die Wahl zwischen 15 verschiedenen Weiterbildungsfachrichtungen. Beim technischen Betriebswirt, beim Industriemeister in der Fachrichtung Kraftverkehr oder Metall waren natürlich auch in diesem Jahr die Männer dominant, aber den Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen absolvierten vorwiegend Frauen.

Echte Spitzenleistung

Besonders gratulierte Möschel den Meisterpreisabsolventen. Denn sie gehören zu den besten zwanzig Prozent ihres Abschlusses. "Das ist eine echte Spitzenleistung", sagte Möschel. Mit der Übergabe der Weiterbildungsurkunde endet für die IHK-Absolventen ein Lebensabschnitt. "Sie haben neben Ihrem Beruf regelmäßig Kurse besucht, haben gelernt, Zeit, Geduld und Nerven investiert", so Möschel. Und genau solche Menschen braucht die Region. Denn schon jetzt ist der Fachkräftemangel deutlich zu spüren.

Der IHK-Fachkräftemonitor hat nämlich ergeben, dass in Oberfranken rund 17.000 Fachkräfte fehlen, im Jahr 2030 wird die Lücke 57.000 betragen. "Und interessant dabei ist, dass in Oberfranken vor allem beruflich qualifizierte Fachkräfte benötigt werden, weniger Akademiker. Rund 56.000 beruflich Qualifizierte gegenüber 900 Akademikern, ist die Prognose für das Jahr 2030", erklärte Möschel. Und damit stehe den IHK-Absolventen eine positive Zukunft bevor.

In Stadt und Landkreis Kronach wurden insgesamt vier Meisterpreise der Bayerischen Staatsregierung vergeben: Thomas Müller (geprüfter Betriebswirt), Daniel Müller (geprüfter Bilanzbuchhalter), André Kestel (technischer Fachwirt), Bianca Ruß (geprüfte Wirtschaftsfachwirtin).
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