Teuschnitz
Stadtrat

Teuschnitz bekommt ab 1. Januar Fernwasser

Nach den Querelen mit der Frankenwaldgruppe zeigte sich Bürgermeisterin Gabriele Weber sehr froh, dass die FWO Oberfranken ab 1. Januar Wasser liefert.
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Vorerst zehn Jahre lang soll Teuschnitz Wasser von der FWO bekommen. So lange läuft der Vertrag. Symbolfoto: Patrick Pleul, dpa
Vorerst zehn Jahre lang soll Teuschnitz Wasser von der FWO bekommen. So lange läuft der Vertrag. Symbolfoto: Patrick Pleul, dpa

Bei seiner Sitzung vom Montagabend beschloss der Stadtrat Teuschnitz einen Wasserlieferungsvertrag mit der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO). Ab dem 1. Januar 2019 kann Teuschnitz über den Zweckverband günstiges Wasser beziehen.

Teuschnitz freut sich, dass die FWO ab diesem Zeitpunkt die Wasserlieferung der Stadt garantiert und die Bürger mit hochwertigem Wasser zu einem relativ günstigen Preis beliefern wird. Die Freude stand Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) ins Gesicht geschrieben, als sie die Eckpunkte des der Stadt von der FWO übersandten Vertragsentwurfs vorstellte, verbunden mit dem Dank an die FWO.

Die Versorgung mit Trinkwasser erstreckt sich auf die Stadtteile Teuschnitz und Wickendorf. Das Übergabebauwerk befindet sich auf Flur-Nummer 208, Gemarkung Reichenbach. Ab dem Übergabebauwerk ist die Stadt Teuschnitz für die Wasserleitung zuständig.

Dem Vertrag liegt eine jährliche Liefermenge von 50 000 Kubikmetern zugrunde. Innerhalb der ersten beiden Jahre der Vertragslaufzeit räumt die FWO eine Änderung der jährlichen Bestellmenge ein - mit einer Überschreitung von 10 Prozent. Für alles, was darüber hinausgeht, erfolgt ein Aufschlag von 56 Cent/m³. Der Vertrag läuft ab dem 1. Januar 2019 zehn Jahre und verlängert sich um jeweils fünf Jahre, wenn er nicht zwei Jahre vor Ablauf der Geltungsdauer gekündigt wird. Der einmalige Baukostenzuschuss beträgt vorläufig 35 000 Euro. Für die Übergabeeinrichtung in ein bestehendes Schachtwerk fallen Kosten von maximal 25 000 Euro an. Derzeit wird die Nutzung des Hochbehälters hinsichtlich der technischen Machbarkeit geprüft. Bei Lieferung ohne Hochbehälter beträgt der Wasserpreis zurzeit 0,77 €/m³, mit Hochbehälter 0,80 €/m³.

"Endlich!", freute sich Weber über das Teuschnitzer "Happy End" nach langen Querelen mit der Frankenwaldgruppe (FWG). Der Wasserversorger hatte der Stadt untersagt, ohne seine Zustimmung günstiges Wasser bei der FWO zu beziehen. Laut einer Pressemitteilung stimmt die FWG mittlerweile der Lieferung zu. Der Stadt liegt bis dato keine schriftliche Zusage vor. In der Sitzung am 28. September wird der Punkt der Verbandsversammlung vorgelegt.

Neuer Brunnen für Haßlach

In der Haßlacher Dorfmitte wird zwischen der Rollerbrücke und der Thüringer Straße ein Brunnen errichtet - ein Vorhaben, das für die Bevölkerung große Priorität hat. Am 4. Juni fand eine Ortsbegehung mit dem Stadtrat statt, bei der Standort, Größe und Gestaltung des Brunnens besprochen wurden. Das Ing.-Büro HTS Plan hat Angebote für einen sechseckigen Brunnen aus Granit mit einem Durchmesser von 1,8 m und einer Granitsäule eingeholt. Zwei Firmen hatten Angebote von teilweise bis zu 20 000 Euro abgegeben.

Diese Kosten waren den Haßlacher Stadträten zu hoch, zumal der örtliche Gartenbauverein sich an den Anschaffungskosten beteiligen möchte. Dritter Bürgermeister Werner Neubauer und Harald Martin (beide CSU/FWG) haben daraufhin selber recherchiert und ein günstigeres Angebot für einen kleineren Brunnen mit 1,35 m Durchmesser eingeholt.

Der Gartenbauverein hat den Brunnen bereits angeschafft und die Kosten mit circa 7000 Euro vorgestreckt. Die Kosten für Erdarbeiten, Fundament, Wasserzuführung, Elektroinstallation und Begrünung betragen circa 3600 Euro. Die Brunnenanlage soll durch eine Kostenbeteiligung des Gartenbauvereins von 5000 Euro, einer Entnahme aus Rücklagen der Antennengemeinschaft von 2000 Euro sowie durch erhoffte Spenden von 2000 Euro finanziert werden. Die Stadt übernimmt die Restkosten.

Im Gremium gab es viel Lob für den rührigen Gartenbauverein, der auch selbst Hand anlege und der Stadt viel Geld einspare. Der Brunnen soll 2019 eingeweiht werden.

Mehr Platz für Kinder

Der Stadtrat genehmigte auf Antrag der Katholischen Kirchenstiftung eine Nutzungsänderung im Kindergartengebäude Teuschnitz und erteilte dem Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen.

Der Kiga besteht ursprünglich aus einer Gruppe mit Regelkindern ab drei Jahren und einer gemischten Gruppe mit sechs Regelkindern und neun Krippenkindern. Aufgrund vermehrter Anfragen nach Krippenplätzen ist die gemischte Gruppe mit nunmehr zwölf Krippenkindern belegt. "Es können daher keine Regelkinder mehr in dieser Gruppe betreut werden", erklärte Weber. Zurzeit besuchen 25 Kinder die Kiga-Gruppe. Im Laufe des Jahres erhöht sich die Anzahl auf 33. Aufgrund der erhöhten Kinderzahl ist die Schaffung eines zusätzlichen Raums erforderlich, in welchem die Vorschulkinder betreut werden können.

Da nicht feststeht, ob sich diese Entwicklung fortsetzt, wird vorgeschlagen, weitere Räumlichkeiten vorübergehend zu nutzen. Im Obergeschoss bietet sich dafür der Aufenthaltsraum des BRK an. Bauliche Maßnahmen sind bis auf die Anbringung von zwei Handläufen nicht erforderlich. Zudem müssen mit Funk verbundene Brandschutzmelder eingebaut werden. Die Kiga-Aufsicht im Landratsamt hat der Maßnahme zugestimmt. Mit dem BRK wurden Gespräche geführt; der Aufenthaltsraum wird aus dem Mietvertrag heraus genommen.

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