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Stockheim
Imkerei

Stockheim: Mit einem Schwarm fing alles an

Hans Ludwig aus Stockheim ist ein leidenschaftlicher Imker. Nebenbei ist er aber auch noch äußerst kreativ.
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Hobby-Imker und Bastler Hans Ludwig zeigt mit Ehefrau Elvira einen kleinen Ausschnitt seiner Wachsfiguren und zerlegt dabei eine Kerzenform. Die Ehefrau zeigt ein Wachsmodell der "betende Hände" von Albrecht Dürer.  Foto: Karl-Heinz Hofmann
Hobby-Imker und Bastler Hans Ludwig zeigt mit Ehefrau Elvira einen kleinen Ausschnitt seiner Wachsfiguren und zerlegt dabei eine Kerzenform. Die Ehefrau zeigt ein Wachsmodell der "betende Hände" von Albrecht Dürer. Foto: Karl-Heinz Hofmann

Der 69-jährige Rentner Hans Ludwig ist seit über 20 Jahren leidenschaftlicher Imker. Zusätzlich befasst er sich seit vielen Jahren mit der Herstellung von Figuren, Reliefs und Kerzen aus Bienenwachs. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Neben seinen Hobbys mit der Pflege des eignen Waldes, von Haus, Hof und Garten widmet er sich seinen Bienenvölkern. Seit Millionen Jahre nutzen Bienen die Heilkräfte der Natur. Das war es auch, was den naturverbundenen Menschen, Kräuterexperten und leidenschaftlichen Pilzsammler Hans Ludwig vor fast 22 Jahren zum passionierten Imker werden ließ.

1998 fing alles an

Im Jahr 1998 begann er mit seiner Bienenzucht. Wie er erzählt, übernahm er mehrere Bienenvölker eines Imkers, der seit Jahrzehnten im Gebiet um den ehemaligen Weiler Traindorf, im Wald zwischen Stockheim und Neukenroth gelegen, einen etablierten Bienenstock aufgebaut hatte. Dieser Imker wollte seine Imkerei aus Altersgründen abgeben und versprach die Übergabe des "Tradofe Waldbiena-Häusla" demjenigen, der zuerst einen Bienenschwarm einfängt. "Und der war ich", sagt Ludwig schmunzelnd. Und so ist er heute Herr über zehn Bienenvölker (ein Volk sind etwa 50 000 bis 60 000 Bienen). Heute kann er sich ein Leben ohne seine Bienen nicht mehr vorstellen.

"Ich bin fasziniert von dieser äußerst emsigen und fleißigen Tierart, die für das Leben der Menschen große Bedeutung hat. Die Biene ist eines der wichtigsten Nutztiere für die Menschen", sagt Ludwig. Neben Honig und Bienenwachs enthält ihr Gemisch aus Pollen viele wertvolle Nährstoffe.

Wertvolle Nährstoffe

Ludwigs zweite Liebe und Leidenschaft gehört aber auch seit 20 Jahren dem Bienenwachs. Das von den Bienen abgesonderte Wachs benutzen sie zum Bau der Bienenwaben. Die ursprünglich hell-gelben Waben nehmen nach einiger Zeit im Bienenvolk durch das Bebrüten eine braun-schwarze Farbe an. Diese alten Waben entnimmt der Imker und sie werden durch Hitze und Wasserdampf eingeschmolzen. Nach so erfolgter Trennung der Schmutzstoffe entsteht wieder helles, reines Wachs. Danach beginnt für den Bastler und Tüftler die Filigranarbeit mit der Herstellung von kleinen Figuren, Reliefs und Kerzen. Dazu verwendet er verschiedene Fertigformen, in die das Wachs gegeben wird und woraus jeweils das gewünschte Präparat gegossen wird. So entstanden für Ludwig im Laufe der Zeit immer neue kreative Ideen.

Zu den gängigsten Wachsvariationen gehören natürlich Kerzen in verschiedenen Größen. Ein Geheimtipp sind die Madonnenmodelle mit dem Jesuskind auf dem Arm oder auf einem Globus stehend mit und ohne Krone. Neu hat er sich der 69-Jährige auch an die "betenden Hände von Albrecht Dürer" gewagt. Und so gibt es immer wieder neue Ideen, sagt der Rentner.

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