Ziegelerden
Bürgerversammlung

Stadt Kronach will das Schulhaus erhalten

Die Ziegelerdener Vereine möchten die Räumlichkeiten des ehemaligen Schulgebäudes für ihre Aktivitäten nutzen. Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) sagte seine Unterstützung zu.
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Die Ziegelerdener Bürger wollen das alte Schulhaus für Vereinsaktivitäten erhalten.  Foto: Archiv
Die Ziegelerdener Bürger wollen das alte Schulhaus für Vereinsaktivitäten erhalten. Foto: Archiv
Neben dem ausführlichen Bericht von Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) standen Bürgeranfragen und Anregungen im Vordergrund der Bürgerversammlung in Ziegelerden. Das Rasen der Autofahrer durch die Ortsdurchfahrt trotz Tempo-30-Zone, behindertengerechter Zu- und Ausstieg im öffentlichen Nahverkehr, die Erhaltung des Schulhauses für Vereinsaktivitäten sowie Unterstellmöglichkeiten für Utensilien und Gerätschaften der Dorfgemeinschaft in der Garage des ehemaligen Feuerwehrhauses, die Schaffung eines neuen Informations-Schaukastens sowie die Namenserfassung für gefallene Soldaten des Zweiten Weltkriegs am Kriegerehrenmal standen auf der Agenda der Bürgerschaft.


Der Bürgermeister nahm den Wind etwas aus den Segeln, als er schon in seinem Bericht ankündigte: "Wir werden alles tun, um das Schulhaus in Ziegelerden zu erhalten". Dabei konnte er gleich zusichern, dass im nächsten Jahr die Fenster erneuert werden und man auch einen Blick auf die Erneuerung der Heizungsanlage wirft, die in den nächsten Jahren fällig sein wird. "Das Schulhaus in Ziegelerden liegt mir genauso am Herzen wie die Turnhallen in Gehülz und Neuses, für die es ebenfalls tragbare Lösungen zu finden gilt." Speziell auf Ziegelerden eingehend nannte der Bürgermeister Straßensanierungen wie den Brunnenweg, Teilstücke der Bergstraße und Ortsverbindungsstraßen als wichtige Maßnahmen. Als besonders erfreulich nannte er das bürgerliche Engagement der Dorfgemeinschaft und der Vereine in Ziegelerden. Mit ihrer Initiative und dem Einsatz des Heimat-Pflegevereins sei am ehemaligen Tropfhaus-Platz ein schönes Tappenmacher-Denkmal errichtet worden.

Treppe ist Gefahrenstelle

Stadtrat Johannes Hausmann (CSU) unterstrich die große Leistung der Dorfgemeinschaft und der Vereinsarbeit und dankte der Stadt für die gute Zusammenarbeit. Derzeit werde die Schulmauer saniert, aber man müsse auch über die Treppe nachdenken, denn sie stelle eine Gefahrenstelle dar. Ferner bat er um Prüfung, ob nicht das Feuerwehrhaus als Unterstellmöglichkeit für Utensilien der Dorfgemeinschaft zur Verfügung gestellt werden könne. Die Dorfgemeinschaft brauche einen Platz und Raum dafür.

Arnold Fischer und Josef Schreiber sprachen die Problematik der Verkehrsschilder entlang der Ortsdurchfahrt an. Zum einen sei die Vorfahrt am Gasthaus Hanna geändert worden, zum anderen gelte doch bei Tempo 30- Zonen ein rechts vor links, was aber schon kurz nach der Ortseinfahrt durch ein Vorfahrtsschild wieder aufgehoben werde. Horst Messelberger monierte, dass die Geschwindigkeit von den Autofahrern nicht eingehalten werde. Außerdem bat Messelberger, den Gehweg zum Friedhof auszubessern. Josef Schreiber sprach den Stadtbusverkehr an, der behindertenfreundlicher sein müsste und bedauerte auch, dass nach 17 Uhr keine Buslinie nach Ziegelerden mehr bestehe.

Matthias Horner bat um Erneuerung des Schaukastens, weil dieser das Regenwasser durchlasse. Stefan Wicklein sicherte die Auswechslung zu weil die Stadt dabei sei, sukzessive Schaukästen auszuwechseln, wo dies notwendig sei.

Herta Baier sprach im Namen des Obst-und Gartenbauvereins, dessen Mitglieder sich sehr viel um die Ortsverschönerung in ehrenamtlichem Engagement einsetzen. Sie bat die Stadt, doch den Hang am Park- und Dorfplatz in der Ortsmitte zu mähen, "hierzu haben wir nicht die richtigen Gerätschaften". Ferner sollten die Container, ähnlich wie auf dem LGS-Gelände, mit Holzpalisaden eingefasst werden. Stadtwerkeleiter Peter Maaß konnte Abhilfe in Aussicht stellen. Stefan Wicklein meinte, dass die Holzpalisaden auch für Ziegelerden vorgesehen seien. Man werde den Wünschen des Obst-und Gartenbauvereins nachkommen.

Weiterer Verkehrsspiegel

Nach Meinung von Peter Witzler sollte an der Einmündung der Verbindungsstraße zur B 85 ein zweiter Verkehrsspiegel angebracht werden. Dies lasse man prüfen, sagte der Bürgermeister. Armin Herbst und Heinz Hausmann lag die Ehrung von gefallenen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg am Herzen. Leider befinde sich am Kriegerdenkmal keine Tafel mit Namen. Hausmann führte an, dass seines Wissens in der St. Anna-Kapelle ein Gedenkbuch mit den 532 Namen ausgelegt werden solle. Stefan Wicklein informierte, dass für die Gestaltung dieses Gedenkbuchs wohl Schulen eingeschaltet worden seien. Man werde sich über den neuesten Stand informieren.
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