Kronach

Zwischenbilanz: Zweikampf an der Spitze der Kreisklasse 2

Während der VfR Johannisthal um den Titel spielt, müssen zwei Kronacher Teams um den Ligaerhalt in der Kreisklasse 2 zittern.
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In der Hinrunde verlor der VfR Johannisthal um Patrick Kwiotek (weißes Trikot) zu Hause mit 0:1 gegen den FC Altenkunstadt/Woffendorf mit Christian Schnapp. Das Rückspiel fällt auf den letzten Spieltag.  Foto: H. Weiß
In der Hinrunde verlor der VfR Johannisthal um Patrick Kwiotek (weißes Trikot) zu Hause mit 0:1 gegen den FC Altenkunstadt/Woffendorf mit Christian Schnapp. Das Rückspiel fällt auf den letzten Spieltag. Foto: H. Weiß

Die sieben Mannschaften aus dem Landkreis Kronach, die in der Kreisklasse 2 auf Punktejagd gehen, verteilen sich zur Winterpause auf alle Tabellenregionen. Ganz oben hat der VfR Johannisthal als Tabellenführer gute Aussichten auf die Rückkehr in die Kreisliga. Auch wenn die Verantwortlichen vor dieser Saison vorsichtige Ziele formuliert hatten, so galt der Absteiger neben dem Zweitplatzierten FC Altenkunstadt/Woffendorf doch als größter Titelkandidat.

Somit überrascht es kaum, dass der VfR nach 19 Spielen mit vier Punkten Vorsprung an der Spitze steht. Zumal Spielertrainer Tobias Mayer im Sommer mit seinem ehemaligen Friesener Mannschaftskameraden Marcel Lindner einen gleichberechtigten Partner zur Seite gestellt bekommen hat, der mit seinen 19 Saisontoren nur vom Teamkollegen Mario Hofmann (20 Tore) übertroffen wird.

Momentan sieht es so aus, als würde alles auf einen Zweikampf zwischen den "Korbmachern" und den Altenkunstadtern hinauslaufen. Beide stehen sich am letzten Spieltag am 22. Mai gegenüber.

Aufsteiger auf Platz 3

Große Ziele hatte der Aufsteiger SSV Ober-/Unterlangenstadt. Mit einem verstärkten Kader - unter anderem kam Torjäger Philipp Schubert (18 Tore) von der SG Rothenkirchen - wollte sich die Mannschaft um Spielertrainer Sven Walther unter die Top 3 mischen. Dies gelang und der SSV hat mit fünf Punkten Rückstand auf Platz 2 sogar noch Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen.

"Wenn man sieht, was wir alle zusammen in eineinhalb Jahren wieder aufgebaut haben nach dem bitteren Abstieg damals, ist das schon richtig stark. Wir haben jetzt in eineinhalb Jahren von 147 möglichen Punkten 126 geholt. Da können die Jungs stolz auf sich sein. Aber in der Truppe schlummert so viel Potenzial. Bei den sogenannten Topspielen müssen wir noch reifer werden. Das gilt es zu verbessern", bilanzierte Sven Walther kürzlich bei unserem Partnerportal anpfiff.info.

Überrascht hat bislang der SV Neuses (4. Platz). Zwar startete die Mannschaft um ihren neuen Spielertrainer Matthias Dötschel mit einer 0:1-Niederlage beim Aufsteiger FC Hochstadt, doch danach folgten fünf Siege am Stück. Seitdem haben sich die "Flößer" im oberen Bereich der Tabelle festgesetzt. Im Frühjahr stehen für sie noch direkte Duelle gegen die drei Teams vor ihnen an.

Der FC Kronach (7.) und der TSV Küps (10.) stehen wie schon in der vergangenen Saison im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Nachdem die Kronacher mit zwei 5:1-Siegen in Obersdorf und gegen Fischbach gestartet waren, ging es in den Wochen danach bergab: Aus den folgenden acht Spielen holten sie nur einen Dreier gegen Fortuna Roth. Danach lief es bis zur Winterpause wesentlich besser, denn der FCK gab nur noch vier Punkte ab.

Die Küpser blicken auf eine durchwachsene Runde zurück. Nach den zwei Auftaktniederlagen gegen Schwabthal (0:3) und in Johannisthal (0:5) ging es in der Tabelle stetig auf und ab, ehe sich der TSV, bei dem es bei nur 25 Treffern besonders in der Offensive hapert, vor dem Winter auf Platz 10 festsetzte.

Um den Ligaverbleib kämpft erwartungsgemäß der Aufsteiger TSV Weißenbrunn II, der mit Abstand die meisten Gegentore der Liga kassiert hat (76). Schon zu Saisonbeginn setzte es zwei deutliche Pleiten in Altenkunstadt (0:8) und Johannisthal (0:7). Aus den beiden folgenden Spielen holte der TSV zwar vier Punkte, diese wurden ihm allerdings vom Sportgericht aufgrund des Einsatzes nicht spielberechtigter Spieler wieder aberkannt. Zusätzlich wurde er daraufhin mit dem Abzug von drei Punkten bestraft. Doch die "Bierbrauer" waren nun in der Liga angekommen, sammelten bis zum Winter 13 Zähler und kletterten damit aus der Gefahrenzone.

Dort befindet sich jedoch der SV Fischbach. Aus den ersten sieben Partien holte der Vorjahresfünfte noch sieben Zähler, danach folgten aber neun Niederlagen am Stück und er stürzte auf den letzten Platz. Immerhin konnten die beiden Remis vor der Pause in Neuses (0:0) und gegen Schwabthal (1:1) wieder etwas Hoffnung auf den Klassenerhalt machen. Nach dem Nachholspiel am 8. März gegen Siedlung Lichtenfels stehen im Frühjahr noch die direkten Duelle gegen die drei ärgsten Konkurrenten im Tabellenkeller an.

Schneckenlohe auf Kurs

Erfreulich läuft es hingegen für die SG Sonnefeld II/Schneckenlohe in der Kreisklasse 1. Steckte die SG im Vorjahr noch tief im Abstiegskampf, startete sie heuer mit drei Siegen aus vier Spielen stark in die Saison. Nach einem Zwischentief kletterte die Mannschaft um ihren neuen Trainer Marc Köhn auf den siebten Rang und steht damit im gesicherten Mittelfeld der Liga.

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