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Zweikampf um den Titel in der Kreisliga Kronach

Der ASV Kleintettau steht kurz vor der Rückkehr in die Bezirksliga. Im Tabellenkeller müssen noch vier Teams um den Klassenerhalt zittern.
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Altan Yürük (oranges Trikot) kämpft mit dem ASV Kleintettau im Fernduell mit  Marktzeulns Alexander Werner (hier im Vorrundenspiel) um die Meisterschaft in der Kreisliga 2.Gunter Czepera/Archivmit
Altan Yürük (oranges Trikot) kämpft mit dem ASV Kleintettau im Fernduell mit Marktzeulns Alexander Werner (hier im Vorrundenspiel) um die Meisterschaft in der Kreisliga 2.Gunter Czepera/Archivmit
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Vor dem letzten Spieltag in der Kreisliga 2 am morgigen Freitag ist noch offen, wer Meister wird und wer die beiden Abstiegs-Relegationsplätze belegt. An der Spitze steht weiterhin der ASV Kleintettau, der beim TSV Weißenbrunn gewinnen muss, um den Titelgewinn sicher einzusacken. Auf einen Ausrutscher des Throninhabers hofft natürlich der TSV Marktzeuln, der zu Hause gegen den SCW Obermain unbedingt drei Punkte einfahren muss.

Während die SG Roth-Main Mainroth schon seit längerem als Absteiger feststeht, muss auch der FC Kronach den Weg zurück in die Kreisklasse antreten. Von den vier Teams, die noch für die Relegation infrage kommen, gelang zwar dem SV Friesen II ein Befreiungsschlag, doch aus dem Schneider ist er trotzdem nicht. Am meisten gefährdet ist der TSV Steinberg und der FC Mitwitz II. Aber auch der FC Stockheim muss noch bangen.

Der Weißenbrunner Trainer Markus Schlund spricht in unserer Kreisliga-Serie zu den letzten Auseinandersetzungen der Saison 2017/18.


Freitag, 18.30 Uhr

TSV Weißenbrunn -
ASV Kleintettau

Die Gäste (64 Punkte) wollen die jüngste Heimpleite vergessen lassen und sich beim TSV (10. Platz/39 Punkte) den Auswärtserfolg unbedingt erarbeiten. "Ein Überraschungssieg mit 3:0 wie in der Vorrunde in Kleintettau wird uns diesmal nicht gelingen. Auch wenn wir mehrere Ausfälle von Stammspielern zu beklagen haben, visieren wir zumindest ein Unentschieden an", sagt Schlund.
Auch wenn beim TSV zuletzt Siege rar waren, gewann er unter anderem doch beim SV Wolfers-/Neuengrün und beim Tabellenzweiten in Marktzeuln. Beim Rangdritten in Burgkunstadt erreichte man ein Unentschieden.
DJK/SV Neufang -
SV Friesen II

Trotz des jüngsten Kantersieges kann sich der SV Friesen II (11./36) noch nicht in Sicherheit wiegen. Die Mannen um Trainer Frank Fugmann werden deshalb bei diesem Derby in Neufang (4./48) noch einmal alles mobilisieren. "Die DJK-Elf hat als Neuling eine tolle Serie gespielt und will diese mit einem Erfolg vor heimischem Publikum auf dem guten 4. Platz beenden", so Schlund. In der Vorrunde hatte Neufang die Nase mit 2:1 vorne.
FC Burgkunstadt -
SV Wolfers-/Neuengrün

Da Burgkunstadt (3./58) den zweiten Platz nun nicht mehr erreichen kann und die "Grüner" (9./39) sich auswärts einige Male gut in Szene setzen konnten, tippt der Weißenbrunner Coach auf ein Unentschieden.

SG Roth-Main -
FC Mitwitz II

Schon über 100 Tore musste das abgeschlagene Schlusslicht (acht Punkte) schlucken. Mitwitz (13./34) muss und wird aufgrund seiner brenzligen Situation alles in die Waagschale werfen und sich behaupten.

TSV Marktzeuln -
FC Stockheim

Marktzeuln (62 Punkte) hat nur die Chance auf den Meistertitel mit einem Auswärtssieg bei den Bergleuten (12./35) - vorausgesetzt natürlich eine Niederlage von Kleintettau. "Der Stockheimer Trainer Andreas Löhnert hat richtig frischen Wind in die Elf gebracht. Die Spieler sind enger zusammengerückt." Trotz dieser guten Prognose rechnet Markus Schlund mit einem Sieg der Marktzeulner.

FC Marktgraitz -
SCW Obermain

Dank einer starken Rückrunde hat sich Marktgraitz auf den 6. Tabellenplatz (47 Punkte) vorgearbeitet. Die mit sieben Zählern Rückstand dahinter platzierten Weismainer werden wohl den Kürzeren ziehen.

TSV Steinberg -
SC Jura Arnstein

Da Arnstein (8./40) gesichert ist, Steinberg (14./32) aber unbedingt gewinnen muss, wird der TSV die Gäste in die Knie zwingen, wobei auch der Platzvorteil eine Rolle zugunsten der Einheimischen spielen sollte.

TSV Ludwigsstadt -
FC Kronach

Alles andere als ein Sieg der Ludwigsstädter (5./47), die zuletzt Kleintettau einen Strich durch die Rechnung machten, wäre nach Meinung des Weißenbrunners gegen den Tabellenvorletzten aus der Kreisstadt (15./23) eine Überraschung.


"Jetzt spricht der Kreisliga-Coach": Markus Schlund (TSV Weißenbrunn)

Jetzt haben doch tatsächlich die beiden Spitzenteams der Kreisliga 2 die Entscheidung um den Meistertitel auf den letzten Spieltag verschoben. Tabellenführer ASV Kleintettau hat mit einem Sieg am Freitag beim TSV Weißenbrunn alles noch selbst in der Hand.

Allerdings stellt sich die Frage, ob da die "Bierbrauer" dem Favoriten keinen Strich durch die Rechnung machen. Jedenfalls bekräftigt TSV-Trainer Markus Schlund im Hinblick auf dieses brisante Match, dass seine Elf nochmals alle Kräfte bündeln will. "Dies gebietet schon die sportliche Fairness, dass wir nichts herschenken, wenngleich wir jenseits von Gut und Böse stehen", so der Weißenbrunner Coach.

Ein Problem, und dies ist kein kleines, hat aber der Tabellen-Zehnte: Er ist von vielen Verletzungen gebeutelt. So müssen derzeit nicht weniger als zehn Stammkräfte ersetzt werden. "Dies ist keine geschätzte Zahl, sondern die konkrete Ausfallquote", so das Eigengewächs des TSV Weißenbrunn. Nur zu ungern erinnert sich Schlund an den 31. März, als sich in der Partie beim FC Kronach gleich drei seiner Stammakteure schwer verletzten und bis heute nicht einsatzfähig sind. Zu allem Übel kamen in den folgenden Begegnungen weitere verletzungsbedingte Ausfälle hinzu, so dass man im Weißenbrunner Lager nun froh ist, dass nach durchaus starkem Saisonbeginn - allerdings seinerzeit mit dem gewünschten Kader - die Punkterunde endet.

Trotz dieser Misere war der 47-Jährige zufrieden, dass er auf Ergänzungsspieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen konnte, wenngleich sich die Erfolge merklich reduzierten (von zuletzt 21 möglichen Punkten holte der TSV nur sechs).

Unabhängig vom Spielausgang gegen Kleintettau blickt Michael Schlund bereits auf die nächste Saison, wo er dann im dritten Jahr in Folge als Trainer fungieren wird. Dies hatte er bereits bei seinem Amtsantritt zur Serie 2016/17 mit den TSV-Verantwortlichen so abgesprochen und daran wird er sich auch halten. Sein Wunsch ist nun, dass er zu Beginn der neuen Serie wieder alle seine Stammakteure an Bord hat. Besonders erfreulich wäre dabei, dass er dann die Spieler in seinen Reihen hätte, die er von der Jugend an bis zu den Erwachsenen als Trainer betreut hat.


Zur Person: Markus Schlund


Geboren: 27. Januar 1971
Beruf: CNC-Fräser bei der Firma Krumpholz Formenbau in Kronach
Wohnort: im Weißenbrunner Ortsteil Sachspfeife
Familienstand: verheiratet, Töchter Lena (15 Jahre) und Jule (zehn Jahre)
Trainer: ab 2006 Jugendtrainer bei allen Nachwuchsteams des TSV Weißenbrunn, 2014/15 Trainer der 2. Mannschaft, ab 2016/17 Trainer der 1. Mannschaft des TSV Weißenbrunn
Spieler: seit frühester Jugend beim TSV Weißenbrunn. Ausnahme: Saison 1994/95 und Halbserie 1996/97 - beim FC Kronach
Schönste Erlebnisse: Als 18-Jähriger mit dem TSV Weißenbrunn in die Bezirksliga aufgestiegen und 2013/14, als Trainer mit der A-Jugend des TSV in die Bezirksoberliga aufgestiegen.
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