Kronach
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Zwei Bezirksligisten planen zweigleisig

Bei den heimischen Bezirksligisten hat sich in der Winterpause bislang wenig getan. Die Aktivitäten sind jedoch noch nicht bei allen beendet.
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Alper Yürük (rechts) wird beim ASV Kleintettau schmerzlich vermisst. Nach seiner Verletzung plant der Verein zweigleisig. Dem Trainer des FC Kronach, Christian Karl (hinten links), bereitet wiederum die Offensivschwäche seiner Mannschaft Probleme - zu viele gute Chancen werden ausgelassen. Foto: Archiv/Kalb
Alper Yürük (rechts) wird beim ASV Kleintettau schmerzlich vermisst. Nach seiner Verletzung plant der Verein zweigleisig. Dem Trainer des FC Kronach, Christian Karl (hinten links), bereitet wiederum die Offensivschwäche seiner Mannschaft Probleme - zu viele gute Chancen werden ausgelassen. Foto: Archiv/Kalb
Wer in der Winterpause wechseln wollte, musste sich bis 31. Dezember des vergangenen Jahres bei seinem alten Verein abgemeldet haben. Bis Ende Januar müssen die Wechsel vollzogen sein, um - vorausgesetzt die Freigabe des abgebenden Vereins liegt vor - noch in der laufenden Saison für den neuen Verein spielberechtigt zu sein. Bei den heimischen Bezirksligisten halten sich die Aktivitäten bislang weitestgehend in Grenzen, wenngleich zumindest etwas Bewegung herrscht.

Bezirksliga 2

Beim FC Kronach (16.) ist es ruhig geblieben: "Bei uns ist alles beim Alten", betont Vorsitzender Fred Sommer, für den Tabellenstände angesichts der allgemeinen Entwicklung fast schon zweitrangig geworden sind.
Vielmehr stehe mittlerweile das generelle Überleben eines Vereins im Vordergrund, erklärt Sommer und sieht sich damit beispielsweise angesichts hoher Schiedsrichterkosten und zurückgehender Einnahmen aus dem Spielbetrieb nicht alleine. Dennoch glaubt er natürlich daran, dass seine Mannschaft, die auf einem Abstiegsplatz überwintert, die Liga halten kann. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass in der Offensivabteilung die Treffsicherheit zurückkehrt.

Obwohl der auf dem Relegationsplatz rangierende TSV Steinberg (15.) in der Winterpause keine Transfers getätigt hat, geht er dennoch gestärkt in die restliche Saison. Denn mit Chris Barnickel und Manuel Brückner kehren nach langen Verletzungspausen Spieler zurück, die den Kader verstärken und damit Trainer Andreas Löhnert zusätzliche Optionen geben werden, die vor der Winterpause zumindest teilweise schmerzlich vermisst wurden. Quasi als Neuzugang ist auch Tobias Michel zu sehen, der zwar kurz vor der Winterpause bereits wieder aktiv war, allerdings zuvor lange Zeit gefehlt hat. "Das sind für uns definitiv Verstärkungen. Deshalb lassen wir uns auch nicht verrückt machen", betont Löhnert und ist zuversichtlich, mit seiner Mannschaft am Ende auf einem Nichtabstiegsplatz zu stehen. "Entscheidend ist, dass wir nach der Winterpause gut aus den Startlöchern kommen und wir keine Verletzten haben." Gerade dem einen oder anderen jüngeren Spieler hätte er vor der Winterpause gerne eine Auszeit gegönnt, was angesichts der dünnen Personaldecke allerdings nahezu unmöglich war. Dies wird sich aller Voraussicht nach ändern - wenn alles glatt läuft.

Beim ASV Kleintettau (13.) ist indes etwas mehr Bewegung in der Sache, auch wenn bislang nur wenig unter Dach und Fach ist. Wie sportlicher Leiter Karl-Heinz Fehn berichtet, sei man bemüht, den Kader allen voran nach dem Ausfall von Alper Yürük wieder breiter aufzustellen. Dies erscheint umso nötiger, da sowohl Tim Ehle als auch Philipp Kittel die Freigabe des Vereins für einen Wechsel erhalten haben. Während der Transfer von Ehle zum VfL Frohnlach am Mittwochabend unter Dach und Fach gebracht wurde, ist die Zukunft von Kittel nach wie vor offen. Dass er jedoch am liebsten zum SV Friesen wechseln würde, ist ein offenes Geheimnis. Auf der anderen Seite führt der Verein laut Fehn derzeit mit dem einen oder anderen Spieler Gespräche. Fix sei jedoch noch nichts.

Für Fehn steht außer Frage, dass der Klassenerhalt angesichts der personellen Situation ein schwieriges Unterfangen wird. "Gerade nach der Verletzung von Alper laufen unsere Planungen in zwei Richtungen", gesteht Fehn, für den ein Abstieg kein Beinbruch wäre. Ärgerlich wäre es aber natürlich allemal, was auch folgende Aussage von Fehn unterstreicht: "Ohne die Verletzungsprobleme hätten wir keine Probleme." Damit spricht er auch Toni Holland-Moritz und Dennis Lipfert an, die in der bisherigen Saison noch kein Spiel absolviert haben. Zumindest Lipfert befindet sich wieder im Aufbautraining und wird wohl nach der Winterpause wieder auf dem Platz stehen. Ob es dann zum Klassenerhalt reicht, wird man sehen müssen.

Bezirksliga 1

Obwohl auch der FC Mitwitz (17.) sowohl für die Bezirks- als auch die Kreisliga plant, ist Co-Trainer Heiner Föhrweiser, der im Sommer Markus Fischer als "Chef"-Trainer beerben wird, vom Klassenerhalt überzeugt - obwohl sich personell nichts getan hat. "Ich gehe davon aus, dass wir es schaffen. Und wenn nicht, wäre das auch nicht so dramatisch." Eigentlich habe man sich im Oktober schon mit dem Abstieg abgefunden. "Auf einmal ist es dann aber gelaufen." Auch deshalb ist Föhrweiser in Bezug auf den weiteren Saisonverlauf optimistisch: "Wir müssen nur so spielen wie vor der Winterpause." In dieser Phase haben die Mitwitzer aus fünf Spielen zehn Punkte geholt. Dadurch beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer aktuell nur noch drei Punkte.
Nach der Winterpause wird bis zur Sommerpause weiterhin Markus Fischer für die erste Mannschaft hauptverantwortlich sein. Damit hat Föhrweiser auch kein Problem: "Die Zusammenarbeit ist ganz hervorragend." Sollte am Ende der Saison der Abstieg zu Buche schlagen, würde für Föhrweiser die Welt nicht untergehen: "Wir werden in der nächsten Saison mit Sicherheit wieder eine schlagkräftige Mannschaft haben."
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