Friesen
Fussball

"Wir können gegen alle mithalten"

Nach der Hälfte der Vorrunde in der Landesliga Nordost liegt der SV Friesen auf Platz 8. Vorsitzender Alexander Graf zieht eine positive Zwischenbilanz.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein gelungenes Debüt: Frank Fugmann (links) vertrat am Sonntag Trainer Armin Eck an der Seitenlinie und bereitete mit seinem Freistoß an die Latte den Siegtreffer durch David Daumann vor, nachdem er sich kurz zuvor selbst eingewechselt hatte.  Foto: Heinrich Weiß
Ein gelungenes Debüt: Frank Fugmann (links) vertrat am Sonntag Trainer Armin Eck an der Seitenlinie und bereitete mit seinem Freistoß an die Latte den Siegtreffer durch David Daumann vor, nachdem er sich kurz zuvor selbst eingewechselt hatte. Foto: Heinrich Weiß
Neun Spieltage sind in der Landesliga Nordost mittlerweile absolviert, also gut die Hälfte der Vorrunde. Nach einer Schwächephase hat sich der Aufsteiger SV Friesen wieder gefangen und sich durch ein 2:1 gegen den FSV Bayreuth wieder in die obere Tabellenhälfte geschoben. Wie beurteilt die Vereinsführung die aktuelle Situation? Wir haben beim Vorsitzenden Alexander Graf nachgefragt.

13 Punkte und Platz 8 - wie bist Du mit dem bisherigen Abschneiden zufrieden?
Alexander Graf: Wir haben mit 13 von 27 möglichen Punkten 50 Prozent aus den ersten Spielen mitgenommen. Dies spiegelt auch der achte Tabellenplatz wieder. Wir sind zusammen mit acht anderen Mannschaften von Platz 6 bis 13 nur drei Punkte auseinander, so dass hier sowohl nach oben als auch nach unten noch alles möglich ist.
Nach vier Spieltagen befanden wir uns auf dem hervorragenden vierten Tabellenplatz, und das als Aufsteiger! Leider kam dann eine für mich unverständliche Schwächephase, in der wir drei Spiele in Serie verloren haben. Trotz allem bin ich im Moment mit dem Tabellenplatz sehr zufrieden.

Wäre vielleicht sogar noch etwas mehr drin gewesen?
Sieht man sich die bisherigen Gegner in der Tabelle an, muss man festhalten, dass insbesondere die Niederlage gegen den Baiersdorfer SV, der mit sechs Punkten Platz 16 belegt, sehr schmerzlich ist. Aber auch beim SC Feucht wäre bei Abruf der "normalen" Leistung mit Sicherheit mehr drin gewesen. Positiv muss man erkennen, dass wir gegen alle bisherigen Mannschaften mithalten können und somit noch Luft nach oben ist.

Was hat die Mannschaft bisher besonders gut gemacht?
Sie hat den Schwung und Zusammenhalt der Bezirksliga-Meisterschaft mit in die Landesliga genommen. Gerade für die jungen Spieler ist es wichtig, mit positiven Gedanken und Selbstbewusstsein in die Spiele zu gehen, und dabei helfen nun mal am besten Siege.

Und wo ist noch "Luft nach oben"?
Es geht in allen Bereichen immer noch etwas besser. Ich will damit sagen, dass jeder - egal auf welcher Position er eingesetzt wird - weiter an sich arbeiten muss und der Trainer die Aufgabe hat, eine homogene, leistungsstarke Mannschaft auf den Platz zu stellen.

Und wie gelingt das angesichts der personellen Situation, die sich ja wieder verschärft hat?
Das ist zugegeben nicht immer einfach. Gegen Bayreuth haben ja weitere Leistungsträger gefehlt, unter anderem Nils Firnschild und Nikolai Altwasser. Aber man kann auch so ein knappes Spiel gewinnen, wenn jeder seine Leistung abruft. Das war in den Spielen zuvor nicht so der Fall.

Wie wird die Landesliga bisher von den Zuschauern angenommen?
Blickt man zurück auf unsere letzte Saison in der Bezirksliga Ost, in der trotz ständig guter Platzierungen in der Tabelle nur knapp über 100 Zuschauer gekommen sind, sieht es jetzt etwas erfreulicher aus. Im Schnitt sind es 50 bis 70 Zuschauer mehr, wobei wir uns noch etwas höhere Zahlen erwartet hätten. Dazu muss man aber auch sagen, dass wir bis jetzt noch keines der Derbys bei uns im Frankenwaldstadion ausgetragen haben. Gerade gegen den FC Lichtenfels, TSV Sonnefeld oder den VfL Frohnlach erwarte ich mir deutlich mehr.

Wie schätzt du die Situation beim VfL Frohnlach, dem nächsten Friesener Gegner, und beim Mitaufsteiger TSV Sonnefeld ein?
Der VfL Frohnlach ist mit Sicherheit nicht so schlecht wie es sein derzeitiger Tabellenstand vermuten lässt. Wie schon erwähnt, ist es ganz entscheidend, was in den Köpfen der Fußballer steckt. Nach einer verkorksten Bayernliga-Saison und dem damit verbundenen Abstieg braucht es einfach etwas Zeit, um eine Klasse tiefer wieder Tritt zu fassen. Der VfL wird sich im Laufe der Saison mit Sicherheit noch fangen. Allerdings kann er sich damit noch einen Spieltag Zeit lassen, denn am Samstag wollen wir ja selbst die drei Punkte aus Frohnlach mitnehmen.
Auch bei den Sonnefeldern sehe ich eine klare Aufwärtstendenz. Sie sind nach den ersten Spielen in der Landesliga angekommen und haben aus den letzten drei Begegnungen fünf Punkte geholt. Betrachtet man das letzte Spiel, ein 1:1 beim TSV Buch, der immerhin auf Platz 4 liegt, war das auf alle Fälle ein Ausrufezeichen!

Die Fragen stellte
Hartmut Neubauer

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren