Windheim
Tischtennis

Verbandsliga Nordost: Wichtiger Erfolg für TSV Windheim

Der TSV Windheim unterliegt zunächst gegen Wohlbach II und trumpft wenig später gegen Wackersdorf auf.
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Reiner Kürschner gewann mit Stefan Schirmer gegen Wackersdorf das Doppel und gab in den beiden Einzeln keinen Satz ab.  Foto: Hans Franz, Archiv
Reiner Kürschner gewann mit Stefan Schirmer gegen Wackersdorf das Doppel und gab in den beiden Einzeln keinen Satz ab. Foto: Hans Franz, Archiv

Beim Doppelspieltag in der Verbandsliga Nordost der Herren kassierte der TSV Windheim vor heimischer Kulisse zunächst eine Niederlage gegen den Tabellenzweiten TTC Wohlbach II, feierte im Anschluss daran gegen Schlusslicht Wackersdorf aber einen wichtigen Erfolg.

TSV Windheim - TTC Wohlbach II 2:9

Gegen Wohlbach II, einen der Topfavoriten, verzichtete aufgrund des wichtigen Nachmittagsspieles Fritz Schröppel komplett auf Einzel und Doppel sowie Reiner Kürschner auf seine beiden Einzel. In den Einzeln kamen dafür Michael Neubauer und Luca Löffler zum Einsatz, da die zweite Mannschaft am frühen Abend noch in der Bezirksoberliga im Einsatz war.

Nach den Doppeln stand es 0:3, wobei Kürschner und Stefan Schirmer gegen Forkel/Fredrich bei ihrem 1:3 durchaus Siegchancen hatten und Matthias Trebes zusammen mit Patrick Grosch das Spitzendoppel der Gäste Seidler/Liebergesell am Rande einer Niederlage hatte (10:12 im Entscheidungssatz). Löffler spielte mit Armin Raab famos auf - beide gewannen den ersten Durchgang, mussten sich aber auch 1:3 geschlagen geben.

Schirmer hielt in den Ballwechseln mit Seidler durchaus mit, hatte aber ziemliche Schwierigkeiten mit dessen Aufschlag und machte im engen zweiten Satz (9:11) den ein oder anderen Aufschlagfehler zu viel, so dass er 0:3 unterlag. Ähnlich erging es Trebes gegen Forkel bei seinem 0:3, bei dem er im ersten Satz mit 10:12 unterlag.

In der Mitte folgten anschließend zwei Galaauftritte. Grosch bog einen 1:2-Satzrückstand gegen Fredrich noch in ein 3:2 um. Für den Wohlbacher gab es kein Durchkommen gegen den TSVler, der wie eine Wand stand und sämtliche Topspins wieder zurückspielte. Damit verkürzte Grosch auf 1:5. Raab hatte gegen den mehr als 200 TTR-Punkte höher eingestuften Liebergesell statistisch gesehen nur eine kleine Chance, doch diese nutzte er gnadenlos. 3:1 hieß es am Schluss für den Windheimer, der sein Topspinspiel aus dem Halbfeld gnadenlos durchzog und auch mit seinen gefährlichen Aufschlägen brillierte.

Im hinteren Paarkreuz hatte Neubauer nach sehr guten Bällen im ersten Durchgang Satzbälle, nutzte diese aber nicht. Zwar unterlag er 0:3 gegen Kolovratnik, hatte sich aber mehr als gut geschlagen. Ähnlich gut machte es Löffler, der nach dem Ablegen der Nervosität gegen Brandtl gut mithielt und im dritten Durchgang ebenfalls an einem Satzgewinn schnupperte (9:11). Somit stand es 2:7.

Im vorderen Paarkreuz dann annähernd dasselbe Spiel wie in der ersten Einzelrunde: Schirmer unterlag gegen Forkel zwar 0:3, aber auch hier war es beim 9:11 und 10:12 im ersten und dritten Satz sehr eng. Trebes beschäftigte Seidler mit seiner Noppe, spielte befreit auf, unterlag gegen den Drittliga erfahrenen Wohlbacher aber mit 8:11, 9:11 und 11:13. Damit stand die 9:2-Niederlage zu Buche.

Ergebnisse: Schirmer/Kürschner - Forkel/Fredrich 1:3, Trebes/Grosch - Seidler/Liebergesell 2:3, Raab/Löffler - Brandtl/Kolovratnik 1:3, Schirmer - Seidler 0:3, Trebes - Forkel 0:3, Grosch - Fredrich 3:2, Raab - Liebergesell 3:1, Neubauer Kürschner - Holan 2:3, Schirmer - Hoffmann 3:2, Schröppel - - Kolovratnik 0:3, Löffler - Brandtl 0:3, Schirmer - Forkel 0:3, Trebes - Seidler 0:3.

TSV Windheim - TV Wackersdorf 9:3

Anschließend traten die TSVler in Bestbesetzung in dem wichtigen Spiel gegen Wackersdorf an. Hier setzten sich Stefan Schirmer und Reiner Kürschner im Doppel ebenso deutlich mit 3:0 durch wie Fritz Schröppel und Armin Raab mit dem gleichen Ergebnis unterlagen. Einen Big Point landeten Matthias Trebes und Patrick Grosch: Gegen Havlicek und Tim Stopfer münzten sie einen 1:2-Satzrückstand mit 11:5 und 11:6 in ein 3:2 um.

Kürschner hatte gegen den jungen Eric Stopfer in den ersten beiden Sätzen alle Hände voll zu tun, spielte am Ende immer seine ganze Routine aus, so dass er zweimal mit 12:10 gewann. Mit einem 11:2 besorgte er die 3:1-Führung für den TSV. Ein extrem spannendes und enges Match lieferten sich Schirmer und Dinter. Der TSVler verlor zwar den ersten Satz mit 10:12, zeigte aber in den mitreißenden Topspinduellen seine Klasse und ging mit 12:10 und zweimal 11:9 noch als Sieger durchs Ziel.

In der Mitte folgten zwei Fünfsatzkrimis. Fritz Schröppel glich hier gegen Roban nach 1:2-Satzrückstand auf 2:2 aus, lag im Entscheidungssatz bereits 2:8 im Rückstand, um kampfstark auf 10:10 auszugleichen. Der Wackersdorfer hatte aber am Ende hauchdünn mit 12:10 die Nase vorn. Auf 4:3 verkürzte Havlicek gegen Trebes. Der TSVler schien nach 2:0-Satzführung alles im Griff zu haben, doch musste er den Satzausgleich hinnehmen. Im fünften Durchgang lag auch er mit 3:7 hinten, hatte aber bei 10:9 sogar Matchball, um noch mit 12:10 zu verlieren.

Im hinteren Paarkreuz war Grosch noch von seinem famosen Vormittagsauftritt euphorisiert, spielte wieder wie aus einem Guss und ließ dem jungen Tim Stopfer beim 3:0 keine Entfaltungsmöglichkeiten. Auch Armin Raab zeigte extremen Kampfgeist. Gegen den aggressiv spielenden Linkshänder Fricke glich er nach 0:2-Satzrückstand auf 2:2 aus, sah sich aber im Entscheidungssatz einem 7:10-Rückstand gegenüber. Doch der TSVler behielt die Nerven, spielte überragende Bälle, hatte am Schluss beim 14:12 zwei Punkte mehr auf der Habenseite und erhöhte auf 6:3.

Kürschner spielte gegen Dinter, dem er in der Rückrunde der vergangenen Saison mit 2:3 unterlegen war, auf höchstem Niveau, machte kaum einen leichten Fehler, brachte sämtliche Angriffsbälle teilweise kurz vor der Wand wieder zurück und gewann unter dem Applaus der zahlreichen Zuschauer mit 3:0. Schirmer bewegte sich wieselflink hinter dem Tisch und deckte Eric Stopfer mit seinen harten Topspins ein. 3:1 hieß es am Ende für Schirmer und damit stand es bereits 8:3.

Den Sack zu machte Schröppel, der auch gegen Havlicek einem 1:2-Satzrückstand hinterherlaufen musste, aber auf 2:2 ausglich. Im fünften Durchgang ließ sich der TSVler auch von den "Schwimmbadaufschlägen" des Tschechen nicht irritieren und besorgte mit einem 11:7 den entscheidenden Punkt zum sehr wichtigen 9:3-Heimerfolg.

Ergebnisse: Schirmer/Kürschner - E. Stopfer/Roban 3:0, Schröppel/Raab - Dinter/Fricke 0:3, Trebes/Grosch - Havlicek/T. Stopfer 3:2, Kürschner- Stopfer 3:0, Schirmer - 3:1, Schröppel - Roban 2:3, Trebes - Havlicek 2:3, Grosch - T. Stopfer 3:0, Raab - Fricke 3:2, Kürschner - Dinter 3:0, Schirmer - E. Stopfer 3:1, Schröppel - Havlicek 3:2

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