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Windheim
Tischtennis

Verbandsliga Nordost: TSV Windheim vor schwieriger Saison

Der TSV Windheim peilt erneut den Klassenerhalt an. Doch das Niveau der Liga hat sich deutlich erhöht.
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Mit einer Bilanz von 15:5 stellten die Windheimer Stefan Schirmer (Bild) und  Fritz Schröppel das drittbeste Doppel der Saison 2018/19 in der Verbandsliga Nordost. Hans Franz, Archiv
Mit einer Bilanz von 15:5 stellten die Windheimer Stefan Schirmer (Bild) und Fritz Schröppel das drittbeste Doppel der Saison 2018/19 in der Verbandsliga Nordost. Hans Franz, Archiv
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Die Tischtennis-Herren des TSV Windheim schlagen nach dem geglückten Klassenerhalt in der vergangenen Saison in der neuen Runde erstmals eine zweite Saison hintereinander auf Verbandsebene auf. Dabei geht die Mannschaft unverändert mit Reiner Kürschner, Stefan Schirmer, Fritz Schröppel, Matthias Trebes, Patrick Grosch und Armin Raab in der Verbandsliga Nordost auf Punktejagd.

Doch dürfte die kommende Serie den TSV-Akteuren einiges mehr abverlangen, um das angestrebte Saisonziel Klassenerhalt auch erreichen zu können. Die Qualität der Liga ist gegenüber dem Vorjahr nochmals gestiegen, da aus der Verbandsoberliga drei Teams abgestiegen sind und zwei sehr gute Aufsteiger dazukamen.

TTR-Werte gestiegen

Das gestiegene Niveau der mit zehn Mannschaften startenden Verbandsliga Nordost lässt sich am TTR-Wert ablesen. Während der Wert in der Mitte ungefähr gleich bleibt, ist dieser im vorderen Paarkreuz um satte 50 Punkte gestiegen und auch an Position 5 und 6 weist er mit 1771 Punkten etwa 20 Punkte mehr auf als in der Vorsaison. Im Durchschnitt aller Mannschaften hat der TSV mit 1809 Punkten den niedrigsten Wert aller Teams.

Eine große Überraschung wäre es, wenn die Meisterschaft nicht an den Aufsteiger TTC Wohlbach II ginge. In Bestbesetzung spielen hier mit Clemens-Gregor Förster, Patrick Forkel und Marc Seidler drei drittligaerfahrene Akteure, die durchgängig über 2000 Punkte aufweisen. Mit 2190 Punkten hat Förster den höchsten Wert in der Liga. Zwar ist es fraglich, ob die Wohlbacher immer komplett antreten werden, aber selbst die Nummer 7 der Wohlbacher Setzliste hat beispielsweise mehr Punkte als Fritz Schröppel.

Hinter Wohlbach gibt es eine breite Masse an Mannschaften, die gemessen an den TTR-Werten eng beisammen liegen. Angeführt wird dieses Feld vom 1. FC Bayreuth, der aus der Verbandsoberliga zurückgezogen hat und mit Jürgen Hegenbarth einen fünffachen Bayerischen Meister auf Nummer 1 stehen hat. Die Bayreuther sind am Sonntag, 22. September, auch der erste Gegner des TSV in heimischer Halle, dann womöglich auch mit Hegenbarth.

Der TV Altdorf kommt ebenfalls aus der Verbandsoberliga und ist mit drei Akteuren über 1900 Punkten wohl auch ein Schwergewicht der Liga. Der TTC Rugendorf scheiterte in der Relegation und musste den Gang aus der Verbandsoberliga antreten, so dass es zu einem Derby gegen Windheim kommen wird. Das Team aus dem Landkreis Kulmbach hat im vorderen Paarkreuz mit Pavel Holan einen Spitzenmann (2117), der mit langen Noppen agiert und wohl zu den besten Spielern der Liga gehört.

Starker Aufsteiger

Knappe 40 Punkte mehr im Schnitt weist der Aufsteiger aus der Landesliga Ostnordost, der 1. FC Eschenau auf. Die Oberpfälzer wurden souveräner Meister mit 32:0 Punkten und werden den TSVlern alles abverlangen, da sie bis auf die Nummer 6 sehr ausgeglichen besetzt sind.

Der Vorjahresdritte TSV Untersiemau tritt in gleicher Besetzung wie im Vorjahr an. Die Windheimer unterlagen hier in den beiden Begegnungen der Vorsaison zwar mit jeweils 4:9, sind jedoch guter Dinge, heuer besser abzuschneiden. Gegen die um etwa 20 Punkte höher angesiedelten Spartaner aus Nürnberg agierten die TSVler in der Vorsaison auf Augenhöhe. In der Vorrunde mussten sie sich ohne Reiner Kürschner mit 5:9 beugen. Im Rückspiel erkämpften sie sich ein Unentschieden.

Diesen positiven Trend will Windheim fortsetzen und erstmals als Sieger von der Platte gehen.

Ebenfalls mit gleicher Aufstellung tritt der TV Glück-Auf Wackersdorf an, gegen den es zwei knappe Niederlagen mit 5:9 und 6:9 setzte. Auch hier sollte der TSV mit der notwendigen Konzentration auf Augenhöhe sein.

Der TuS Schnaittenbach musste seine Nummer 1 abgeben, konnte sie nicht adäquat ersetzen. Zwar sind die Oberpfälzer trotzdem sehr ausgeglichen besetzt, aber für den Klassenerhalt sollten hier die Punkte auf TSV-Seite stehen bleiben.

Klassenerhalt ist das Ziel

Für die Windheimer hat der Klassenerhalt Priorität und die Akteure hoffen, dass dieses Ziel mit Unterstützung der zahlreichen Zuschauer in der heimischen TSV-Arena realisiert werden kann. Entscheidend wird dabei auch sein, dass die TSVler möglichst immer in Bestbesetzung antreten, gegen ersatzgeschwächte Mannschaften punkten und so die notwendigen Zähler einfahren. Zugute kommen sollte den Windheimern auch, dass sie mit Stefan Schirmer/Fritz Schröppel an Doppel 1 (Bilanz 15:5) und Matthias Trebes/Patrick Grosch an Doppel 3 (Rückrunde 6:1) zwei eingespielte Paarungen haben, die auch den Unterschied in manch knapper Partie machen können.

Die Saison beginnt für die Windheimer am kommenden Sonntag, 22. September, um 10 Uhr, wenn der 1. FC Bayreuth im oberen Frankenwald gastiert und die TSVler auf die zahlreiche Unterstützung der einheimischen Fans zählen können.