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Thema der Woche: Genuss

Triathlet Thomas Geiger: Weltenbummler mit Ausdauer

Schon sein halbes Leben lang ist Thomas Geiger ein Triathlet. Dank seiner Leidenschaft bereiste er schon viele Länder und erlebte tolle Geschichten. Neben dem Ausdauersport ist gutes Essen das zweite Hobby des Rothenkircheners.
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Bis zu 180 Kilometer absolviert Thomas Geiger bei einem Wettkampf auf dem Rad.  Foto: ASC Kronach-Frankenwald
Bis zu 180 Kilometer absolviert Thomas Geiger bei einem Wettkampf auf dem Rad. Foto: ASC Kronach-Frankenwald
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Thomas Geiger hat schon vieles von der Welt gesehen. Bis auf Australien hat der Rothenkirchener jeden Kontinent bereist. Das habe er allein dem Sport zu verdanken, sagt er. Der 57-Jährige ist Triathlet und nimmt an Wettkämpfen rund um den Globus teil.

Sport ist seine große Leidenschaft. Sie nimmt einen Großteil seiner Freizeit in Anspruch. Dreimal pro

Woche schwimmt er, meist in der Mittagspause. Morgens oder abends geht er drei- bis viermal wöchentlich laufen, dazu fährt er viel Fahrrad. "Je mehr ich trainiere, desto besser geht es mir", sagt er.

Große Belastungen

Die vielen Trainingseinheiten sind auch nötig, um die Strapazen eines Wettkampfs zu überstehen. Über die Langdistanz folgen auf 3,86 Kilometer Schwimmen 180 Kilometer auf dem Rad und abschließend 42,2 Kilometer Laufen. Zwischen neuneinhalb und zehn Stunden ist ein Hobbyathlet wie Geiger dafür unterwegs - eine Herausforderung für Körper und Geist. "Beim Radfahren schau ich mir schon mal die schöne Landschaft an. Teilweise muss man sich da wieder zurückholen und auf den Wettkampf konzentrieren. Sobald du abschweifst, bringst du nur noch 95 Prozent deiner Leistung", sagt Geiger. "Beim Laufen versuche ich immer, den Zuschauern etwas zurückzugeben. Ich winke oder feuere sie an. Ich finde es immer blöd, wenn man verbissen an ihnen vorbeistapft."

Trotzdem verliert Geiger nie sein sportliches Ziel aus dem Blick. "Ich stelle immer einen gewissen sportlichen Anspruch an mich selbst. Prinzipiell will ich immer in die Top 3 meiner Altersklasse kommen."

Für den in Teuschnitz aufgewachsenen Geiger sind all die Anstrengungen mittlerweile normal. 1985 absolvierte er seinen ersten Triathlon und genießt diesen Sport auch heute noch. "Grundsätzlich mag ich die Bewegung", sagt er, "natürlich genieße ich es auch, zum Beispiel beim Ironman auf Hawaii im Ozean zu schwimmen."

Challenge Roth ist Mittelpunkt

Die Wettkämpfe wählt Geiger hauptsächlich nach der sportlichen Herausforderung aus, aber auch nach dem Veranstaltungsort: "Ich würde nicht an einem Wettkampf teilnehmen, wenn das Land mich nicht reizt." Zentraler Punkt ist dabei immer die Challenge Roth Anfang Juli in Mittelfranken, die er in diesem Jahr zum 32. Mal beendet hat. "Da baue ich alles drum herum auf."

Seine Triathlon-Veranstaltungen führen den selbstständigen Finanz- und Versicherungsmakler teils in weit entfernte Orte wie China oder Hawaii. Die Rennen stehen dabei natürlich im Mittelpunkt. Aber Geiger nutzt die Reisen auch, um Land und Leute kennenzulernen. Eine Woche bleibt er meist am Veranstaltungsort. Die ersten Tage bis zum Wettkampf sind fest geplant, Flüge und Hotel sind gebucht. "Die zwei bis drei Tage nach dem Wettkampf lasse ich offen und auf mich zukommen."

Gerade bei den Wettkämpfen lernt Geiger viele Gleichgesinnte kennen. So traf er in Thailand auf einen Sizilianer. Beide kannten die Radstrecke nicht und fuhren gemeinsam los. Verfahren haben sie sich dann trotzdem. "Wir haben beide gleich gemerkt, dass wir zueinander passen", sagt Geiger. Beide trafen sich bei einem Wettkampf in China wieder und verbrachten auch außerhalb des Rennens einige Zeit miteinander.

"Da sitzen dann ein Franke und ein Italiener, die sich in Thailand kennengelernt haben, in Peking beim Spanier zum Essen. Das fand ich wirklich witzig", fasst er eine von vielen Geschichten zusammen, die er dank des Sports erlebt und genießt.

Die zweite große Leidenschaft

Das Essen ist neben dem Triathlon sein zweites Hobby. "Ich lege da großen Wert darauf und koche auch selbst gerne. Da weiß ich dann wenigstens, was drin ist. Die Qualität und die Produkte sind mir wichtig." Beim Essen geht auch der Genuss vor den Sport: "Wenn ich beispielsweise einen Schweinebraten nicht essen dürfte, würde ich es trotzdem tun. Ich trinke auch gerne mal ein Bier oder ein Glas Wein." Schließlich sei er kein Profisportler.

In diesem Jahr wird Geiger voraussichtlich an keinem Wettbewerb mehr teilnehmen. 2020 stehen für ihn die Braveheart-Battle in Steinach an sowie Nove Colli in Italien und die 70.3 Championship in Samorin in der Slowakei.

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