Steinberg
Fußball-Kreisliga

Trainerwechsel beim TSV Steinberg: Karl folgt auf Zeiß

Der TSV Steinberg trennt sich von Spielertrainer Pascal Zeiß. Bis zum Sommer will nun ein alter Bekannter die Steinberger vor dem Abstieg retten.
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Pascal Zeiß bei seinem letzten Spiel als Spielertrainer des TSV Steinberg: Vor zehn Tagen verlor seine Mannschaft gegen den TSV Weißenbrunn mit 0:1.  Foto: Heinrich Weiß
Pascal Zeiß bei seinem letzten Spiel als Spielertrainer des TSV Steinberg: Vor zehn Tagen verlor seine Mannschaft gegen den TSV Weißenbrunn mit 0:1. Foto: Heinrich Weiß
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Das schwache Abschneiden des TSV Steinberg in dieser Kreisliga-Saison hat die Vereinsverantwortlichen zum Handeln bewogen: Pascal Zeiß ist nicht mehr Spielertrainer beim Aufsteiger. Mit elf Punkten aus 19 Spielen stehen die Steinberger am Tabellenende. Acht Zähler beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz 14, 13 auf das rettende Ufer. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge hat sich der Verein dazu entschlossen, die Reißleine zu ziehen.

"Wir waren mit der Arbeit von Pascal Zeiß nicht unzufrieden, aber wir dachten, das ist das einzige Zeichen, mit dem wir da hinten noch herauskommen können", erklärt der Zweite Vorsitzende Kevin Lang. "Bei manchen Spielern schien die Motivation zu fehlen, deshalb haben wir uns dazu entschlossen, frischen Wind in die Mannschaft zu bringen."

Die 0:1-Heimniederlage gegen den TSV Weißenbrunn vor zehn Tagen war also der letzte Auftritt des 28-Jährigen als Spielertrainer nach anderthalb Jahren. Schon eine Woche zuvor beim 2:5 im Kellerduell zu Hause gegen den FC Burgkunstadt kamen Zeiß Zweifel: "Das war ein Moment, in dem ich selbst überlegt habe, hinzuschmeißen, weil das ein lebloser Auftritt war, und ich dann daran gezweifelt habe, ob es noch Sinn macht. Der Grund, warum ich es nicht gemacht habe, war zum einen die Perspektive, dass nach dem Winter ein paar Verletzte plus zwei sehr gute Jugendspieler zu uns kommen werden und dass es mir gerade mit den Jungen viel Spaß macht zu arbeiten", erklärt Zeiß.

Interimslösung bis zum Sommer

Mit Chris Barnickel, Andreas Kraus, Sebastian Scherbel oder Andre Peter fehlen dem TSV seit Wochen einige Stammspieler. "Da sind uns Stützen weggebrochen. Das soll aber keine Ausrede sein, dass man nicht punktet", sagt Zeiß, der vor allem die Einstellung im Spiel und im Training sowie die daraus resultierende fehlende Fitness in der Mannschaft bemängelt. "Vieles, was ich gerne umgesetzt hätte, ging in dieser Saison leider nicht. Man kann nichts einstudieren, weil immer wieder Leute fehlen", bedauert Zeiß, der seine Zukunft als Spieler beim TSV Steinberg derzeit noch offen lässt.

Seine Nachfolge an der Seitenlinie ist derweil schon geklärt. Bis zum Sommer übernimmt mit Christian Karl ein alter Bekannter interimsweise das Traineramt in Steinberg. Der 34-Jährige war bereits von 2014 bis 2018 Coach in der Kreisliga. "Er war für uns die erste Wahl, da er dem Verein immer zur Seite gestanden war und er sieht auch noch das Potenzial, dass wir hinten herauskommen können. Er bleibt sicher bis zum Sommer, aber danach ist von seiner Seite aus Schluss. Dann müssen wir eine neue Lösung suchen", sagt Zweiter Vorsitzender Kevin Lang.

Die Rückkehr der Langzeitverletzten gibt ihm Hoffnung, dass es mit dem Klassenerhalt doch noch klappt. "Wir werden versuchen, mit Motivation und Mannschaftsgeist da hinten herauszukommen", sagt er. "Der Zusammenhalt in der Mannschaft stimmt, darauf geben wir alles."

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