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SV Rothenkirchen marschiert in der Bezirksliga vorne weg

Der SV Rothenkirchen dominiert die Liga klar. Auch die anderen Teams aus dem Landkreis Kronach präsentieren sich stark, bis auf eine Ausnahme.
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Auf Meisterkurs befindet sich der SV Rothenkirchen in der Bezirksliga. Zum in der Vorrunde noch ungeschlagenen Team gehört Oliver Reinhardt, der in seinen elf absolvierten Einzeln neun Mal als Sieger hervorging.
Auf Meisterkurs befindet sich der SV Rothenkirchen in der Bezirksliga. Zum in der Vorrunde noch ungeschlagenen Team gehört Oliver Reinhardt, der in seinen elf absolvierten Einzeln neun Mal als Sieger hervorging.
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Das Maß aller Dinge in der Tischtennis-Bezirksliga Ost sind die Herren des SV Rothenkirchen. Sie schlossen die Vorrunde mit einer "weißen Weste" bei 20:0 Punkten und dem glänzenden Spielverhältnis von 90:20 ab. Mit zwei Zählern Rückstand ist zwar der TTC Hof II (18:2/83:32) ärgster Verfolger, doch wurde dieser ebenso mit 9:2 in die Schranken gewiesen wie zumeist auch die restlichen neun Gegner.

Neben dem TTC aus der Saalestadt sind aus dem Kreis Hof noch der ATSV Oberkotzau (6. Platz/10:10 Punkte), TTC Köditz (7./10:10), FT Naila (8./5:15), TV Konradsreuth II (9., 5:15) und TV Rehau (10./3:17) mit von der Partie. Damit hat der Bereich Hof zwar einen Überhang von einem Team gegenüber fünf Mannschaften aus dem Kreis Kronach, doch sind die heimischen Vertreter mit einer Ausnahme bestens platziert.

Diese Ausnahme ist der SV Friesen, der mit 1:19 Punkten die rote Laterne trägt und sich vorzeitig mit dem Abstieg abfinden sollte. Allerdings ist dies keine allzu große Überraschung, denn der SV Friesen bekam als Tabellen-Dritter der Kreisliga noch die Möglichkeit zum Aufstieg in die Bezirksliga, so dass ihm bei der Wahrnehmung dieser Chance bereits im Vorfeld die Schwere seiner Aufgabe als Neuling und damit die Außenseiterrolle bewusst war.

Aufsteiger überrascht

Andererseits kommt umso überraschender der dritte Tabellenplatz des SV Hummendorf (14:6 Punkte), der als Kreisliga-Vizemeister aufgestiegen ist. Beste Punktesammler beim SVH waren Matthias Leppert und Klaus Trukenbrod, die beide im mittleren Paarkreuz aufschlagen. Die Reihenfolge aller in der "Mitte" eingesetzten Ligaspieler führt Trukenbrod gemeinsam mit dem Oberkotzauer Wietzel (beide je 13:5 Einzelspiele) an. Bereits der dritte Platz wird von Leppert (12:5) belegt. Es folgen die beiden Rothenkirchener Oliver Reinhardt (9:2) und Michael Gehring (8:3).

Etwas unerwartet kommt auch der vierte Tabellenplatz des DJK/SV Neufang (13:7), weil er mit zwei Pleiten in die Serie gestartet war. Doch danach gaben die Neufanger nur noch drei Zähler, zwei davon gegen Rothenkirchen, ab. Herausragender Akteur bei Neufang ist Spitzenmann Michael Kolb, der mit seinen 17:3 Einzelspielen der Beste dieser Bezirksliga ist. In der Differenz liegt mit Kolb der Rothenkirchener Philipp Girke (15:1) gleichauf. Auf dem dritten Rang folgt mit David Scherbel die Nummer 1 des SV Rothenkirchen.

Viele Stammspieler fehlten

Nicht unzufrieden ist der TSV Stockheim mit dem fünften Rang (11:9), wenngleich er eine etwas bessere Platzierung hätte erreichen können. Allerdings brachte er beim 7:9 in Hof eine 5:2-Führung nicht ins Ziel, hatte die Niederlage in Köditz nicht eingeplant und gegen Neufang kam er über ein 8:8 nicht hinaus. Hinzu kam, dass nur vier Stammspieler alle zehn Begegnungen absolvieren konnten und so auf drei Mann von der zweiten Mannschaft zurückgegriffen werden musste. Erfreulich war aber, dass das Stamm-Quartett durch die Bank mit einer positiven Einzelbilanz aufwartete.

Titel nur noch Formsache

Noch besser verliefen die Auftritte bei Rothenkirchen, denn hier stand bei allen neun eingesetzten Akteuren eine positive Bilanz bei den Einzeln zu Buche. Dabei hatte Philipp Girke an Position 2 in seinen zehn Paarungen ebenso nur einmal das Nachsehen (2:3 gegen Michael Kolb, Neufang) wie Jens Hammerschmidt im hinteren Paarkreuz (1:3 gegen Rüdiger Fritz, Hof). In Anbetracht der bisher gezeigten Leistungen und der sehr gut besetzten Mannschaft dürfte der SV Rothenkirchen auf dem Weg zur Meisterschaft nicht zu stoppen sein.

Den Rückrundenauftakt bestreitet der Spitzenreiter am Samstag, 12. Januar, beim abstiegsgefährdeten TV Rehau. Zum gleichen Zeitpunkt empfängt der SV Friesen den TTC Hof II und am Tag vorher der DJK/SV Neufang den TV Konradsreuth II.

Bereits am Mittwoch, 9. Januar, ist der SV Hummendorf Gastgeber für den TTC Köditz. Der FC Stockheim startet erst am Samstag, 19. Januar, in Konradsreuth.

Spielerbilanzen der Kronacher Mannschaften

SV Rothenkirchen David Scherbel 15:3 Einzelspiele (Ranglistennummer 1), Philipp Girke 15:1 (Ranglistennummer 2), Marius Eber 1:0, Oliver Reinhardt 9:2, Michael Gehring 8:3, Bernd Heim 9:2, Jens Hammerschmidt 9:1, David Lutz 1:0, Rüdiger Scherbel 1:0. - Doppel: Girke/Hammerschmidt 10:0, Reinhardt/Heim 6:2, Scherbel/Gehring 3:5, vier verschiedene Formationen 3:1.

SV Hummendorf Günter Scheiblich 8:12, Tobias Meußgeier 9:10, Matthias Leppert 12:5, Klaus Trukenbrod 13:5, Werner Roth 7:7, Gerald Schneider 7:6, Michael Schramm 2:0, Jonas Trukenbrod 0:1. - Meußgeier/K. Trukenbrod 7:3, Leppert/Schneider 6:3, Scheiblich/Roth 1:7, drei weitere Doppel 0:3.

DJK/SV Neufang Michael Kolb 17:3. Michael Beitzinger 5:9, Manuel Gebhardt 8:4, Nico Trebes 7:10, Christian Stöcklein 10:7, Sebastian Kotschenreuther 8:5, Markus Hofmann 2:2, Bastian Kolb 1:2, Mario Zwosta 0:1, Rainer Kolb 0:2. - Trebes/Kotschenreuther 6:3, M. Kolb/Beitzinger 6:1, Gebhardt/Stöcklein 1:5, M. Kolb/Stöcklein 3:1, sechs verschiedene Doppel 1:5.

TSV Stockheim Werner Buckreus 10:9, Jürgen Heinlein 13:6, Harald Wich 11:7, Klaus Hilbert 5:4, Hans Martin 10:7, Henry Weißbach 4:10, Werner Sünkel 1:5, Hans-Josef Detsch 1:1. - Buckreus/Martin 9:4, Wich/Weißbach 7:1, Heinlein/Hilbert 2:3, vier weitere Doppel 1:6.

SV Friesen Klaus Kestel 4:13, Klaus Wunder 3:13, Ralf Fößel 4:13, Ralf Ebert 6:9, Dietmar Zwingmann 5:9, Josef Müller 3:9, Edgar Kraus 0:1. - Kestel/Fößel 4:7, Zwingmann/Müller 2:8, Wunder/Ebert 4:6.

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