Gifting
Frauenfußball

Start ins Ungewisse: Die neu gegründete Damenmannschaft des SV Gifting

In Gifting hat sich eine junge Damenmannschaft neu gegründet. Die Spielleiterin erklärt, wie es dazu kam und was sie in der neuen Saison erwartet.
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Mit diesem Team, dessen Altersdurchschnitt knapp über 18 Jahren liegt, geht die neu gegründete Damenmannschaft mit ihrer Spielleiterin Eva Zwosta (stehend, Zweite von rechts) in ihre erste Saison.
Mit diesem Team, dessen Altersdurchschnitt knapp über 18 Jahren liegt, geht die neu gegründete Damenmannschaft mit ihrer Spielleiterin Eva Zwosta (stehend, Zweite von rechts) in ihre erste Saison.
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Es ist das letzte Vorbereitungsspiel, das den Damen vom SV Gifting Mut macht. Vor gut drei Wochen erreichte der Kreisklassist ein 1:1 beim Kreisligisten der SG Neuses/Gehülz. Für das Team von Spielleiterin Eva Zwosta der erste kleine Erfolg in der noch jungen Geschichte im Giftinger Frauenfußball: "Ich war mega zufrieden. In Gehülz haben wir richtig gut gekämpft." Eine erste Standortbestimmung, bevor die neu gegründete Giftinger Damenelf am Samstag in ihre erste Saison geht.

Die 20-Jährige ist eine der Initiatorinnen, die zum ersten Mal den Frauenfußball nach Gifting gebracht haben. Der Ausgangspunkt liegt aber etwa sieben Kilometer weiter westlich in Welitsch. Im Herbst 2017 traf sie dort beim Spiel der Herren auf eine Freundin, mit der sie früher zusammen beim SV Rothenkirchen gespielt hatte. Beide waren sich einig, dass sie wieder Lust auf Fußballspielen haben, am liebsten nahe am Wohnort. "Kein Problem, krieg ich hin", sagte Zwosta damals und machte sich auf die Suche nach Mitstreiterinnen.

Neulinge und Jugendspielerinnen

Diese fand Zwosta zum Beispiel in der Jugend des SV Rothenkirchen. Andere spielten zumindest schon mal in der Schulmannschaft, manche sind aber auch Neulinge, erklärt Zwosta. "Wir haben uns gesagt: ,Probieren wir es einfach, trainieren ein bisschen und schauen, ob es klappt'." Bestand das Team zu Beginn noch aus neun Spielerinnen, wuchs der Kader vor Saisonbeginn auf 18 an mit einem Altersdurchschnitt von knapp über 18 Jahren.

Fehlte nur noch ein Verein. Den fand die Posseckerin im benachbarten Gifting. "Eine Freundin von mir und ich haben öfters bei den Herren in Gifting zugeschaut. Dann haben wir einfach mal Didi gefragt, was der Verein von einer Damenmannschaft hält", erzählt Zwosta. Dietmar Neder ist der Erste Vorsitzende des SV Gifting und stand sofort hinter der Idee. Er bot auch seine Unterstützung bei den organisatorischen Angelegenheiten an, etwa bei den Spielerpässen.

Zwei- bis dreimal trainierte die junge Mannschaft in der Saisonvorbereitung. In dieser Zeit hatte zunächst Eva Zwosta den Trainerposten inne. Doch mit ihrem Amt als Spielleiterin der F-Jugend und ihrer Arbeit als Katastertechnikern wurde ihr das allmählich etwas zu viel. Eine Nachfolgerin fand sie in Lucienne Preusger (35). "Sie war schon im Verein aktiv und hat früher auch schon Fußball gespielt", erklärt Zwosta.

Auf Sportfesten präsentiert

Am 30. Juni gab es beim Sportfest in Steinbach am Wald die Premiere gegen den Ligakonkurrenten der SG Ludwigsstadt. Da setzte es noch ein deutliches 1:6. Ähnlich lief es eine Woche später beim heimischen Sportfest gegen den Kreisligisten TSSV Fürth am Berg (2:9). Doch schon wenige Tage später gelang ein 1:1 gegen die SG Neuses/Gehülz.

"Es wurde im Training immer besser, die Spielerinnen waren immer motivierter. Wir schauen einfach mal, was in dieser Saison passiert. Klar wollen wir nicht abgeschossen werden. Aber wir wollen erst mal als Mannschaft zusammenwachsen. Feste Ziele kommen erst nächste Saison", sagt die Spielleiterin.

Am Samstag steht um 17 Uhr das erste Liga-Spiel gegen den FC Michelau II an. Die Giftinger scheinen schon gespannt auf die neue Mannschaft zu sein. "Wir hatten noch gar nicht lange trainiert, da wusste schon das halbe Dorf Bescheid, obwohl noch gar nichts offiziell war", sagt Zwosta. Zum Saisonauftakt hofft sie, dass sie und ihr Team die Leistung vom letzten Testspiel gegen die SG Neuses/Gehülz abrufen können: "Wir werden uns schwertun, aber wenn wir zusammenhalten und kämpfen, dann wird das schon."



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