Nordhalben
Laufsport

Spendenlauf um die Ködeltalsperre: 146 Sportler laufen für den guten Zweck

Beim Spendenlauf für "Menschen für Menschen - Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe" war der Kronacher Dirk Schneider der Schnellste beim Viertelmarathon.
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146 Ausdauerläufer nahmen am Spendenlauf rund um die Ködeltalsperre Mauthaus teil. Vorne links mit der Nummer 163 der spätere Zweitplatzierte des Viertelmarathons, Silvester Kohlmann aus Neuses; mit der Nummer 16: der Sieger des Halbmarathons, Jörg Herzig  Fotos: Hans Franz
146 Ausdauerläufer nahmen am Spendenlauf rund um die Ködeltalsperre Mauthaus teil. Vorne links mit der Nummer 163 der spätere Zweitplatzierte des Viertelmarathons, Silvester Kohlmann aus Neuses; mit der Nummer 16: der Sieger des Halbmarathons, Jörg Herzig Fotos: Hans Franz
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Bei idealen Bedingungen begaben sich 146 Ausdauer- und Langläufer auf den Rundkurs um die Ködeltalsperre Mauthaus, um entweder einen Halb- oder Viertelmarathon zu absolvieren. Dabei handelte sich um den 20. Spendenlauf für die Aktion "Menschen für Menschen - Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe".

Gegenüber dem Vorjahr waren 18 Teilnehmer mehr am Start und auch die Spendenbereitschaft war diesmal mit 2675 Euro um 235 Euro höher als im vergangenen Jahr. Veranstalter waren erneut die Turnerschaft Kronach und der Kronacher Arbeitskreis für Äthiopienhilfe. Die Teilnehmer kamen aus dem Landkreis Kronach und aus der gesamten fränkischen Region.

Kurz vor dem Start gab Organisator Uli Zeuß von der TS Kronach - bei ihm lief einmal mehr alles zusammen - das Spendenergebnis bekannt. Den Athleten gab er Informationen mit auf die 21 beziehungsweise 10,3 Kilometer lange Strecke.

Schneider zwei Minuten schneller

Als erster beim Viertelmarathon lief beim Ziel am Hauptdamm Dirk Schneider aus Kronach mit einer Zeit von 40:54 Minuten ein. Mit knapp zwei Minuten Rückstand folgte Silvester Kohlmann aus Neuses und wiederum eine Minute später traf als Dritter Andreas Wolf vom ASC Kronach ein.

Stefan Reif-Beck, der gleich dahinter folgte, stellte unter Beweis, dass die Polizei Kronach nicht nur mit ihren Einsatzfahrzeugen schnell unterwegs sein kann. Von der Kronacher Polizeiinspektion kam auch Petra Steger, die unter den 68 Startern den glänzenden sechsten Platz belegte und damit zugleich die schnellste Frau war.

Unter den 43 Langläufern war der Saalestädter Jörg Herzig aus Hof mit 1:33:25 Stunde der Schnellste. Mit 30 Sekunden Rückstand folge Markus Clostermann von der SGB Stadtsteinach. Auf Rang 3 folgte mit Michael Theimer vom FC Burggrub der beste Läufer aus dem Kreis Kronach.

Ältester Teilnehmer war der 71-jährige Dieter Sünkel vom Schwimmverein Kronach, der auf der 10,3-Kilometer-Strecke mit 56:40 seine Vorjahrszeit um 80 Sekunden unterschritt. Bei den 35 Nordic-Walkern marschierte der Haiger Gerhard Gebhardt vorne weg.

Weniger Teilnehmer

Zwar waren beim im Jahr 2000 ins Leben gerufenen Lauf in der Vergangenheit die Teilnehmerzahlen auch schon über 200 gelegen, doch fanden am vergangenen Wochenende mehrere derartige Veranstaltungen, unter anderem der Bad Staffelsteiner Obermain-Marathon, statt (siehe Artikel rechts). Eines war aber festzustellen: Die Starter waren bestens gelaunt, was eine Läuferin kurz nach dem Zieleinlauf zum Ausdruck brachte: "Eine sehr gelungene Spendenlaufveranstaltung mit herrlich unkomplizierter Organisation."

Der Talsperren-Rundkurs war für mehrere Sportler ein gewisser erster Gradmesser über den momentanen Leistungsstand. Für einige Läufer standen aber einfach nur das Dabeisein und der Spaß für einen guten Zweck im Vordergrund. Bei Gleichgesinnten konnte man annehmen, sie hätten sich zu einem "Familientreffen" eingefunden. Als Beispiel seien hier die Polizeiinspektion Kronach und die Firma Kautschuk-Kunststoff-Technik (KKT) in Pressig, die mit mehreren Mitarbeitern am Start waren, genannt.

Auf der Strecke waren auch drei Läufer, die mit einem Kinder-Laufwagen unterwegs waren. So unter anderem der Neufanger Christian Kotschenreuther mit seinem zweijährigen Sohn Jonas. Sohn Pepe der Eheleute Kevin und Susen Wunder aus Nordhalben war ganz schlau: Er fuhr mit seinem kleinen Fahrrad neben seinen laufenden Eltern. Unterwegs waren auch die beiden Bürgermeister Gerhard Wunder (Steinwiesen) und Norbert Gräbner (Marktrodach). Ob da der aus der SPD ausgetretene Gräbner bei seinen Gesprächen mit Wunder Kontakte zur CSU suchte, konnte nicht geklärt werden.

Der nächste Lauf um die Ködeltalsperre findet am 26. Mai statt und wird vom SV Steinwiesen durchgeführt.

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